„Bares für Rares“-Star Walter „Waldi“ Lehnertz kaufte den Hammer bei Bares für Rares - und verlieh ihm den letzten Schliff.
„Bares für Rares“-Star Walter „Waldi“ Lehnertz kaufte den Hammer bei Bares für Rares - und verlieh ihm den letzten Schliff. ZDF

Es gibt bei „Bares für Rares“ immer wieder Objekte, die so skurril sind, dass niemand wirklich etwas damit anfangen kann – doch oft bergen genau diese Stücke besondere Überraschungen. So war es wohl auch bei einem besonderen Gegenstand, der vor geraumer Zeit im Händlerraum der Trödel-Show landete… und der vor allem bei „Bares für Rares“-Star Walter „Waldi“ Lehnertz für Erstaunen sorgte. Jetzt verrät der Profi-Händler: Das passierte nach der Show mit dem Objekt!

Hinter den Kulissen von „Bares für Rares“: Das passierte nach der Show

Auf den ersten Blick wirkte der Gegenstand doch recht skurril: Ein Hammer, montiert auf einer Holzplatte. „Wo der Hammer reinkam, habe ich erst gedacht: Was wollen sie denn damit?“, erzählte Lehnertz jetzt in der Sonderausgabe „Händlerstücke“. „Die Unterschrift war ja schlecht zu lesen.“

Doch Unterschrift ist ein gutes Stichwort: Der auf Holz befestigte Hammer ist nämlich ein Kunstwerk! Geschaffen wurde es von Günther Uecker, 1930 geboren, der mit reliefartigen Nagelbildern bekannt wurde. Die Werke finde Waldi eher so lala, sagt er. „Es ist halt die Idee.“

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Kunst-Experte Colmar Schulte-Goltz bewertete das Objekt, schätzte es im Gespräch mit Moderator Horst Lichter und Kandidatin Margret Forst (63) auf einen Wert von 500 bis 650 Euro. Zwar habe sich auf dem Kunstobjekt schon der Staub der Jahrzehnte angesammelt. Aber: Reinigen sollte man es nicht, riet Schulte-Goltz. Die Patina unterstreiche schließlich den Charme. „Ich würde es einfach in eine Plexi-Box stecken und so präsentieren“, rät der Kunst-Experte.

Walter „Waldi“ Lehnertz zeigte sich im Händlerraum direkt begeistert, startete mit seinem 80-Euro-Gebot die Verhandlungen. Doch auch die anderen Händler wollen mitmachen, überbieten sich immer wieder mit ihren Geboten. Bei 720 Euro fällt das letzte Gebot von Lehnertz.

„Ich würde gern darüber gehen“, sagt Kollege Wolfgang Pauritzsch. „Aber ich möchte auch gern das Gesicht von Waldis Frau sehen, wenn er sagt, er hat einen Hammer für 720 Euro gekauft.“ Zuschlag für Waldi!

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Das Video zeigt den schrägen Verkauf bei Bares für Rares.

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Und was passierte nach der Show mit dem Schrägen Objekt? Lehnertz brachte den Hammer zu einem Experten, der ihn vernünftig rahmen sollte. Die Unterschrift sei schließlich nur noch ganz schwach zu sehen. „Das muss luftdicht abgeschlossen werden – sonst kann ich den Hammer in die Werkzeugkiste schmeißen. Wenn die Unterschrift nicht mehr lesbar ist, ist das nichts mehr wert.“

Kosten und Verkaufspreis: Das ist Waldis „Bares für Rares“-Rechnung

Rahmen-Macherin Rita Reimann baut einen tiefen Rahmen aus Holz, farbig passend zum Kopf des Hammers. Um die Unterschrift zu schützen, verwendet sie Museumsglas zum abdichten. Mit einer Druckluft werden Objekt und Rahmen entstaubt, dann kommt der Hammer luftdicht und staubsicher unter Glas.

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Konserviert für die Ewigkeit! Walter „Waldi“ Lehnertz ist vom Ergebnis überzeugt. „Wenn ich das Ding nicht verkauft kriege, dann weiß ich nicht“, sagt er.  Die Schluss-Rechnung: 720 Euro zahlte er für den Hammer, 410 Euro für den Rahmen. „Und ich denke, unter 2000 geht der nicht raus.“