Diese Terrine sollte bei „Bares für Rares“ unter den Hammer kommen. Links: Kunst-Experte Albert Maier, Moderator Horst Lichter und Marion und Doreen Wiesenhöfer. Fotos: ZDF

Oftmals passiert es, dass die Kandidaten bei „Bares für Rares“ glauben, Trödel im Gepäck zu haben, doch dann entpuppt sich der harmlose Dachbodenfund plötzlich als besonderer Schatz – und lässt die Händler ihre Geldbörsen öffnen. Doch manchmal gibt es auch negative Überraschungen! Eine davon erlebten jetzt Marion und Doreen Wiesenhöfer. Die beiden Frauen brachten eine antike Terrine mit ins Studio, die Expertise sprengte alle Vermutungen. Doch dann der herbe Schlag im Händlerraum…

Das besondere Stück landet bei der „Bares für Rares“-Expertise

Das Stück habe lange Zeit im Wohnzimmer auf dem Kamin gestanden, erklärt Marion Wiesenhöfer den gigantischen Porzellan-Topf. „Die Terrine stammt ursprünglich von meinem Opa, der sie nach dem Krieg für einen Sack Mehl erstanden hat. Wir Kinder haben leider erst sehr spät entdeckt, dass da Süßigkeiten von meinen Eltern drin waren, an die wir nie ran durften.“

Die Terrine, die bei „Bares für Rares“ verkauft werden sollte, kommt aus der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin. Foto: ZDF

Nun landet der große Terrinen-Topf bei „Bares für Rares“ – und Kunst-Händler Albert Maier schaut sich das Exponat ganz genau an. Und der hat sofort gute Nachrichten: Der Topf sei aus Porzellan einer berühmten Manufaktur, stamme nämlich aus der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM). „Diese Produktion dieser Terrine ist im Jahre 1914 bis 1918 entstanden, im ersten Weltkrieg“, erklärt er. Gestaltet wurde sie von einem berühmten deutschen Jugendstil-Künstler, Theodor Schmuz-Baudiß.

„Bares für Rares“-Experte: Leider ist die Terrine an zwei Stellen beschädigt

Sind Beschädigungen da? Das will Moderator Horst Lichter wissen. Ja: Leider haben die beiden mit Goldfarbe verzierten Adler etwas abbekommen. Trotzdem die Frage nach dem Wert – und die Antwort von Kandidatin Marion schockiert. „Meine Eltern haben gesagt: Sie würden die Terrine für 8000 Euro verkaufen.“ Da staunt Horst Lichter! „Gar nicht so wenig Geld“, stellt er fest.

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Doch Albert Maier muss nicht auf die Bremse treten, wie mancher Zuschauer vielleicht erwarten würde. „Der Künstler ist schon sehr bekannt. Meine Schätzung liegt trotz der kleinen Beschädigungen bei 6000 bis 8000 Euro.“ Sofort gibt’s die Händlerkarte – aber was sagen sie, die Händler? „Das ist schon was Besonderes“, stellt Wolfgang Pauritsch fest. Schnell geht es höher und höher, nach Sekunden fällt die 2000-Euro-Marke. Auch Elke Velten-Tönnies bietet mit, bringt es auf 3000 Euro.

Die beiden Kandidatinnen im Händlerraum bei „Bares für Rares“ - in der Mitte die besondere Terrine. Foto: ZDF

„Sind das denn schon Gebote, wo Sie einverstanden wären“, fragt Pauritsch. Nein, sagen die beiden. „Was haben Sie sich denn vorgestellt?“

„Bares für Rares“-Kandidatin macht den Händlern eine klare Ansage

Marion macht eine klare Ansage: „Wir sind einverstanden, wenn Sie 8000 Euro zahlen.“ Was für eine irre Ansage!  Damit ist Pauritsch aber sehr unglücklich: Das sei ein Liebhaberpreis, kein Händlerpreis. Er legt noch 1000 Euro drauf, bietet 4000. Nein, die Kandidatinnen lehnen ab – und gehen, nehmen die Terrine wieder mit.

„Schade, kein Geschäft“, sagt Pauritsch. Doch das Stück sei lange in Familienbesitz, erklärt Marion Wiesenhöfer, deshalb seien die 8000 Euro gut gewählt. Die Eltern hängen eben dran. „Und sie hat auf dem Kaminsims ja auch einen guten Platz“, ergänzt Tochter Doreen.