Bei „Bares für Rares“ war diese Brosche mit einer ganz besonderen Symbolik das Lieblingsstück von Wendela Horz. ZDF

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und es heißt Abschied nehmen. Nicht nur von 2021! Bei „Bares für Rares“ heißt es auch Adieu für Expertin Wendela Horz. Die stand ein letztes Mal vor der Kamera und gewährt deshalb einen kleinen Blick hinter die Kulissen. Und sie verrät auch, wie sie sich auf die Sendungen vorbereitet und warum es ihr manchmal schwerfällt, sich auf die Objekte, die sie bewerten muss, zu konzentrieren!

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Hätten Sie geahnt, wie viel Arbeit hinter der knapp einstündigen ZDF-Trödelshow in Wahrheit steckt? „Bares für Rares“-Fachfrau Wendela Horz öffnet zum Abschied ihr Heiligstes und ihre Seele. Wie bereitet sie sich auf die teils außergewöhnlichen Objekte vor, die sie in der Sendung begutachten muss? Wie ist es für sie, etwas zu bewerten, für das sie selber absolut schwärmt?

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In diesem hübschen Buch notiert sich „Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz alles, was sie über die Objekte in der Sendung erzählen will. ZDF

Die Goldschmiedin hat ein Buch dabei. „Da schreibe ich mir immer die Fakten rein, damit ich auch nichts vergesse später“, erklärt sie. Kleine Zeichnungen ergänzen die Aufzeichnungen.

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„Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz plaudert über ihr Lieblingsstück

An einer Stelle bleibt die Expertin hängen. „Das hier war eines meiner Lieblingsstücke“, gibt sie zu und zeigt auf die Zeichnung einer Brosche. „Ein kleiner Putto, der in einem Kahn von einem Schwan gezogen wird, in ganz vielen verschiedenen Materialien und vor allem mit ganz, ganz viel Liebe gearbeitet“, erinnert sich die Fachfrau.

Erinnern Sie sich auch? Kleiner Rückblick: Es ist ein Stück aus dem Oktober, das mehr Überraschungen ans Tageslicht brachte, als manch einem lieb war. „Was Sie mitgebracht haben, ist ganz wunderbar. Ich hatte schon viel Spaß beim Angucken und Prüfen“, schwärmte Wendela Horz schon damals.

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„Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz erzählte die Geschichte zur Brosche und zum Schwan, der nicht immer ehrlich ist. ZDF

„Es ist ein kleiner Schwanenritter. Eine silberne Barke ist an den Seiten mit Diamant-Rosen ausgefasst. Sie wird vorn gezogen von einem Schwan in 750er Gelbgold mit einem kleinen Rubin-Auge. Die Zügel hält eine kleine Amorette aus 585er Rotgold und das Heck der Barke wird von einem sehr schönen Saphir geziert“, erklärt die Fachfrau erst mal, was die Brosche darstellt. Sie erzähle eine eigene kleine Geschichte, sagte Wendela Horz in der Sendung.

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DAMIT schockte die „Bares für Rares“-Expertin Horst Lichter

„Es wurde sicherlich als Liebesgeschenk entworfen. Die Amorette hält an den Zügeln den Schwan, der Schwan ist ein Attribut der Venus und ein Symbol der Treue. Man hat lange geglaubt, Schwäne bleiben sich ein Leben lang treu. Dem ist nicht ganz so: Sie kehren immer wieder zu ihrem Partner zurück, aber es gibt auch Seitensprünge“, erklärte die Expertin in der Expertise.

„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter war geschockt. „Ich dachte immer, gerade die wären so geradeaus“, sagte er und seine Kollegin beschloss, diese Entzauberung nicht weiter fortzuführen. Schließlich ging es ja auch nicht um Schwäne im Allgemeinen, sondern um die hübsche Brosche, die in den 1880er-Jahren entstanden ist.

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„Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz fertigt zu jedem Stück eine kleine Zeichnung an. ZDF

„Diese kleine Brosche fand ich so süß, weil ich zu dem Thema einfach einen persönlichen Bezug habe. Ich liebe die Oper und ich liebe vor allem Lohengrin. Und dieser kleiner Putto ist quasi sowas wie mein persönlicher Mini-Lohengrin gewesen“, erinnert sich Wendela Horz nun zurück.

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„Mir ging die ganze tolle Musik die ganze Zeit im Kopf rum und manchmal fällt es mir dann auch richtig schwer, mich auf die Fakten zu konzentrieren. Und das ist ja eigentlich mein Job“, gesteht die „Bares für Rares“-Expertin.

Sie erklärte in der Sendung noch, dass der Materialwert bei rund 250 Euro liegt. „Aber so etwas wird nicht nur als Schmuckstück gekauft, sondern eher von Sammlern für die Vitrine. Mein Schätzpreis liegt dann doch deutlich höher als der Materialpreis – nämlich bei 1000 bis 1200 Euro“, meinte sie und überstieg den Wunschpreis der Verkäuferin, der bei 500 Euro lag, deutlich.

Abschied der „Bares für Rares“-Fachfrau

„Wie ich dann herausgefunden hab, fanden die Händler das auch supertoll und haben sich da richtig drum gestritten. Das hat mich sehr gefreut, dass dem Goldschmied so im Nachhinein dann auch noch mal Respekt gezollt wurde“, ist Wendela Horz nun begeistert. Nach einem langen Bietergefecht war Thorsden Schlößner für satte 2500 Euro der stolze Käufer. Fünffacher Wunschpreis, mehr als das Doppelte der Expertise.

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„Ich habe nie damit gerechnet. Das hat bei weitem alles übertroffen, was ich erwartet habe“, strahlte die Verkäuferin. So schnell kann es gehen, dass aus einem Staubfänger ein kleines Vermögen wird.

Kein Wunder, dass „Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz diese Brosche gar nicht mehr aus dem Kopf geht. „Jetzt mache ich aber erst mal ein paar Tage Pause. Ich freue mich total auf die Weihnachtstage und ich wünsche euch allen auch eine wunderbare Weihnachtszeit“, sagt Wendela Horz, als sie ihr Buch wieder zuschlägt.

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„Bares für Rares“-Händler Thorsden Schlößner kaufte die Brosche für 2500 Euro. ZDF

„Ich freue mich aufs nächste Jahr und ich hätte gern wieder so nette Leute und so schöne Sachen hier am Tisch“, verrät sie, dass es nur ein Abschied für eine kleine Weile ist. Im nächsten Jahr steht Wendela Horz wieder als Fachfrau bei „Bares für Rares“ vor der Kamera.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.