Links: Die Kandidaten Eveline Anker und Norbert Pohlmann, Moderator Horst Lichter und Schmuck-Expertin Heide Rezepa-Zabel bei der Expertise im Studio von Bares für Rares. Rechts: Die Uhr birgt ein Geheimnis. Foto: ZDF

Oft ist es der vermeintliche Krempel, der in der Trödel-Show „Bares für Rares“ reichlich Geld bringt – doch leider funktioniert dieses Prinzip auch umgekehrt. Wertvolle Dinge, die sich als zwar als schön entpuppen, aber längst nicht so viel Geld bringen wie erhofft. So erging es jetzt einem Paar: Eveline Anker und Norbert Pohlmann kamen mit einer goldenen Uhr ins ZDF-Studio, darin verborgen ein kleines Geheimnis. Doch dann, als es um den Preis geht, kommt für die beiden die bittere Enttäuschung.

Dieses „Bares für Rares“-Stück birgt ein ganz besonderes Geheimnis

„Wir sind heute hier, um eine schöne goldene Uhr zu verkaufen, die ein besonderes Zifferblatt hat. Es ist einmalig auf der ganzen Welt, da gibt es kein zweites davon – denn es ist aus einem Meteoriten gefertigt“, sagt Pohlmann. Aus einem Meteoriten? Ja, sowas gibt’s! „Die Uhr ist von meinem verstorbenen Mann“, erklärt Anker. „Die lag jetzt 30 Jahre im Schrank und jetzt dachte ich, sie sollte mal wieder unter Menschen.“

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Heide Rezepa-Zabel schaut sich das Stück genau an – und erklärt, was es mit der Herrenarmbanduhr auf sich hat. Gefertigt sei sie von einer Schweizer Firma, die bekannt war für ihre hochwertigen Uhren und ihre besonderen Designs. „Hier haben wir einen Meteorit, das Zifferblatt ist aus Meteoritgestein. Und in dem beiliegenden Zertifikat sieht man auch, wo der Meteorit gefunden wurde, nämlich in Mexiko, Toluca.“ Es sei ein außerirdischen Stein, komme aus der Frühzeit des Sonnensystems. „Man hat vermutlich ein Stück des Meteoriten abgespant und als Zifferblatt aufgelegt.“

In einem Zertifikat sind Details zu dem Meteoriten vermerkt, aus dem die Uhr besteht. So ein Stück gab es bei Bares für Rares noch nie! Foto: ZDF

Sonst sei die Uhr vollelektronisch und mit einer Batterie, also kein besonderes Uhrwerk. Die Besonderheit sei hier tatsächlich das Design. „Diese Uhr ist in den 80er-Jahren rausgekommen, 1988 wurde sie gekauft, damals hat sie 10.800 Mark gekostet“, sagt Rezepa-Zabel. Und was wollen die Verkäufer dafür haben? Eveline Anker ist entschlossen. „Ich würde mich freuen, wenn es 3000 Euro werden, aber ob es das wird, werden wir sehen.“

Die „Bares für Rares“-Expertin muss beim Preis leider auf die Bremse treten

Rezepa-Zabel muss leider auf die Bremse treten. Der Materialpreis liege bei etwa 750 Euro. Der Zustand der Uhr sei bis auf ein paar Kratzer gut. Aber: „Das Interesse an solchen Uhren ist heute nicht mehr so groß wie in den 80er-Jahren. Der Marktpreis liegt hier leider nur bei 1200 bis 1400 Euro.“ Da atmen die Verkäufer tief durch. Horst Lichter: „Da tut weh. Das ist im Gegensatz zum Neupreis so, wie von der Sauna ins Eisbecken.“ Wollen sie trotzdem verkaufen? „Ja, wir probieren es“, sagt Anker.

auch auf der Rückseite des Uhren-Gehäuses sind laut Bares für Rares-Expertin Heide Rezepa-Zabel Details zum Meteoriten vermerkt. Foto: ZDF

Vielleicht gibt’s noch eine minimale Chance, dass die Händler zumindest etwas mehr bieten? Susanne Steiger startet mit 500 Euro, Elke Velten-Tönnies überbietet direkt mit 1000. Dann geht es weiter bis 1350 Euro. „Wir hatten uns das Ziel gesetzt, dass wir sie für 2500 hergeben würden“, sagt Pohlmann. Wie hoch die Expertise liegt, will Elke Velten-Tönnies wissen. „1200 bis 1400 Euro“, gibt der Verkäufer geknickt zu. Wolfgang Pauritsch bietet nun zumindest den Expertisen-Preis, 1400 Euro. „Geht da nochwas?“, fragt Anker. Einen Fünfziger legt er noch drauf, kauft für 1450 Euro.

1450 Euro sind 1450 Euro – trotzdem merkt man den beiden Verkäufern die Enttäuschung an. Zumindest seien es jetzt 50 Euro mehr geworden als die Expertise besagte. Und immerhin reicht es für einen Wunsch. „Ich wollte so gerne meine Schwester besuchen“, sagt Anker. „Die lange Reise in die USA wird bestimmt schön!“