Ingo Wasel im Händlerraum von „Bares für Rares“. Er preist sein Spielzeug-Motorrad an. Screenshot/ZDF

Es gibt Stücke bei „Bares für Rares“ für die hat Moderator Horst Lichter ein besonderes Auge - und Blechspielzeug und Motorräder gehört ohne Zweifel dazu. Entsprechend groß war die Begeisterung bei dem beliebten Bartträger, als er das Blechmotorrad sah, dass Kandidat Ingo Wasel (75) aus Mühlheim an der Ruhr mitgebracht hatte. Doch es sollte nicht nur der „Bares für Rares“-Moderator sein, dessen Augen so richtig leuchteten.

„Bares für Rares“: Kann das Blechmotorrad 400 Euro bringen?

Ingo Wasel hatte das Blechmotorrad vor rund 25 Jahren bei einer Spielzeugbörse gekauft. 700 DM hatte er damals bezahlt und ungefähr diesen Betrag hätte er gerne wieder. 400 Euro waren seine Wunschsumme. Ob das realistisch ist, sollte Experte Sven Deutschmanek einschätzen und der hatte neben reichlich Fakten über das Blechspielzeug auch jede Menge Lob im Köcher.

Bei dem Spielzeug, so erklärte es der „Bares für Rares“-Experte, handele es sich um den ein beliebtes Objekt. Die Mechanik lässt den Fahrer immer wieder von seinem Motorrad ab- und aufsteigen und dann weiterfahren. Es handele sich um das Modell Mac 700 der Firma Karl Arnold aus Nürnberg, die 1995 in die Insolvenz ging. Das Stück wurde in den frühen 50er-Jahren hergestellt, wie der Hinweis „Made in US-Zone“ zeigte.

Horst Lichter und Sven Deutschmanek begutachten bei „Bares für Rares“ das SPielzeigmotorrad von Ingo Wasel Screenshot/ZDF

„Bares für Rares“: Horst Lichter und Sven Deutschmanek begeistert

Besonders begeistert war „Bares für Rares“-Experte Sven Deutschmanek, dass dieses Blechspielzeug mit der Originalverpackung und dem Originalschlüssel kam. Ohnehin haute ihn der Zustand des Spielzeugmotorrads regelrecht um! Denn Tankdeckel, Rücklicht, und sogar das aufgemalte Reifenprofil waren noch vorhanden. Seine Expertise: 450 bis 550 Euro. Da musste der ebenfalls ehrfürchtig begeisterte Horst Lichter nicht lange überlegen: Das gab die Händlerkarte.

Im Händlerraum von „Bares für Rares“ bot sich dann ein ähnliches Bild. Vor allem Walter „Waldi“ Lehnertz, Fabian Kahl und Wolfgang Pauritsch war die Begeisterung anzusehen – und sie waren bereit, ordentlich Bares für Rares auf den Tisch zu legen. Kandidat Ingo Wasel musste eigentlich nichts tun. Wolfgang Pauritsch machte den Anfang und bot 350 Euro, als Waldi dann 380 Euro bot und Fabian Kahl nur Sekunden später die Wunschsumme von 400 Euro egalisierte, wurde klar, das Geschäft wird ein reiner Selbstläufer.

„Bares für Rares“: Bieterkampf im Händlerraum

Wolfgang Pauritsch überbot sich von 650 auf 700 Euro sogar selbst! Doch der Österreichische Auktionator, der bei „Bares für Rares“ gerne als Händlerraum-Moderator auftritt, sollte am Ende nicht den Zuschlag bekommen, denn seine Konkurrenz war gewillt weiter zu bieten – und das obwohl sie inzwischen wussten, dass Sven Deutschmanek das Stück nur auf 550 Euro geschätzt hatte. Offenbar hatten die Händler durchaus schon einen Käufer im Kopf – oder waren selbst Liebhaber.

Am Ende bekam tatsächlich Waldi den Zuschlag. 780 Euro legte er auf den Tisch und war richtig glücklich mit seinem Kauf. Schon bei der Begutachtung des Mac 700 hatte er gesagt: „Das ist schon das beste, was du kriegen kannst!“ Und er kriegte es.

Waldi zahlt die Rechnung. Der „Bares für Rares“-Händler hat das Rennen ums Motorrad gemacht. Screenshot/ZDF

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Für Ingo Wasel war der Besuch bei „Bares für Rares“ ein voller Erfolg. „Ich hab mich gefreut, dass die Händer erkannt haben, welch ein seltenes Motorrad sie da haben“, sagte er und war sich sicher. „Derjenige, der es gekauft hat, wird glücklich damit sein.“