„Bares für Rares“: Horst Lichter und Detlev Kümmel begutachten Wilfried Segers bestrahlte Münze. Screenshot/ZDF

Manche Stücke, die bei „Bares für Rares“ angeboten werden, sind so riesig, dass sie von Produktionshelfern ins TV-Studio gewuchtet werden müssen. Das Exponat, das Wilfried Seger (69) mitbrachte, passte aber bequem in seine Hosentasche: ein US-amerikanisches 10-Cent-Stück, das am Ende für eine unglaubliche Summe den Besitzer wechselte!

„Bares für Rares“: Der Kandidat besitzt die Münze seit 56 Jahren

„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter schien vor allem von der Geschichte hinter der unscheinbaren Münze angetan. Denn Wilfried Seger besaß diese schon seit 56 Jahre. Im Alter von 13 hatte er sie von seinem damaligen Brieffreund aus New York zugeschickt bekommen und wollte nun wissen, was sie wohl wert sein könnte.

Diese Frage beantwortete Experte Detlev Kümmel: Der erklärte erstmal, dass es sich um eine US-Amerikanische 10-Cent-Münze aus dem Jahr 1964 handelte, von der rund 930 Millionen Stück gefertigt wurden. Auf den ersten Blick also nicht wirklich eine Seltenheit. Das wurde die Münze erst, durch die Ney Yorker Messe von 1964, einer verkappten Weltausstellung. Denn dort wurde die Münze bestrahlt und somit (zumindest für eine kurze Zeit) radioaktiv aufgeladen. Ein blauer Plastikrahmen kennzeichnet die Münze als eines dieser Stücke.

„Bares für Rares“: Die Münze ist längst nicht mehr radioaktiv

Heute sei von der radioaktiven Strahlung längst nichts mehr übrig, beruhigte Detlev Kümmel Kandidat Wilfried Seger und Moderator Horst Lichter. Doch damals habe man einfach versucht, die zivile Nutzung der Atomkraft zu bewerben - eben auch mit solchen Aktionen. Und dann kam die gute Nachricht: Auf Nachfrage von Horst Lichter bestätigte „Bares für Rares“-Experte Detlev Kümmel: Ja, das ist eine Rarität!

Wilfried Seger zeigt seine Münze im Bares für Rares-Händlerraum vor. Screenshot/ZDF

Und wie viel Bares wollte Wilfried Seger nun für seine bestrahlte Münze mitnehmen? Dem 69-Jährigen schwebten rund 30 Euro vor, die Detlev Kümmel problemlos mitging. 30 bis 40 Euro sah er als realistisch an.

„Bares für Rares“-Händler überbieten sich gegenseitig

Doch im Händlerraum gab es dann die große Überraschung! Schon mit dem ersten Gebot von Daniel Meyer waren die 40 Euro erreicht - und da hatte der Bieterkampf bei „Bares für Rares“ gerade erst begonnen. Auch Esther Ollick und David Suppes hatten großes Interessen an der bestrahlten Münze und so landeten die Gebote bald im dreistelligen Bereich! Leztendlich bekam Vintage-Händlerin Esther Ollick den Zuschlag! 120 Euro legte sie hin – dreimal so viel wie die Expertise und viermal so hoch wie der Wunschpreis.

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Dass sie so hoch bot, lag wohl auch daran, dass sie mit der Münze keinen Gewinn machen, sondern sie selbst verschenken wollte an jemanden, für den die Münze „genau das richtige“ sei. Das hörte „Bares für Rares“-Kandidat Wilfried Seger gerne. „Wenn ich höre, dass kriegt jemand, der was damit anfangen kann“, sagte der 69-Jähirge glücklich und zog ein positives Fazit von seinem Besuch bei „Bares für Rares“. „Ich war schon überrascht“, sagt er über das Interesse der Händler. „Ich habe mich gefreut.“