Bei „Bares für Rares“ steht dieser Suchscheinwerfer aus der DDR zum Verkauf. ZDF

Bei „Bares für Rares“ geht es – klar – um Raritäten. Oft sind das wertvolle Schmuckstücke, Bronzefiguren oder alte Gefäße. Manchmal gibt es aber auch ganz außergewöhnliche Objekte zu bestaunen. So wie diesen 500-Kilo-Suchscheinwerfer aus der DDR. Doch weder ist der Koloss ein Schnäppchen noch kann man ihn mal eben im Privat-Pkw mit nach Hause nehmen. Doch ein Händler zahlt trotzdem einen Wahnsinns-Preis.

„Ich habe einen Scheinwerfer dabei, der war im Einsatz auf einem russischen Zerstörer. Der stand jetzt ein paar Jahre in meinem Büro. Und weil ich eine Sammlung verkleinern muss, möchte ich den heute verkaufen“, erklärt Noch-Besitzer Frank Fohler, der hobbymäßig alte militärische Scheinwerfer und Optiken sammelt und restauriert. Diesen habe er von einem Sammler aus Süddeutschland gekauft.

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Wie groß der Scheinwerfer ist, erkennt man, wenn ein Mensch dahinter kaum hervorgucken kann. ZDF

Der Schweinwerfer, so groß wie „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter und um einiges dicker, hat eine Leuchtkraft, die einem die Schuhe auszieht. Als Experte Detlev Kümmel ihn anmacht, erkennt man die nahen Gegenstände, die er anleuchtet, quasi nicht mehr. So überbeleuchtet sind sie plötzlich. „Das wäre mal was, wenn man komische Nachbarn hat“, grinst Horst Lichter.

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Wahnsinns-Expertise bei „Bares für Rares“

Knapp 500 Kilo wiegt der Scheinwerfer, steht bei „Bares für Rares“ auf einem Rollbrett.

„Wir haben ein Zeugnis aus der DDR. Der Scheinwerfer ist von einem volkseigenen Betrieb – von der SLF, der Schiffsarmaturen und Leuchtenbau in Finow. Es ist ein Scheinwerfer, der als Suchscheinwerfer eingesetzt worden ist. Man sagt ihm bis zu 12 Kilometer Reichweite nach“, erklärt „Bares für Rares“- Experte Detlev Kümmel.

„Bares für Rares“-Experte Detlev Kümmel ist beeindruckt von der Leuchtkraft des Scheinwerfers aus der DDR. ZDF

Das riesige Objekt soll auch auf einem Museums-Schiff in Gera stehen. Der militärische Einsatz für das mitgebrachte Stück sei nicht belegbar. „Der Scheinwerfer hat von Anfang an einen 220-Volt-Anschluss gehabt. Jetzt ist ein Halogen-Leuchtmittel drin“, erklärt der Fachmann. „Die originale Kurzbogenlampe habe ich auch noch mit“, grätscht der Kandidat mal kurz dazwischen. Dann müsse aber mit einem Vorschaltgerät gearbeitet werden.

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Der Scheinwerfer habe ein Aluminiumgehäuse, dass aussieht als wäre es alt. Ist es ja auch. Das gefällt Detlev Kümmel. Es scheint das originale Glas zu sein. Auf einer Plakette auf der Rückseite steht, dass er 1976 gebaut wurde.

Die Verhandlungen im „Bares für Rares“-Händlerraum laufen zäh. ZDF

Die Restaurierung habe 60 bis 70 Stunden zu zweit gebraucht, erklärt der Kandidat. „Ich möchte da schon zwischen 5500 Euro und 8000 Euro für bekommen“, sagt er. Doch der Schätzpreis des Experten fällt nüchterner aus: „Ich wäre bei 4000 bis 6000 Euro. Da würde ich mich nicht erschrecken.“ Auf 5000 Euro setzt Frank Fohler schließlich seine Schmerzgrenze hinunter und bekommt die Händlerkarte.

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„Bares für Rares“-Händler startet viel zu niedrig

Aber wer möchte mal eben einen 500-Kilo-Koloss mit nach Hause nehmen, der verdammt viel Geld kostet und den man dann erstmal – gewinnbringend – weiterverkaufen muss? „Also wenn du das an hast, geht im ganzen Häuserblock das Licht aus“, scherzt „Bares für Rares“-Händler Markus Wildhagen bei der ersten Inaugenscheinnahme.

Wolfgang Pauritsch eröffnet das Bietergefecht: „Ich weiß zwar überhaupt nicht, was ich damit mache, wenn ich es kriege. Aber ich finde es stark.“ Sein Gebot hingegen ist nicht all zu stark. Mit 500 Euro startet er. Markus Wildhagen legt 200 Euro drauf, dann duellieren sich die beiden in Hunderterschritten.

„Bares für Rares“-Händler Markus Wildhagen zahlt 4650 Euro für den DDR-Suchscheinwerfer. ZDF

„Sind wir schon in dem Bereich, in dem es passen könnte? Ich habe wenig Ahnung“, gibt Wolfgang Pauritsch zu. „Nein, da war die Expertise deutlich höher. Meine Schmerzgrenze liegt bei 5500 Euro“, erklärt Frank Fohler.

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„Ich wäre bereit, Ihnen 4000 Euro zu geben“, macht Markus Wildhagen einen Riesen-Schritt. Das schockt Wolfgang Pauritsch. Er geht nicht mehr drüber. Aber mehr Interessenten gibt es nicht. Doch für 4000 Euro will der Kandidat nicht verkaufen. Er muss verhandeln.

„Ich erhöhe auf 4500 Euro“, gibt sich Markus Wildhagen einen Ruck. Das reicht dem Verkäufer immer noch nicht. Es geht hin und her, bei 4650 Euro treffen sich die beiden am Ende. Der Deal ist perfekt. „Wenn dir jetzt kein Licht aufgeht, dann weiß ich auch nicht“, scherzt Kollegin Susanne Steiger.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.