Ein Konvolut aus Erinnerungen an die Olympischen Spiele wird bei „Bares für Rares“ verkauft. ZDF

Stellen Sie sich vor, Sie haben an den Olympischen Spielen teilgenommen – und keinen interessiert’s. Nicht einmal die eigenen Kinder wollen dieses Lebenswerk in Ehren halten. Und dann kommt plötzlich einer, der Sie doch dafür bewundert. So geschehen bei „Bares für Rares“. Bei der Trödelsendung im ZDF verkaufte ein Olympia-Teilnehmer aus der DDR jetzt all seine Erinnerungen – für diese astronomische Summe.

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„Mein Gott, so viel Zeug“, staunt „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter, als er den Raum betritt. Aber nicht irgendein Zeug! Die Dinge, die Günther Meinel, der mit Tochter Andrea gekommen ist, mitgebracht hat, sind garantiert selten.

Günther Meinel verkauft sein Lebenswerk bei „Bares für Rares“. ZDF

„Die spannendste Zeit in meinem Leben war die, in der ich Sport gemacht habe. Ich bin etwas vorbelastet. Mein Vater war 1936 Olympia-Teilnehmer als Skispringer. Ich war 1964 Olympia-Teilnehmer in der Nordischen Kombination. Ich hoffte damals, dass ich eine Medaille gewinnen kann. Aber leider – wie vielen anderen Sportlern auch – ist es mir nicht gelungen“, erzählt der Rentner.

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„Bares für Rares“-Kandidat erklärt abgetrennten Aufnäher

„Bares für Rares“-Experte Sven Deutschmanek ist begeistert von der Geschichte. „Das ist ein Olympia-Konvolut. Schön, dass Sie auch hier sind“, sagt er, als er seine Expertise beginnt. Mit dabei ist ein Mantel, dessen Aufnäher abgetrennt ist. „Das erste, was ich nach dem Empfang in der Heimat machen musste, war es, das Nationalitätszeichen abzutrennen“, erklärt Günther Meinel, der aus der DDR stammte.

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Ein Ausweis identifiziert „Bares für Rares“-Kandidat Günther Meinel als Teilnehmer an den Olympischen Spielen. ZDF

„Das ist das Besondere. 1964 ist man noch als Gesamtdeutsches Olympia-Team angetreten und es gab große Diskussionen, weil es ab 1959 eine andere Symbolik gab“, erklärt Sven Deutschmanek. Das Konvolut ist typisch für das, was Olympia-Teilnehmer damals bekommen haben. „Es gibt einen Ausweis – hier sieht man Günther in jugendlicher Frische“, grinst der Experte.

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Es gibt ein Ringheft mit allen deutschen Teilnehmern. Es gibt eine Teilnehmer-Medaille, die in einer Auflage von ungefähr 5000 Stück geprägt wurde. Es gibt zusätzliche Aufnäher, eine Startnummer, ein Koffer-Anhänger, eine Anstecknadel und eine Tafel mit Unterschriften. Darunter auch ganz berühmte Namen. Alle Olympia-Teilnehmer des deutschen Teams.

„Ich verstehe das nicht. Warum gibst du das weg?“, will „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter wissen. „Ich bin 83 Jahre. Ich habe meine Tochter gefragt, ob sie es behalten will. Sie weiß aber nicht, was sie damit anfangen soll. Ich hoffe, dass es in irgendwelche guten Hände kommt. Ich schaue diese Sendung seit Jahren mit meiner Frau beim Kaffeetrinken …“, erzählt Günther Meinel.

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Diese Brosche gab es für Olympiateilnehmer wie „Bares für Rares“-Kandidat Günther Meinel. ZDF

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„Na, dann grüße ich Sie doch mal ganz lieb. Ich komme mal vorbei auf ein Stück Kuchen“, winkt Horst Lichter in die Kamera. Dass das Olympia-Konvolut in gute Hände kommt, da ist er sich sicher. Bleibt die Frage nach dem Wunschpreis. „150 bis 200 Euro? Ich weiß es nicht“, sagt Günther Meinel.

Und was weiß der „Bares für Rares“-Experte? „Ich finde es super, 200 Euro ist zu wenig. Ich würde bei 500 bis 600 Euro anfangen – nach oben offen. Es wird schwierig sein, ein so komplettes Konvolut zu finden, weil die Teilnehmer waren damals ja auch begrenzt.“

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Entzückung im „Bares für Rares“-Händlerraum

Im Händlerraum lösen die Erinnerungen jedenfalls schon auf den ersten Blick wilde Diskussionen aus. „Ich wäre da nur Strafrunden gelaufen“, meint Walter „Waldi“ Lehnertz. Er könne nämlich nicht schießen. „Vielleicht könnte es auch konditionell ein Problem bei dir werden“, wirft Kollegen Lisa Nüdler ein. „Ich will ja gar nicht ans Ziel kommen, ich würde auf der Piste die Glühweinbuden abfahren.“

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Auch eine Teilnehmer-Medaille gehört zum Konvolut, das bei „Bares für Rares“ verkauft wird. ZDF

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Dann wäre das ja schon mal geklärt. Die Lebensleistung des Kandidaten beeindruckt die „Bares für Rares“-Händler dann aber schon. „Großer Respekt“, sagt Markus Wildhagen zur Begrüßung. Günther Meinel erklärt, warum er trotz Medaillen-Chancen bei den Olympischen Spielen nur Ersatzmann war. Ein Ski war ihm im Ausscheidungs-Wettkampf gebrochen. Was für ein Drama.

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Kein Drama hingegen sind die Verhandlungen. „Ich würde es an eurer Stelle nicht verkaufen. Aber ich habe einen Sammler, der so was sucht. Ich biete 480 Euro“, meint Walter „Waldi“ Lehnertz. Auch Markus Wildhagen und Julian Schmitz-Avilla bieten mit.

„Ich weiß gar nicht, ob ich es verkaufen würde“, meint Markus Wildhagen. „Entschuldigung, ich sehe sehr schlecht. Sie sind der Stimme nach der Markus?“, erkundigt sich der 83-jährige Kandidat. Der bestätigt mit einem Lächeln. Günther Meinel betont noch einmal, wie gern er die Sendung seit Jahren guckt.

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Geschenkversprechen für „Bares für Rares“-Händler

Walter „Waldi“ Lehnertz und Markus Wildhagen liefern sich ein wildes Bietergefecht, beide wollen das Konvolut unbedingt haben. Für 1550 Euro verkauft der Olympionike seine Erinnerungen schließlich an Markus Wildhagen. „Und wenn ich meine Tochter mal wieder in Düsseldorf besuchen komme, bringe ich Ihnen ein Extra-Geschenk mit“, meint Günther Meinel zum Käufer.

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„Sie waren ein Geschenk für uns. Wir freuen uns riesig“, verabschiedet sich Lisa Nüdling. So rührende Geschichten gibt es auch bei „Bares für Rares“ eher selten.

„Bares für Rares“-Händler Markus Wildhagen kauft die Olympia-Erinnerungen für 1550 Euro. ZDF

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.