Dieses Schmuck-Konvolut steht bei „Bares für Rares“ zum Verkauf. ZDF

Wenn Schätzchen seit Ewigkeiten regelrecht weggesperrt sind, im Safe ihr trostloses Dasein fristen, kann man ihnen auch eine zweite Chance geben. Deshalb tragen Julia Körnert und ihre Oma Christa Adrian gleich ein ganzes Konvolut an Schmuck zu „Bares für Rares“. Ihr Wunsch: Von dem Erlös gemeinsam eine schöne Reise machen! Doch als sie den Preis hören, dämmert den beiden: Das wird ein langer, teurer Urlaub. Denn dieser Batzen Gold ist wirklich unfassbar wertvoll.

„Mein Vater hat den Schmuck Anfang der 70er Jahre als Geldanlage gekauft. Meine Mutter hat ihn ganz selten getragen. Und ich habe ihn vielleicht dreimal angehabt. Zuletzt zu meiner Goldenen Hochzeit – und das ist schon sieben Jahre her“, erklärt Christa Adrian. Jetzt dürfen Kette, Collier und Armband weiterziehen und hoffentlich bald wieder eine hübsche Frau noch mehr zum Strahlen bringen.

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„Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz hat gute Nachrichten, was den Wert des Schmucks angeht. ZDF

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Doch vorher geht es bei der Expertise um die Wertfindung. Was ist das Schmuck-Konvolut wirklich wert? „Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz bringt Licht ins Dunkel. „Der Ring und das Collier sind beide von Hand gearbeitet. Beides ist aus 750er Gold und trägt die Punze eines Herstellers auf der Rückseite. Es gibt Opale und einen reichhaltigen Diamantbesatz“, erklärt die Fachfrau.

Tolle Expertise bei „Bares für Rares“

Ring und Kette seien von hervorragender Qualität. Das Armband hingegen sei keine Handarbeit. „Das Band könnte aus Italien …“, sagt Wendela Horz. Da fällt ihr die Verkäuferin ins Wort. „Nein, nein! Das ist alles beim gleichen Hersteller gekauft.“ Mag sein, dennoch habe der Goldschmied das Band, also das Geflecht gekauft. Dann hat er Opale und Diamanten draufgesetzt. „Das Ganze wirkt ein bisschen wie ein Band, das zusammengerafft wurde wie eine Schleife.“

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Die wertvollen Opale im Schmuck bei „Bares für Rares“ haben eine besondere Geschichte.  ZDF

Opalschmuck, das weiß die „Bares für Rares“-Expertin, hat eine ganz lange Geschichte. Der Opal galt lange Zeit als einer der wertvollsten Steine überhaupt. Im Jahre 1829 erschien dann ein Buch, in dem eine Dame einen Opal in der Haarspange trug. Bei der Taufe ihrer Tochter ist ein Spritzer Weihwasser auf den Opal gespritzt, der dann seine Farbe verlor. Die Dame zerfiel daraufhin am nächsten Morgen zu Asche. Nach diesem Bestseller fiel der Preis für Opale um bis zu 70 Prozent. Wegen dieser Geschichte – von einem Tag auf den anderen.

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Nun leben Verkäufer und die potenziellen Käufer aber im Hier und Jetzt. Was ist der Schmuck mit den besonderen Steinen denn heute wert? Und wie ist der Zustand? „Die Opale haben ein paar kleine Kratzer. Der Opal ist einfach ein empfindlicher Stein. Es sind ca. 3,5 Karat Diamanten mit einem hohen Reinheitsgrad“, erklärt Wendela Horz.

„Bares für Rares“-Händler Fabian Kahl nimmt den Schmuck unter die Lupe ZDF

„Unter 5000 Euro würden wir es nicht hergeben“, sagt Christa Adrian selbstbewusst. Das ist mal eine krasse Ansage. „Der Goldankaufswert liegt bei ca. 3200 Euro. Da kommen die Steinchen und die Verarbeitung dazu. Mein Schätzpreis liegt bei 5500 bis 6000 Euro“, kann die Fachfrau den Wert aber sogar noch erhöhen.

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„Bares für Rares“-Händlerin mit dreistem Angebot

Entscheiden über glücklichen Deal tun aber die „Bares für Rares“-Händler. Sind die bereit, soviel Geld aus der Tasche zu nehmen für den Schmuck mit trauriger Geschichte? Susanne Steiger erfragt zunächst den Materialpreis des Goldes. „Ich finde das Armband sehr gut verkäuflich. Auch der Ring ist einzeln super verkäuflich. Aber das Collier müsste ich wohl umarbeiten, das ist zu massiv. Aber da macht man dann einfach was Schönes draus“, sagt sie und startet mit 3000 Euro.

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„Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger schockt mit ihrem ersten Gebot für den Schmuck. ZDF

Ein Startpreis deutlich unter dem Materialwert – eigentlich ein No-Go. Wenn das mal kein schlechtes Zeichen ist. Da bleibt der Verkäuferin der Mund offen stehen. „Für alles?“, fragt sie entsetzt. Daniel Meyer bietet 3200 Euro an. „Damit Sie nicht weglaufen“, meint er. Auch Fabian Kahl hat Interesse. Bei 4100 Euro mischt sich auch Christian Vechtel ein: „Sie sind unberührt von den Geboten?“, hakt er nach. „Die Expertise hat ja auch mehr vorgegeben“, meint die Enkelin. Das können sich die Händler schon denken, trotzdem wollen sie ja auch noch daran verdienen.

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Es ist ein zähes Ringen. „Also bei 5000 Euro würde ich ja sagen“, schlägt die Verkäuferin schließlich einen Kompromiss vor. Susanne Steiger steigt bei 4800 Euro aus. Daniel Meyer aber macht die 5000 Euro voll. Damit steht der Deal, der Schmuck geht an den „Bares für Rares“-Händler und für die Verkäufer geht es ab in den Urlaub.

Für 5000 Euro geht der Schmuck an „Bares für Rares“-Händler Daniel Meyer. ZDF

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.