Bei „Bares für Rares“ steht dieser Kreuzanhänger zum Verkauf. ZDF

Es lohnt sich immer, Dinge zweimal anzuschauen, bevor man sie vielleicht entsorgt. Hat das Objekt nicht vielleicht doch einen verborgenen Wert? Gibt es nicht vielleicht jemanden, der dafür viel Geld ausgibt? Die Händler bei „Bares für Rares“ zum Beispiel. Das dachte sich auch eine 57-Jährige. Die fand ganz zufällig beim Knöpfe-Suchen einen Kettenanhänger, brachte ihn in die ZDF-Trödelshow und hatte Tränen in den Augen, als die Händler ihr ihre Gebote entgegenschmetterten.

„Im Internet habe ich nicht sehr viele vergleichbare Objekte gefunden. Ich hoffe sehr, dass er echt ist, dass er wertvoll ist und dass ich ihn gut verkaufen kann“, erklärt Sabine Ruhland, die das Kreuz von ihrer Oma bekommen hat.

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„Bares für Rares“-Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel erklärt die Besonderheiten des Kreuzanhängers. ZDF

„Bares für Rares“-Schmuckfachfrau Dr. Heide Rezepa-Zabel nimmt den Anhänger genauestens unter die Lupe. Es handle sich um ein lateinisches Langkreuz mit sogenannten Kleeblatt-Enden. Die Enden sind betont durch Diamanten im Altschliff. In der Mitte gibt es noch einen Diamanten – der wiegt ein halbes Karat.

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„Bares für Rares“-Expertin hat gute Nachrichten

„Man kann ganz gut sehen, dass dem größeren, mittleren Stein die Brillanz fehlt. Er funkelt gar nicht so schön. Das liegt aber daran, dass er recht flach geschliffen ist. So werden die Lichtstrahlen nach unten abgeleitet und nicht wieder zurückgeworfen. Die Reinheit ist aber in Ordnung und er hat eine stattliche Größe“, urteilt Dr. Heide Rezepa-Zabel.

Die „Bares für Rares“-Kandidatin kann ihr Glück kaum fassen – die Händler überbieten sich gegenseitig. ZDF

Gearbeitet ist das Schmuckkreuz im Stil der weißen Mode, die zum Ende des 19. Jahrhunderts begann und bis in die 1940er Jahre anhielt. Man hat damals darauf geachtet, dass der Schmuck handwerklich besonders fein gearbeitet wurde. „Das bedeutet, der Schmuck wurde getrieben, es wurden Glanzkanten gezogen, es wurden Ränder so gearbeitet, das feinste kleine Körnchen zu sehen waren – also viele Glitzerpunkte“, erklärt die „Bares für Rares“-Fachfrau. Viele Reflektionen über diese Punkte gibt es auch an dem Schmuckkreuz der Kandidatin. Dazu kommen viele weitere Achtkantdiamanten, die sich zwischen den Punkten fast verstecken.

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Das Kreuz an sich ist aus 14-karätigem Gelbgold. Nach oben hin ist es mit Platin verlötet. Allerdings ist es gegossen worden. „Das ist dann schon ein Unterschied zur Kernzeit der weißen Mode. Insofern nehme ich an, dass es aus den 20er oder 30er Jahren stammt“, meint die Expertin.

„Bares für Rares“-Händler Markus Wildhagen gibt das Höchstgebot für den Kreuzanhänger ab. ZDF

Der Zustand ist eigentlich ganz gut. Allerdings fehlen drei kleine Steine. Auch wenn man das kaum sieht, ist es natürlich eine Wertminderung. „Ich bin ja schon froh, dass es echt ist. Meine Mutter hatte behauptet, es könnte ja auch nur Blech sein“, freut sich Sabine Ruhland trotzdem über die beeindruckende Expertise. „Wahnsinnig freuen würde ich mich über einen vierstelligen Betrag“, erklärt sie.

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Geht die „Bares für Rares“-Gutachterin da mit? „Der Goldwert liegt bei ca. 260 Euro. Ich bin aber bei Ihnen, der Gesamtwert liegt bei 1000 bis 1200 Euro.“ Wenn das mal keine gute Nachricht ist?!

Im Händlerraum sorgen die potenziellen Käufer dann noch einmal selbst dafür, das Kreuz im allerbesten Licht zu präsentieren. Der Filz, auf dem es liegt, wird noch einmal glatt gestrichen – dann können die Verhandlungen beginnen.

Bietergefecht unter den „Bares für Rares“-Händlern

„Ich bin beeindruckt, ein wirklich imposantes Kreuz“, frohlockt Susanne Steiger. „Das ist wirklich ein außergewöhnlich schönes Stück“, findet auch Markus Wildhagen. „Es wurde aber gern getragen, die kleinen Steine sind sehr verdreckt in der Fassung, da kann man noch richtig was rausholen“, meint Wolfgang Pauritsch.

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„Ich habe es in einem Nähkästchen entdeckt – von meiner Oma. Ich wollte schöne Knöpfe für meine Freundin raussuchen und habe dabei das Kreuz gefunden“, gibt die Kandidatin daraufhin zu.

Für 1550 Euro geht der Kreuzanhänger bei „Bares für Rares“ über den Verkaufstisch. ZDF

Wolfgang Pauritsch startet mit 500 Euro ins Bietergefecht, Elke Velten erhöht direkt auf 700 Euro. Auch Markus Wildhagen ist dabei. Als der sich mit 1500 Euro schon als sicherer Sieger fühlt, gibt auch Susanne Steiger endlich ein Gebot ab: 1520 Euro. Eigentlich – müsste man meinen – ist das Kreuz genau ihr Metier. Doch Markus Wildhagen will sich wegen 20 Euro nicht geschlagen geben, bietet 1550 Euro an – und bekommt den Zuschlag.

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Da hat die Kandidatin Tränen in den Augen. Wahnsinn! Was für ein toller Preis für einen Anhänger, der viel zu lange in einem Nähkästchen verschollen war und von dem sie anfangs dachte, er sei aus Blech.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.