Die Verhandlungen von Helena Schall bei „Bares für Rares“ laufen von Beginn an nicht rund. ZDF

Kunst gegen Kohle: Das ist das Prinzip der ZDF-Show „Bares für Rares“! Mit einem alten Gemälde macht sich also Helena Schall (33) aus Hamburg auf den Weg in die Sendung. Ihr Wunsch: Den ehemaligen Kaufpreis um einen Wahnsinns-Wert vervielfachen. Und tatsächlich: Der Wert des Bildes, dass sie mitbringt, ist laut Experten rund 140 Mal so hoch wie die 50 D-Mark, die es mal gekostet hat. Wahnsinn! Aber lesen Sie mal, was dann passiert ...

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„Meine Mutter hat das Gemälde vor 20 Jahren unserer Nachbarin für 50 D-Mark abgekauft. Die Mutter unserer Nachbarin war mit der Anneliese befreundet. Deren Familie stammt ja auch aus Hamburg und sie selber war auch im Gefängnis“, beginnt die 33-Jährige zu erzählen. Doch da kommt nicht mal „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter mit. Was hat es mit dem Gemälde auf sich? Wer ist diese Anneliese, die scheinbar auf dem Bild zu sehen ist?

„Bares für Rares“-Experte Albert Maier gibt einen unfassbaren Schätzwert für das Gemälde an. ZDF

Experte Albert Maier hilft weiter. „Der Vater war Albert Thörl. Er war Unternehmer und ein bedeutender Hamburger Bürger. Seine Tochter Anneliese ist hier dargestellt. Beide kamen nach Kiel ins KZ. Aber nach einer Woche wurde sie wieder freigelassen“, erklärt der Kunstkenner.

„Bares für Rares“-Experte überrascht mit einem Mega-Preis

Gemalt wurde das Portrait von Professor Albert Aereboe und datiert ist es auf das Jahr 1943. Es handle sich um einen sehr bedeutenden deutschen Maler aus der neuen Sachlichkeit, erklärt Albert Maier. „Ich denke, dass dieses Gemälde eine Auftragsmalerei war und dass diese Dame ihm Portrait gesessen hat.“

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Das Gemälde gehöre professionell gereinigt. „Der Rahmen ist sehr, sehr schön und passt hervorragend dazu. Er dürfte original aus der Zeit sein. Und schon der war sehr teuer.“

Der Wunschpreis der Kandidatin liegt entsprechend hoch. Für ihr 50 D-Mark Bild hätte sie gern 2000 Euro. Ist das wirklich realistisch? „Der Maler ist sehr gut. Ich würde sogar einen anderen Preis sagen. 3000 bis 3500 Euro. Denn das Bild ist wirklich gut“, sagt der „Bares für Rares“-Experte. Wow! Was für eine Wertsteigerung – Wahnsinn!

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Im „Bares für Rares“-Händlerraum sorgt das Gemälde für mehr Fragezeichen als Begeisterung. ZDF

Jetzt müssen die „Bares für Rares“-Händler nur ebenfalls so begeistert sein. Ein Bietergefecht wäre der Optimalfall für Verkäuferin Helena Schall. Als Christian Vechtel allerdings das Verkaufs-Objekt enthüllt, herrscht zunächst einmal Schweigen. David Suppes zückt sein Tablett, um den Künstler zu googeln.

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„Was hat denn Albert zum Zustand des Bildes gesagt?“, will er wissen, als die Kandidatin die Geschichte des Gemäldes erzählt. „In Ordnung, aber muss gereinigt werden“, bleibt sie ehrlich. Als David Suppes dann 500 Euro als Startgebot auf den Tisch legt, findet Kollege Jan Cizek das „schon stark“.

Walter „Waldi“ Lehnertz ist bereit 600 Euro zu geben: „Das Bild ist nicht mein Geschmack. Aber die Story ist gut.“ Findet auch Christian Vechtel und bietet 700 Euro an. „Also du hast auf jeden Fall schon mal Geld verdient“, meint Walter „Waldi“ Lehnertz. „Aber nicht genug“, erwidert die Kandidatin forsch.

„Bares für Rares“-Händler bleibt hart

Die Verhandlungen kommen ein wenig in Fahrt, alle bieten mit. 1600 Euro bietet Christian Vechtel. „Geht da noch was?“, fragt die Hamburgerin in die Runde. „Ich finde das geht schon in die richtige Richtung“, antwortet David Suppes. „Mein Wunschpreis lag aber bei 2000 Euro und der Experte hat sogar noch höher gepokert“, packt Helena Schall aus.

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„Das mag ja sein, aber man muss dann auch erstmal einen Käufer finden, der das auch kaufen will. Reinigen kostet auch noch mal 200 Euro“, bleibt Walter „Waldi“ Lehnertz hart. Ob sie das Bild für 1600 Euro verkaufen würde? „Nein, für 1800 Euro“, sagt sie selbstbewusst. „Da mach ich nicht mit“, schüttelt Christian Vechtel den Kopf. Hat sich die Kandidatin nun endgültig verzockt?

„Bares für Rares“-Händler David Suppes kauft das Gemälde deutlich unter dem Schätzwert. ZDF

„Es geht um 1800 Euro?“, fragt David Suppes noch mal nach. Geht es! „Das ist aber ein Risiko. Aber ich mach’s“, schlägt er ein und bekommt das Bild, das laut Expertise doppelt so viel wert ist, für 1800 Euro.

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Während sich die Händler noch über die Verhandlungskunst freuen, die junge Frau für ihre Hartnäckigkeit loben, ihr sagen, dass sie sich gut geschlagen hat, verplant die 33-Jährige schon die Kohle. „Mutti bekommt natürlich was ab und den Rest werde ich sparen und, wenn es wieder geht, in einen Urlaub stecken.“

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.