Dieses Tretauto nach einem Modell der Volkspolizei der DDR kam bei „Bares für Rares“ unter den Hammer. Fotos: ZDF

In der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ kommen bestimmte Dinge häufiger unter den Hammer als andere. Zu den beliebtesten Kategorien gehören natürlich Schmuck und Kunstwerke, aber auch: Spielzeug! Immer wieder bringen Kandidaten besondere Exponate aus längst vergessenen Zeiten zu den Experten, so auch beim großen Sommer-Special, das jetzt ausgestrahlt wurde. Ein Teilnehmer kam sogar mit einem wirklich seltenen Stück – und sein Spielzeugauto aus der DDR ließen sich die Händler auch ordentlich was kosten!

Den Wagen bekam der „Bares für Rares“-Kandidat von einem DDR-Bürger

Kandidat Stefan Lepp (54) kam aus Epstein im Taunus zu den Trödel-Händler – mit einem Auto im Gepäck, einem Spielzeug-Tretauto. „Den habe ich gekauft 1990 auf einem Flohmarkt. Ich muss sagen, dass ich das Problem habe, dass ich alles sammele was vier Räder hat und alt ist. Dummerweise auch in jedem Maßstab. Ich bin an das Auto rangelaufen. Es hat perfekt gepasst, denn wir hatten die Wende gerade hinter uns.“ Der Verkäufer sei ein ehemaliger DDR-Bürger gewesen, der es wiederum von seinen Eltern bekommen hatte.

Das Auto, das bei „Bares für Rares“ unter den Hammer kam, ist in tadellosem Zustand. Foto: ZDF

Auch Moderator Horst Lichter bemerkt sofort: Das Auto ist gut in Schuss. Das bestätigt auch Spielzeug-Experte Sven Deutschmanek. „Es ist in tadellosem, perfektem Originalzustand. Hier wurde nichts restauriert, nichts lackiert.“ Es handele sich um einen Moskwitsch.

„Dieses Fahrzeug ist ein Fahrzeug, welches die Volkspolizei gefahren hat“, sagt er. Das Modell könne man zeitlich auf 1964 bis 1975 eingrenzen. Alle Teile seien Originale, nichts nachgearbeitet. „Es gab nur einen kleinen Schaden am Kühlergrill, den hat man aber so gelassen.“ Zudem seien alle Gläser der Scheinwerfer und Rücklichter heile.

Kandidat Stefan Epp mit seinem kleinen Flitzer im Händlerraum bei „Bares für Rares“. Foto: ZDF

Sogar die Hupe funktioniert – das beweist Deutschmanek. „Für den Sammler ist das hochinteressant“, mutmaßt Lichter. Was möchte der Verkäufer dafür haben? „Schön wäre es, wenn ich 800 Euro dafür kriegen würde. Denn den habe ich so eigentlich noch nirgendwo gesehen“, sagt Stefan Epp. Geht der Spielzeug-Experte mit? „Ja, preislich in diesem Originalzustand, da liege ich ein bisschen woanders. Ich würde sagen: 1000 bis 1200 Euro.“

Die „Bares für Rares“-Händler erkennen den Wert des Wagens sofort

Müssen nur noch die Händler überzeugt werden – doch die sind im Sommer-Special „verdammt gut drauf“, kündigt Lichter an. Zumindest sind auch sie angetan vom tollen Zustand des kleinen Wagens. Walter „Waldi“ Lehnertz steigt sofort mit 250 Euro ein. Schnell geht es höher, auf 400, dann 500, dann 700 Euro. Immer wieder überbieten sich die Händler, bis Wolfgang Pauritsch die 1000-Euro-Marke kippen lässt.

Am Ende bietet Lehnertz 1250 Euro. „Kommen wir klar damit?“ Verkäufer Stefan meint nur: „Schubs!“ – Deshalb legt „Waldi“ noch einen Fuffi drauf, bekommt für 1300 Euro den Zuschlag. Ein kleines Auto für so viel Geld. „Das ist schon cool, das Ding“, sagt Lehnertz. Nun kommt die Volkspolizei also in die Eifel…