Klaut Ottersen brachte einen Schokoladen-Automaten mit zu „Bares für Rares“. Screenshot/ZDF

Eigentlich ist Moderator Horst Lichter bei „Bares für Rares“ für überbordende gute Laune zuständig, die die Kandidaten hier und da verunsichert und die Experten so herrlich betreten dreinschauen lässt. Doch Kandidat Klaus Ottersen (63) aus Hessen übertraf den ZDF-Trödel-Chef noch um Längen – und ging mit einer ordentlichen Stange Geld nach Hause.

„Bares für Rares“: Kandidat mit mehr guter Laune als Horst Lichter

Doch zunächst überrumpelte der Rentner Horst Lichter und Experte Detlev Kümmel mit seiner guten Laune. „Ei guude wie?“ grüßte der Hesse mit dem breitesten Grinsen der Welt und einem ‚passenden‘ Shirt auf dem ein Ei, die urhessische Begrüßungsformel untermalte. Dann wandte sich das gut gelaunte Männer-Trio aber erstmal dem Exponat zu. Einem Schokoladen-Automaten aus den 1920er Jahren. Die Firma Kobold hatte ihn seinerzeit in Hamburg aufgestellt.

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„Bares für Rares“-Experte Detlev Kümmel führte Horst Lichter den Schoko-Automaten vor. Screenshot/ZDF

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Und wie kam nun der Hesse an den Automaten, der aus einem gusseisernen Fuß, reichlich Holz und emaillierten Schildern besteht? Durch die Arbeit, erklärte der ehemalige Elektro-Meister. Vor vielen Jahren war er in einem ziemlich ramponierten Kino im Einsatz gewesen. Der Automat habe unter Müll und Steinen gestanden und er habe einfach gefragt, ob er ihn mitnehmen konnte. Für 50 DM wechselte er in seinen Besitz. Spätestens hier dürfte den „Bares für Rares“-Fans gedämmert haben: Hier erwartet uns eine riesige Rendite.

„Bares für Rares“: Schoko-Automat begeistert Horst Lichter und Detlev Kümmel

Klaut Ottersen habe den Schoko-Automaten, der einst für 10 Pfennige eine Rolle Schokolade ausgespuckt hatte, dann von einem befreundeten Malermeister restaurieren lassen und hatte dann 30 Jahren Freude daran. Doch nun soll er eben weg. Und wo ginge das besser, als bei „Bares für Rares“?

Dort zeigten sich Moderator Horst Lichter und Experte Detlev Kümmel durchaus begeistert von dem Automaten, der sogar noch funktionstüchtig war. Letzterer schätzte die Restaurierung auch durchaus als fachgerecht ein, konnte bei der Wunschsumme des fröhlichen Hessen aber nicht ganz mitgehen. 2000 Euro wollte er haben. Detlev Kümmel war das zu hoch. Schließlich müsse man bedenken, dass das eben nicht der Originalzustand sei, sondern eben restauriert wurde. Gerade im Bereich des emaillierten Bleches sorge das immer für große Abzüge, sagte er.

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„Bares für Rares“-Kandidat Klaus Ottersen versuchte seinen Hessen-Gag noch einmal im Händlerraum. Screenshot/ZDF

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Am Ende stand eine Expertise von 1000 bis 1200 Euro. Und während Horst Lichter schon befürchtete, dass er die Händlerkarte behalten müsse, ließ sich Klaut Ottersen nichts von seiner guten Laune nehmen und versicherte Glaubhaft: Auch für diesen Betrag würde er verkaufen. Also ging es zu den Händlern.

„Bares für Rares“: Bei den Händlern kommt der Schoko-Automat gut an

Auch dort versuchte sich der „Bares für Rares“-Kandidat noch einmal mit seinem hessichen „Ei guude wie?“-Gruß, doch so richtig verstehen wollte ihn auch dort niemand. Besser als mit dem vielleicht etwas zu lokalen Scherz lief es dann aber beim Verkauf, auch wenn es erst nicht danach aussah.

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Bietergefecht bei „Bares für Rares“: Jan Cizek gegen Julian Schmitz-Avila. Screenshot/ZDF

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Denn Julian Schmitz-Avila gab sich größte Mühe zu verbergen, dass er so richtig Lust auf den Schoko-Automaten hatte. Doch sein 100-Euro-Startgebot hielt nur den Bruchteil einer Sekunde. Sowohl Wolfgang Paurtisch, als auch Jan Cizek und Steve Mandel waren im Rennen. Bis zur 600-Euro-Marke ging zwischen den vieren richtig hin und her. Doch dann wollten sie schon wissen: Wie hoch war eigentlich die Expertise? „Deutlich höher“, antwortete „Bares für Rares“-Kandidat Klaus Ottersen wahrheitsgemäß, ohne zu viel zu verraten.

„Bares für Rares“: Julian Schmitz-Avila und Jan Cizek wollen den Schoko-Automaten

Das sorgte dafür, dass zumindest die „Bares für Rares“-Händler Julian und Jan ihre Wettbiet-Motoren wieder anwarfen und sich einen beinahe nie dagewesenen Bieterkampf lieferten. Immer wieder übertrumpften sie sich gegenseitig, mal um 20, mal um 50 Euro – ein Ende war nicht abzusehen.

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Am Ende dieses denkwürdigen „Bares für Rares“-Bieterkampfes setzte sich Jan Cizek durch und zählte schon einmal das Geld ab. Screenshot/ZDF

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Erst als Jan, nachdem Julian gerade 1500 Euro geboten hatte, dann doch noch einmal nach der Expertise fragte, und erfuhr, dass diese schon überboten sei, wurde es ruhiger. Jan schnaufte und Julian fragte ungläubig: „Was hab ich? 1500?“ Doch kaufen musste, oder besser gesagt, durfte Julian den Automaten dann doch nicht. Denn Jan Cizek rang sich durch und legte schlussendlich 1510 Euro auf den Tisch. Für den „Bares für Rares“-Kandidaten ein voller Erfolg. „Klasse, klasse, klasse“, sagte er – und sucht bestimmt schon nach dem nächsten Objekt, das er bei der ZDF-Trödelshow veräußern kann.

Die Trödelshow „Bares für Rares“ kommt immer montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.