Kandidat Cesar mit Moderator Horst Lichter und Experte Sven Deutschmanek bei der Bares für Rares-Expertise.
Kandidat Cesar mit Moderator Horst Lichter und Experte Sven Deutschmanek bei der Bares für Rares-Expertise. ZDF

Unzählige Objekte landen bei „Bares für Rares“ auf dem Expertisen-Tisch – aber selten sind sie so dufte wie dieses hier! Bei der Trödel-Show kommen nämlich nicht nur Schmuck und Kunstobjekte unter den Hammer… ein Kandidat brachte einmal sogar einen uralten Parfumflakon ins Studio. Das Besondere: Das Fläschchen mit Maiglöckchen-Duft war ungeöffnet – das entzückte nicht nur Moderator Horst Lichter und den „Bares für Rares“-Experten Sven Deutschmanek, sondern entlockte den Händlern auch ein stattliches Geldbündel…

Tolles Objekt bei „Bares für Rares“: Deshalb ist diese Flasche so wertvoll

Kandidat Cesar hatte das Fläschchen im Gepäck, als er im Studio von „Bares für Rares“ anrückte. Der Krankenpfleger bekam den Flakon von einer alten Dame, die er kannte. „Ich hatte ihn mehrere Jahre im Schrank. Ich wollte die Flasche auch aufmachen – es geht aber nicht, ich konnte das nicht“, verrät er. Warum nicht? Das erklärt Sven Deutschmanek. „Es kann sein, dass der Flakon so fest sitzt, dass man etwas Wärme anbringen muss, um ihn zu öffnen.“

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Er lasse sich aber gar nicht öffnen. Er habe sogar die Befürchtung, dass der Flakon verklebt ist. Interessant aber: Der Flakon sei von 4711. Der Duft, beschrieben als „Extrakt des Mittags“, sei um 1905 bis 1920 entstanden. „Den gab es in vier Düften: Hyazinthe, Rosmarin, Veilchen und Rose – aber du hast Maiglöckchen mitgebracht. Ich kann mir vorstellen, dass die Firma 4711 das irgendwo im Laden hatte, als Ausstellungsstück.“ Das sei etwas für 4711-Sammler.

Der Parfum-Flakon, der bei Bares für Rares unter den Hammer kam, ist vom Anfang des 20. Jahrhunderts - und von der Marke 4711.
Der Parfum-Flakon, der bei Bares für Rares unter den Hammer kam, ist vom Anfang des 20. Jahrhunderts - und von der Marke 4711. ZDF

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Und schon kommt die Frage der Fragen: Was will Cesar für den Flakon haben? „Ich denke mal, 100 Euro“, sagt er. Da legt Sven Deutschmanek noch einen drauf. „Ich glaube, dass ein 4711-Sammler hier bis zu 150 Euro bezahlen wird.“ Ob es im Händlerraum auch so dufte für den Kandidaten läuft? Fakt ist? Das Fläschchen muss weg. „Der Flakon war lange genug bei mir – es wird Zeit, dass er in andere Hände kommt.“

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Die Händler sind begeistert, erkennen sofort den Wert der Antiquität. Wolfgang Pauritsch startet mit einem Gebot von 20 Euro, schnell geht es rauf auf 100 Euro. Vor allem Walter „Waldi“ Lehnertz ist verliebt – „das ist kölsche Kultur“, sagt er. Dann fällt die 200-Euro-Marke, kurze Zeit später die 300-Euro-Grenze. Am Ende bekommt Julian Schmitz-Avila den Zuschlag – für sagenhafte 360 Euro. Damit wurde der Wunschpreis fast vervierfacht.

Warum war er so scharf auf den Flakon? „Meine Oma war ein riesiger Kölnisch-Wasser-Fan“, sagt Schmitz-Avila. „Ich hoffe, sie sitzt im Himmel, freut sich und sagt: Junge, den hätte ich auch gerne mal gehabt.“ Und auch Waldi stellt fest: Die Parfums der Marke 4711 seien ein riesiges Sammelgebiet. „Die haben eine riesige Fangemeinde.“ Freuen darf sich vor allem Kandidat Cesar. „Ich bin total froh und superglücklich, dass ich das Geld bekommen habe.“

Kann man seine Wertsachen bei Bares für Rares schätzen lassen?

Wer meint, eine wertvolle Antiquität in seinem Besitz zu haben, kann sich bei der Sendung „Bares für Rares“ über ein einfaches Online-Formular bewerben. Allerdings gibt es auch ohne Bewerbung die Möglichkeit, seine Schätze einem Experten zu zeigen.

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Denn: Alle drei Monate veranstalten die Macher die sogenannten „Schätztage“. „Somit besteht auch für Interessenten, die sich nicht für die Sendung bewerben wollen, die Möglichkeit, eine Expertise durch die Bares für Rares-Experten zu erhalten“, heißt es auf der Website der Show. Verkaufsmöglichkeiten bestehen an diesen Tagen allerdings nicht.