„Bares für Rares“-Kandidatin Barbara Kemmerling kann kaum glauben, was ihr Kunstwerk wert ist. ZDF

„Ich würde sagen: ein wunderschönes Bild“, schwärmt „Bares für Rares“-Kunstexperte Albert Maier beim ersten Anblick des Gemäldes, das Barbara Kemmerling mit in die ZDF-Trödelshow gebracht hat. Es ist in der Tat alles andere als Trödel. Es ist stattlich von der Größe her. Und es ist noch stattlicher im Preis. Lesen Sie mal, was für eine Wahnsinns-Summe sie für ihr Kunstwerk bekommt.

„Es wird erzählt, dass mein Urgroßvater es dem Maler persönlich abgekauft hat. Ob das stimmt, ist unklar. Aber es ist schon immer in Familienbesitz und ich bin damit groß geworden“, erzählt die Kandidatin.

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„Bares für Rares“-Kunstexperte Albert Maier ist absolut begeistert von dem Landschaftsbild. ZDF

„Dieser Künstler und Maler ist sehr, sehr spannend. Es handelt sich um den deutschen Landschafts- und Historienmaler Eugen Bracht. Er ist einer der besten, bedeutendsten und angesehensten Landschaftsmaler der deutschen Kunstszene“, erklärt Albert Maier. Das Bild ist datiert auf 1917. Das Motiv ist genau sein Metier. Auf der Rückseite steht die Zahl 1614. „Es ist bekannt, das Eugen Bracht seine Bilder fortlaufend nummeriert hat. Und es ist auch bekannt, dass er pro Jahr ca. 100 Gemälde produziert hat“, verrät der Experte.

„Bares für Rares“-Kandidatin ist sprachlos nach der Expertise

„Wenn man bei diesem impressionistischen Bild sieht, wie sich das kleine Gebirge in dem stillen, ruhenden Wasser spiegelt – das macht doch einen starken Eindruck. Ich kenne den Maler und der wird schon gut gehandelt“, frohlockt Albert Maier.

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Der Zustand des Gemäldes ist perfekt, es ist Öl auf Leinwand gemalt. Der Rahmen sei fürchterlich, findet des Fachmann und empfiehlt einen schlichten weißen, lackierten Rahmen. Ansonsten müssten keine Restaurierungen vorgenommen werden.

In der „Bares für Rares“-Expertise erfährt die Kandidatin alles, was sie zu ihrem Gemälde wissen muss. ZDF

Bleibt die Frage nach dem Wunschpreis. „Am Anfang dachte ich, 300 oder 500 Euro wären toll, wenn mir die jemand gibt. Dann habe ich mich schlau gemacht, wer der Maler ist, und nun habe ich Angebote von 2500 Euro. Wenn hier 2000 Euro dabei rumkommen, wäre das super“, meint die Kandidatin und legt die 2000 Euro als Schmerzgrenze fest. Doch der „Bares für Rares“-Kunstkenner legt sogar noch einen drauf: „Mein Preis für dieses Gemälde wären Minimum 3000 bis 4000 Euro.“ Bitte was? Wahnsinn! Barbara Kemmerling kann es gar nicht fassen. „Ich bin absolut sprachlos. Boah, Dankeschön!“, ist sie überwältigt.

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Auch die „Bares für Rares“-Händler sind hin und weg. Thorsden Schlößner kennt sogar den Maler. Susanne Steiger ist von der Spiegelung im Wasser verzaubert. Und die Kandidatin kommt zitternden Knies herein. „Wir sind alle geflasht“, gibt Wolfgang Pauritsch zu. Und fragt Barbara Kemmerling, was sie denn bieten würde. „Ich möchte erstmal was hören“, kontert die.

Mit 1000 Euro eröffnet Wolfgang Pauritsch das Bietergefecht. Schon der erste Sprung auf 1500 Euro von Fabian Kahl ist beachtlich – aber auch noch ein gutes Stück weit weg von der Experten-Schätzung. Bei 2200 Euro steigt Thorsden Schlößner ein, bei 2500 Euro auch Susanne Steiger. Ohne Pausen geht es in Hunderter-Schritten mit dem Preis nach oben. 3100 Euro bietet Wolfgang Pauritsch, der sich dann sogar zweimal selbst überbietet und erst 3200, dann 3300 Euro ausgeben will. Schon da ist die Verkäuferin überglücklich.

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„Bares für Rares“-Händler sind völlig außer Rand und Band

„Jetzt habe ich sie alle fertig gemacht“, grinst Wolfgang Pauritsch. Doch diese Rechnung hat er ohne die Kollegen gemacht. „Welchen Preis würden Sie sich denn wünschen?“, fragt Susanne Steiger und bietet die 4000 Euro, die die Kandidatin aufruft, tatsächlich an. „Würden Sie sich auch noch mehr wünschen?“, hakt Wolfgang Pauritsch nach. Klar! Also geht die Bieterschlacht weiter. Er und Fabian Kahl sind noch dabei, aber auch Thorsden Schlößner.

„Bares für Rares“-Händler Thorsden Schlößner erhält den Zuschlag für das Gemälde. ZDF

„Das Bild ist es wert, aber ich muss das als Kaufmann sehen und meine Gehirnhälfte des Sammlers ausschalten. Ich steige bei 4500 Euro aus“, meint Wolfgang Pauritsch. Fabian Kahl ist damit Höchstbietender. Da zuckt Wolfgang Pauritsch kurz zusammen: „Meine Gehirnhälfte hat sich wieder eingeschaltet: 4600 Euro.“ Sehr zur Freude der Verkäuferin. „Sind jetzt meine Kollegen raus?“, will er wissen.

„Nein, ich habe mir auch eben überlegt, ich steige noch einmal ein“, meint Thorsden Schlößner. 4800 Euro stehen im Raum. Susanne Steiger macht die 5000 Euro voll. Da will Barbara Kemmerling schon einschlagen. „Was sagen Sie denn zu 5200 Euro?“, fragt Thorsden Schlößner gerade noch rechtzeitig. „Damit wäre ich auch einverstanden“, meint die Kandidatin, der schon die Tränen kommen.

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„Könnt ihr das jetzt beenden, damit das Bild jetzt da weg ist. Ich will das nicht mehr sehen“, schimpft Wolfgang Pauritsch, der sich geschlagen geben muss. Für 5200 Euro geht das Bild an Thorsden Schlößner. Während er das Geld zählt, gibt die Verkäuferin zu, dass in ihr die Tränen aufsteigen. Mit allem hätte sie gerechnet, aber nicht damit, mit 5200 Euro nach Hause zu gehen.

Für 5200 Euro wechselt das Bild bei „Bares für Rares“ den Besitzer. ZDF

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.