Bei „Bares für Rares“ soll dieser Ring den Besitzer wechseln. ZDF

Was für ein Glück, dass das Bauchgefühl doch noch immer ein recht zuverlässiger Berater ist: Eine Frau aus Berlin bringt ihren hübschen Ring zum Juwelier. Doch als der nur 50 Euro geben will, nimmt sie ihn wieder mit. Jetzt liegt das gute Stück zur Vorstellung bei „Bares für Rares“. Und Sie ahnen nicht, was dieses Schmuckstück wirklich wert ist. Spoiler: Beim Juwelier wäre sie mächtig abgezockt worden.

„Ich habe den Ring vor fünf Jahren von einem Ex-Partner geschenkt bekommen. Leider passt er mir nicht mehr“, erklärt Martina Bosch, warum sie sich überhaupt trennen will von dem guten Stück. Zur Unterstützung hat sie ihre Tochter Stefanie mit in die ZDF-Trödelsendung gebracht.

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„Bares für Rares“-Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel erklärt das Material des Rings. ZDF

„Bares für Rares“-Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel fällt natürlich als erstes das ganz besondere und ungewöhnliche Design des Schmuckstückes auf. „Aus acht runden Diamanten im Brillantschliff besteht der Ringkopf. Rechts und links sind jeweils zwei Diamanten im Baguetteschliff. Dazwischen ist ein Tansanit. Das Ganze sieht ein bisschen aus wie ein Körbchen. Das ist schwer zu erfassen, eine ungewöhnliche Komposition“, meint die Fachfrau.  Die Steine liegen in weißgoldenen Krabbenfassungen, die Ringschiene aus 750er Gold ist geschweift und fasst den Ringkopf crossover in der Diagonalen.

„Bares für Rares“-Expertin mag den Ring nicht

Auf die 1970er-Jahre schätzt Dr. Heide Rezepa-Zabel den Ring, weil der blaue Stein, der aus Tansania kommt, erst 1967 gefunden wurde. Er sei selten, die Farbe ginge in Richtung Saphir, sei aber nicht besonders prickelnd.

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Der Zustand ist tadellos, der Goldwert liegt bei ungefähr 300 Euro. „Und schön? Das ist subjektiv“, meint die „Bares für Rares“-Expertin. Dass sie ihn nicht mag, wird in der Expertise deutlich. Aber sie soll ihn ja auch nicht kaufen.

Mit diesen ganzen Daten und Fakten im Hinterkopf fragt Moderator Horst Lichter nach dem Wunschpreis. Da platzt es aus der Kandidatin heraus: „Ich hatte den Ring beim Juwelier angeboten. Die Dame hat mir 50 Euro angeboten“, erzählt sie. „Bitte was?“, fragt Horst Lichter entsetzt nach. Gut, dass sie den Ring wieder mitgenommen hat. Jetzt will sie bei „Bares für Rares“ aber wenigstens einen Zehner mehr bekommen. „Mein Wunschpreis ist jetzt 60 Euro.“

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Bei der „Bares für Rares“-Expertise kommt der wahre Wert des Rings ans Licht. ZDF

Das ist natürlich viel zu wenig. Zu dem Gold kommen noch einige Brillanten. „Die summieren sich schon auf 0,8 Karat. Ich würde hier auf 700 bis 900 Euro taxieren“, erklärt die Fachfrau. Da strahlen Mutter und Tochter und nehmen voll Freude die Händlerkarte in Empfang.

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„Bares für Rares“-Händlerin hilft bei der Verhandlung

Im Verkaufsraum nimmt Susanne Steiger den Ring als erste unter die Lupe. „Der müsste mal gereinigt werden, dann würde er wieder richtig funkeln“, schmiedet sie schon erste Pläne. Hat sie Gefallen gefunden?

Das Einstiegsgebot kommt erstmal von Wolfgang Pauritsch. Der wirft 500 Euro in den Raum. Wahnsinn! Das ist schon einmal das 10-fache von dem Preis der dreisten Juwelierin, die die Berlinerin abzocken wollte. Und es ist nur der Einstieg. Natürlich bietet auch Susanne Steiger mit und auch Elke Velten ist dabei. Sie erkundigt sich nach den Brillanten und bietet dann 800 Euro.

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„Was sagen Sie zu 800 Euro von Elke“, hakt Susanne Steiger nach. „Das ist okay. Aber wenn es noch ein bisschen höher geht, wäre es auch gut“, versucht sich Tochter Stefanie mit der Verhandlung. Susanne Steiger hilft mit: „Vielleicht geht noch ein bisschen was, Elke, oder?“, wendet sie sich an die Kollegin.

900 Euro legt „Bares für Rares“-Händlerin Elke Velten für den Ring auf den Tisch. ZDF

Die gibt nach, erhöht ihr eigenes Gebot auf 900 Euro. Natürlich verkaufen Mutter und Tochter für diese Wahnsinnssumme gern an die „Bares für Rares“-Händlerin.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.