Colmar Schulte-Goltz schätzt bei „Bares für Rares“ ein Teeservice für Moderator Host Lichter und Kandidatin Christine Steiner ein. Screenshot/ZDF

Immer wieder landen auch britische Tee-Service auf dem Verkaufstisch bei „Bares für Rares“, doch nicht jedes von ihnen sorgt bei den Händlern für derartige Jubelstürme. „Oh“ und „Ah“ klang es, als sich Wolfang Pauritsch und seine Kollegen umdrehten und das dreiteilige Tee-Set sahen. Und sie wussten schon, das würde sie einiges kosten!

„Bares für Rares“: Tee-Service aus Schottland steht zum Verkauf

Zu „Bares für Rares“ gebracht hatte das Tee-Service die 73 Jahre alte Christine Steiner aus Moers. Die hatte das einst von der Familie ihres Mannes zur Verlobung geschenkt bekommen. Und sie wusste „Bares für Rares“-Moderator Horst Licher, der zuvor noch Witze über ein zu verscherbelndes Tafelsilber gemacht hatte, zu berichten, dass es ziemlich alt war. Wie alt genau, erklärte dann Experte Colmar Schulte-Goltz anhand der vorhandenen Punzen. 

Von 1821 sei das Service nämlich, aus 925er Sterling-Silber gefertigt und es stamme aus Schottland. Besonders beeindrucken neben der Dickwandigkeit der Gefäße war seiner Meinung nach der Erhaltungszustand. Zwar gebe es hier und da die eine oder andere Delle, doch das sei nach 200 Jahren nun einmal so. Hingegen sei es nicht selbstverständlich, dass die Vergoldung noch so gut erhalten sei, wie beispielsweise in der Zuckerschale.

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Dieses Tee-Service sorgte im Händlerraum bei „Bares für Rares“ für Begeisterung. Screenshot/ZDF

„Bares für Rares“: Schätzpreis übersteigt den Wunsch

Und was hatte sich Christine Steiner, die das Silber abgeben wollte, weil sie bald in eine kleinere Wohnung zieht, vorgestellt bei „Bares für Rares“ für ihr Tafelsilber zu bekommen? „1500 Euro“ sagte sie selbstbewusst. Doch das übertraf Colmar Schulte-Goltz mit seiner Schätzung noch. Allein der Silberwert liege bei 850 Euro, inklusive Verarbeitung, Alter und Erhaltungszustand kam er auf einen Wert von 1600 bis 1800 Euro. Das gab natürlich die Händlerkarte.

Doch obwohl die Begeisterung im Händlerraum bei „Bares für Rares“ durchaus groß war und sich Wolfgang Pauritsch, Fabian Kahl und Co. gegenseitig mit Lauten anerkennenden Staunens übertrafen und der österreichische Auktionator anerkennend bemerkte, wie „dickwandig und prunkvoll“ die Stücke waren, ein echtes Bietergefecht, wie wir es schon so oft bei „Bares für Rares“ gesehen haben, kam nicht zustande.

Die „Bares für Rares“-Händler sind begeistert, doch die Verhandlungen stocken trotzdem. Screenshot/ZDF

„Bares für Rares“: Nur Waldi und Wolfgang sind im Rennen

Denn eigentlich waren nur zwei „Bares für Rares“-Händler im Rennen. Wolfgang eröffnete direkt über dem Silberwert mit 1000 Euro und wurde von Walter „Waldi“ Lehnertz und 1200 Euro überboten. Doch als der Österreicher noch einmal auf 1250 Euro erhöhte, war Waldi direkt raus und der Showdown zwischen Kandidatin und Händler eröffnet. 

Christine Steiner sagte noch, dass sie die Expertise von 1600 bis 1800 Euro noch im Kopf habe, doch das lächelte Wolfgang einfach weg und sagte: „Mir wäre es lieber, wenn sie den Preis im Kopf hätten, den sie vor der Expertise hatten.“ Damit schien die 73-Jährige geschlagen. Wolfgang erhöhte immerhin aus gutem Willen – und weil Christine Steiner so gar keine Anstalten machte, zu verhandeln, auf 1300 und damit war der Deal eingetütet!

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Und obwohl die „Bares für Rares“-Kandidatin durchaus sagte, eine Bindung zu dem Silber zu haben, war sie am Ende doch froh über den Verkauf. „Mir war wichtig, dass es in gute Hände kommt“, sagte sie. Auch, wenn ihr Wunschpreis nicht erreicht wurde.

Die Trödelshow „Bares für Rares“ kommt montags bis freitags um 15.05 im ZDF.