In der neuesten „Lieblingsstücke“-Folge von „Bares für Rares“ erzählt Walter „Waldi“ Lehnertz von einem besonderen Spazierstock. Fotos: ZDF

Fans der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ wissen: Am Sonntag macht die Sendung eine Pause, dann gibt es keine neuen Fälle, keine neuen Antiquitäten. Dafür berichten die Stars der Sendung – Händler und Experten – von ihren Lieblingsstücken! In der aktuellen Folge der Spezial-Sendung berichtet unter anderem Walter „Waldi“ Lehnertz, bei seinen Fans bekannt als „80-Euro-Waldi“, von einem ganz besonderen Objekt, das ihm noch lange in Erinnerung bleiben wird…

Diese Kandidaten brachten ein besonderes Stück zu „Bares für Rares“

Karin und Norbert Grasnick kamen vor einiger Zeit in die Show, im Gepäck ein ganz besonderes Stück: Einen Gehstock! Was ihn so besonders macht? Der Stock birgt ein Geheimnis. „Ich habe die schon gesehen mit Korkenzieher oder einem Glas drin, aber mit einer integrierten Säge drin, das habe ich noch nicht gesehen“, sagt Grasnick. Denn im Gehstock ist tatsächlich ein Sägeblatt versteckt! Das ist auch für „Waldi“ etwas Besonderes. „Das ist so abgefahren, das Teil.“

Doch bevor es in den Händlerraum geht, geht es zur Expertise. Hier erklärt Grasnick, der Stock sei ein Dachbodenfund gewesen – und weil er so etwas noch nie gesehen hatte, meldete er sich prompt bei „Bares für Rares“ an. Nun hat Design-Experte Sven Deutschmanek das Vergnügen, klappt das Sägeblatt aus, hängt es ein – aus dem Gehstock wird eine Säge!

Die Händler bei „Bares für Rares“ nehmen den Spazierstock mit eingebauter Säge kritisch unter die Lupe. Foto: ZDF

Förster und Gutsherren hätten so etwas genutzt, erklärt Deutschmanek. „Die gehen Sonntags spazieren über ihre Ländereien. Dann sehen sie eine Kleinigkeit, einen Ast, der in einen Zaun ragt, haben es direkt weggesägt damit.“ Es sei, genau genommen, kein Gehstock, sondern ein sogenannter „Systemstock“. Und das war gar keine Seltenheit: Rund 1500 Patente gab es um 1900, als die Stöcke boomten. „Man kennt Systemstücke mit Stichwaffen, mit Schusswaffen.“

Walter „Waldi“ Lehnertz verliebt sich bei „Bares für Rares“ in den Stock

Die Beschläge seien nicht aus Edelmetall gefertigt. Das Holz sei Nussbaum oder Buche. „Man musste für den Stock natürlich ein Hartholz nehmen, damit er stabil bleibt.“ Der Stock sei also, resümiert Deutschmanek, nichts besonders. Doch da muss Walter „Waldi“ Lehnertz widersprechen. „Also ich habe sowas das erste Mal gesehen“, sagt er. Was wollen die Verkäufer dafür haben? 20 bis 50 Euro, sagen die Grasnicks entschlossen. „Das ist geschenkt, denn es gibt viele Stocksammler“, sagt „Waldi“.

Geht Deutschmanek mit? Ja! 70 bis 90 Euro seien realistisch. Aber: Was zahlen die Händler? Zuerst beäugen sie den Stock interessiert, dann versucht Wolfgang Pauritsch, das Sägeblatt zu spannen. „Mir gefällt es sehr gut, ich starte mit 100 Euro.“ Doch „Waldi“ hat sich scheinbar sofort verliebt. Er gibt 120, dann 140 Euro. „Wir haben alle so ein Teil noch nicht im Laden gehabt – und dann will es jeder haben“, sagt Lehnertz danach. „Und dann haut man mal direkt einen fetten Preis raus für so einen Knüppel.“

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Die anderen Händler steigen aus, die Grasnicks nehmen 140 Euro für den Stock. „Ein super Stock, habe aber auch viel Geld dafür bezahlt. Aber egal: Das war er mir wert“, resümiert Waldi. „Und vor allem hat Wolfgang ihn gespannt – allein das ist schon einen Fuffi wert, meinen Wolfgang mal schwitzen zu sehen!“