Das Schild hat zwar schon bessere Tage gesehen, trotzdem ist es besser erhalten als andere Exemplare. ZDF

Die metallenen Ecken sind schon leicht abgeschürft, an einigen Buchstaben fehlt die Farbe. Die Jahre und äußere Bedingungen haben dem Schild zugesetzt und es wurde sogar einmal unschön fallen gelassen. Trotzdem nennt Sven Deutschmanek einen unglaublichen Preis für dieses Maggi-Werbeschild.

Dieses Schild bei „Bares für Rares“ ist viel älter als gedacht

Dabei dachten selbst die Besitzer des Schildes, zwei Schwestern namens Tina Wunderle und Jennifer Bupp, dass es sich zunächst um einen Haufen Schrott handele. Erst, als ein interessierter Käufer ein Gebot von 250 Euro macht, werden die beiden hellhörig. Wie viel ist es wirklich wert? Und wieso?

Dafür ist der Kunstexperte Sven Deutschmanek da, der erklärt, wieso ein Stück Metall mit ein wenig Farbe so wertvoll sein kann. Es handelt sich nämlich um ein Schild, das zwischen 1900 und 1910 entstand, also noch zu der Zeit der Industrialisierung. Als viele Arbeiter in Fabriken lange Tage verbringen mussten, wollte die Firma Maggi proteinreiche, sattmachende Nahrung unter die Leute bringen.

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Riesen Preis für Maggi-Schild bei „Bares für Rares“

Diese Schilder waren dann jahrelang der Witterung ausgesetzt, weswegen es schwer ist ein Exemplar zu finden, dass nicht komplett zerstört oder noch in einer halbwegs guten Kondition ist. „Bei Emailleschildern ist immer wichtig: Wie ist der Erhaltungszustand? Ich kann euch sagen, der Erhaltungszustand eures Schildes ist gut.“ meint der Experte bei seiner Beratung. Wie viel kann man also dafür erwarten? Etwa 250 Euro wie der Käufer geboten hatte? Oder sogar noch mehr?

Es ist tatsächlich noch viel, viel mehr. Selbst der ziemlich hohe Wunschpreis reicht nicht aus „Ja ,600 Euro, das kann einer machen, wenn er einen Schnapper machen will. Aber in diesem Fall liegen wir bei 1000 bis 1200“. Werden die Händler wirklich so viel für ein altes Schild hergeben?

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David erkennt Maggi sofort und ist direkt ganz begeistert ZDF

David setzt noch einen drauf

Die bewanderten Kunsthändler erkennen das Maggi Schild sofort und wissen auch direkt, dass dieses wertvoller ist, als man meinen würde. Dennoch fängt das Bieten eher niedrig an, bewegt sich zunächst im 500 Euro Bereich. Erst als erwähnt wird, dass die Expertise viel höher lag, kommen die Händler richtig in Fahrt.

Der Preis steigt immer weiter an und als David Suppes einen heftigen Preis-Sprung auf 1400 Euro vornimmt, steigen alle anderen aus und die 120 Jahre alte Werbung für Gemüsesuppe gehört damit ihm – und zwei glückliche Schwestern gehen mit viel mehr Geld als erwartet nach Hause.