Diese Büste wurde bei „Bares für Rares“ verkauft. Screenshot/ZDF

„Kunst und Kitsch“ liegt oft ganz nah beieinander, sagte „Bares für Rares“-Händler Wolfgang Pauritsch, nachdem er am Ende eines kleinen Bietergefechts eine mehr als 150 Jahre alte Büste erstanden hatte. Denn das Exponat, dass der Österreicher nun sein Eigen nennen kann, sorgt bei vielen Betrachtern sicherlich für Stirnrunzeln. Aber von Anfang an ...

„Bares für Rares“: Horst Lichter findet die Büste hübsch

Die durchaus streitbare Büste wurde von Henry Oeppert (43) aus Sachsen-Anhalt ins Pulheimer Walzwerk gebracht. Der Koch hatte das gute Stück von seiner Großtante geerbt, die es wiederum von ihrer Tante vermacht bekommen hatte. Der wurde die Büste rund um die Jahrhundertwende geschenkt, nachdem sie ihre Dienstmädchentätigkeit im Elsass beendet hatte.

Und während sich einige sicher fragen, wie man so etwas Hässliches verschenken kann, befand „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter: „Ach Gott wie hübsch.“ Kunst ist eben Geschmackssache.

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„Bares für Rares“: Horst Lichter, Bianca Berding und Henry Oeppert reden über die Büste. Screenshot/ZDF

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Kunsthistorikerin und „Bares für Rares“-Expertin Bianca Berding machte sich sogleich daran, die Büste des jungen Mädchens zu begutachten. Die Büste, so erklärte sie Horst Lichter und Henry Oeppert, sei aus dem 19. Jahrhundert, genauer gesagt aus dem Jahr 1865. Die schlechte Nachricht: Sie sei mehrfach gefertigt worden, bemalt wurde sie jedoch in deutlich kleinerer Stückzahl. Und aufmerksame „Bares für Rares“-Fans werden wissen, was das bedeutet: ausgerechnet die fragwürdige Bemalung könnte Henry Oeppert einen echten Geldsegen bescheren.

„Bares für Rares“: Büste überlebte drei große Kriege nahezu unbeschadet

Doch zuvor wurde die Büste natürlich noch auf Beschädigungen untersucht. Doch bis auf eine kleine Kante im Sockel war die Büste aus Biskuitporzellan unbeschädigt. Und das, obwohl sie mit den beiden Weltkriegen und dem Deutsch-Französischen Krieg von 1871 drei große Kriege überlebt hat. Ist der Wunschpreis von Henry Oeppert mit 1000 Euro also realistisch?

Fast, sagt „Bares für Rares“-Expertin Bianca Berding. Zwar sei eine solche bemalte Büste auf dem französischen Markt gefragter, doch auch in Deutschland bekomme man 800 bis 1000 Euro für so etwas.

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„Bares für Rares“: Henry Oeppert war im Händlerraum sichtlich nervös. Screenshot/ZDF

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Im Händlerraum war durchaus Begeisterung da. Auch, wenn Walter Waldi Lehnertz befand: „Dat is doch Antje aus Holland. Die Käse-Verkäuferin.“ Wolfgang Pauritsch versicherte dem sichtlich nervösen „Bares für Rares“-Kandidaten aber: „Wir werden sie Ihnen schon abkaufen.“

„Bares für Rares“: Händler kommen kaum in Gang

Das Startgebot von Julian Schmitz-Avila war mit 150 Euro allerdings noch weit von Henry Oepperts Wunschpreis weg. Und auch, wenn Friedrich Häusser, Waldi und Wolfgang schnell mit einstiegen, schien bei 250 Euro schon Schluss zu sein. Der „Bares für Rares“-Kandidat musste erstmals kämpfen: „Das ist nicht das, was ich mir vorgestellt habe.“

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„Bares für Rares“: So richtig wollten die Händler bei der Büste nicht in Gang kommen. Screenshot/ZDF

„Bares für Rares“: Wolfgang und Friedrich wollen die Büste

Also boten sich vor allem Wolfang und Friedrich immer weiter hoch, doch bei 430 Euro stockte es erneut. Henry Oepperts sah seine Felle davonschwimmen. Doch statt die deutlich höhere Expertise zu nennen, versuchte er die Händler noch auf 600 Euro hochzuhandeln. Doch auch das klappte nicht, da die Händler den Verkaufspreis nicht ganz so hoch ansetzten wie die Expertin.

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Zur Einigung kam es dann aber doch. Henry Oepperts und Wolfgang Pauritsch einigten sich auf eine Summe von 500 Euro. Für den „Bares für Rares“-Kandidaten ein Grund zur Enttäuschung? „Die Gebote entwickelten sich nicht so, wie gedacht. Am Ende bin ich aber zufrieden“, sagte er. Und immerhin ist er auch die Vase losgeworden.

Die Trödelshow „Bares für Rares“ kommt immer montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.