„Bares für Rares“-Kandidat Ferdi Frier ist der Patenonkel von Schauspielerin Annette Frier. ZDF, imago images/Future Image

Ferdi Frier bringt ein ungewöhnliche Kunstwerk ins Pulheimer Walzwerk mit. Dort, wo die Aufnahmen zur ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ gemacht werden, will er sein Gemälde verkaufen, weil es seit Ewigkeiten im Keller einstaubt. Doch bis vor die Händler schafft der Rentner es nicht. Lesen Sie, was schon vorher geschah.

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„Bisher kannte ich Gemälde, die entweder etwas darstellen, was sich Städter wieder zurückwünschen: Tier, Wälder, Landschaften. Oder eben ein Portrait. Aber wie nennt man das denn – Industrieromantik?“, staunt „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter nicht schlecht, als er das Bild zum ersten Mal sieht.

Dieses Gemälde soll bei „Bares für Rares“ eigentlich einen neuen Besitzer finden. ZDF

Doch bei dieser Verwunderung soll es nicht bleiben. Als der Kandidat dazukommt, nimmt der erstmal die Vorstellrunde an sich – und Horst Lichter die Worte aus dem Mund. Er sei Ferdi Frier und wisse, wer ihm gegenübersteht. Da sind Moderator und Experte erstmal kurz sprachlos.

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„Bares für Rares“-Kandidat ist verwandt mit Annette Frier

Eine Frage hat der „Bares für Rares“-Boss dann aber doch: „Die Annette und die Carolin, bist du mit denen verwandt?“ Ist er! Von Schauspielerin Annette Frier ist er sogar der Patenonkel. „Nein!“, kann Horst Lichter es nicht fassen, wer vor ihm steht. Am liebsten hätte er jetzt wohl stundenlang mit dem 72-Jährigen geplaudert.

Aber es geht ja um das Bild, das er mitgebracht hat. „Es ist sehr schön und spannend. Das Gemälde ist auf Malkarton gemalt – in Öl. Es ist signiert mit Fritz Gärtner. Das ist ein bekannter deutscher Maler, Bildhauer, Medailleur und Zeichner“, erklärt Experte Albert Maier. Der Maler habe erst spät die Industrie-Malerei für sich entdeckt. Nach dem ersten Weltkrieg habe er dann aber den arbeitenden Menschen zum Helden gemacht.

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Das Bild sei 1943 gemalt worden. Die Industrialisierung und die Natur sei statt in zwei Gemälden in einem dargestellt. „Das ist sehr spannend. Es gibt rauchende Kamine und vorn das abgeerntete Feld. Fritz Gärtner wird sehr gut im Kunsthandel gehandelt“, meint Albert Maier.

„Bares für Rares“-Experte Albert Maier kann den hohen Wunschpreis von Kandidat Ferdi Frier nicht bestätigen. ZDF

Allerdings hat er auch schlechte Nachrichten. „Der Zustand ist nicht so gut. Es sind große Flecken drin“, sagt er und zeigt auf die Stellen in den Bild. „Das gehört da nicht hin.“

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Er habe absichtlich nichts an dem Bild gemacht, um es nicht versehentlich zu zerstören, betont Ferdi Frier. „Ich habe immer gehört, am besten man macht nichts.“ Der „Bares für Rares“-Experte gibt ihm da auch recht. „Aber das könnte man wirklich mit einem leichten Seifenwasser fein abputzen“, gibt Albert Maier ihm einen Tipp. Auch der Rahmen passe nicht zum Bild. Der sei neu, nicht in einem guten Zustand. Er könne auch weg.

Seltenheit bei „Bares für Rares“: Expertenschätzung zu gering – Kandidat nimmt Bild wieder mit

Und was wäre der Wunschpreis des Kandidaten? „Mit den Beschädigungen, das wusste ich ja gar nicht. Jetzt muss ich neu überlegen“, sagt der. „Vielleicht 3000 bis 4000 Euro“, will er haben – trotz aller Macken.

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Ist das wirklich realistisch? „Mein Preis liegt bei 800 bis 1000 Euro für dieses Bild in diesem Zustand“, sagt Albert Maier. Das zieht Ferdi Fried die Mundwinkel runter. 

„Jetzt kommt die große Frage: Würdest du für 800 bis 1000 Euro verkaufen?“, fragt Horst Lichter. Andernfalls bekommt Ferdi Frier die Händlerkarte nicht. „Nein, würde ich nicht“, sagt er resolut und nimmt sein Gemälde lieber wieder mit in den Keller. Wo es die letzten 20 Jahre stand, kann es auch weiter stehen.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.