„Bares für Rares“-Expertin Wendela Horz nimmt das Schmuckstück genau unter die Lupe. ZDF

Mit einem edlen Accessoire im Gepäck besucht Joachim Kochendörfer (77) die ZDF-Trödelsendung „Bares für Rares“: Ist es ein Armband mit einer Uhr oder eine Uhr mit einem Armband? Viel weiß der Noch-Besitzer nicht über sein Schätzchen. Nur so viel: Gebrauchen kann er es eigentlich nicht. Also soll die „Bares für Rares“-Expertin erst Licht ins Dunkel bringen und das mysteriöse Stück dann meistbietend an den Mann (oder die Frau) gebracht werden. Doch welchen irren Super-Preis der Rentner dann bekommt, macht ihn absolut sprachlos.

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Vor 14 Jahren hatte der 77-Jährige das Schmuckstück geerbt. Ein Schwesternpaar, dass er betreut hatte, hatte es ihm hinterlassen. Seine Frau mag es nicht. Also will der ehemalige Zimmermann das Armband in Geld umwandeln, um seiner Frau davon eine Freude zu machen. Was für eine schöne Idee.

„Bares für Rares“-Expertin ist begeistert von dem Armband

„Unter diesem dreireihigen Fischgrätenmuster versteckt sich die Uhr sehr schön eingearbeitet“, klärt „Bares für Rares“-Fachfrau Wendela Horz zunächst einmal Moderator Horst Lichter auf, dass es sich nicht wie von ihm vermutet „nur“ um ein Armband handelt. „Die Uhr ist eine Handaufzugs-Damenuhr, die hier in bester Verarbeitungsweise eingepasst ist. Die Punzierung weißt auf die Firma Gübelin hin, ein ganz großer Name. Und dieses Armband, diese Uhr ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass man wirklich auf die allerbesten Materialen und die beste Verarbeitungsweise wertgelegt hat.“ Die Schmuck-Expertin kommt ins Schwärmen…

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„Bares für Rares“-Kandidat Joachim Kochendörfer hatte das Schmuckstück einst geerbt, seine Frau mag es aber nicht tragen. ZDF

„Wenn der Verschluss als auch die Klappe, die über dem Ziffernblatt liegt, geschlossen sind, hat man hier ein wunderbar durchlaufendes Muster. Das ist alles ganz wunderbar gearbeitet. Das Uhrwerk ist ganz liebevoll eingearbeitet und noch einmal mit einem Kordelrand versehen, damit der Absatz nicht so groß ist und es tragefreundlicher ist. Die Verarbeitung ist top.“

Die Uhr stamme aus den 1950er Jahren, das Fischgrätenmuster war in den 60er-Jahren der Renner. Sie ist aus 750er Gold. Der Zustand ist perfekt, das Original-Etui ist dabei. 72,7 Gramm von der Uhr sind reines Gold.

Ein Armband, das eine Uhr integiert hat, steht bei „Bares für Rares“ zum Verkauf. ZDF

2500 Euro hätte der der Verkäufer gern für sein Schmuckstück. „Das ist es ja schon vom Materialankaufspreis her wert“, sagt Wendela Horz. „Leider werden diese Uhren heute nicht mehr so geschätzt, aber die Verarbeitung ist so erstklassig, dass meine Schätzung bei 2800 bis 3000 Euro liegt.“

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Auch die Händler wissen sofort zu schätzen, was vor ihnen liegt. Sie bewundern das Armband, die versteckte Uhr. „Die Firma hat eine hervorragende Reputation. Das ist was Feines“, freut sich Lisa Nüdling.

„Bares für Rares“-Händler treiben den Preis in die Höhe

„Sie wissen ja, wie das bei uns läuft: Wir fangen mit ganz kleinen Geboten an und steigern und nach oben“, schickt Wolfgang Pauritsch seinem Startgebot von 2000 Euro voraus. Lisa Nüdling bietet 2200 Euro. In 100er-Schritten geht es zwischen den beiden hin und her.

Erst bei 3000 Euro kommt Fabian Kahl plötzlich aus dem Hinterhalt mit seinem Gebot daher. „Der war nicht schlecht“, muss Wolfgang Pauritsch über diese spontane Konkurrenz lachen.

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„Bares für Rares“-Händlerin Lisa Nüdling bekommt den Zuschlag, kauft die Uhr im Armband für 3100 Euro. ZDF

Aber Lisa Nüdling legt noch einen Hunderter oben drauf. Damit bekommt sie den Zuschlag. Käuferin und Verkäufer sind glücklich. „Das ist wie Weihnachten und Ostern zusammen, die ist so tragbar – Uhr und Armband“, strahlt die neue Besitzerin.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags, um 15.05 Uhr, im ZDF.