„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter ist in Deutschland sehr beliebt. dpa/Rolf Vennenberd

Host Lichter ist seit vielen Jahren das Gesicht der beliebten Trödelshow „Bares für Rares“ und in dieser Funktion legt er zumindest den Grundstein dafür, dass Kandidaten im Händlerraum zu ordentlich Kohle kommen. Doch das so vertraute und vor allem vertrauenswürdige Gesicht des TV-Trödlers und ehemaligen TV-Kochs machen sich nun auch Kriminelle zu nutze. Vorsicht ist geboten!

Kriminelle wollten sich Horst Lichters Vertrauenswürdigkeit zunutze machen

Denn wie „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter nun selbst auf Instagram schrieb, wird sein Gesicht im Internet für fiese Abzocke missbraucht. Der TV-Star schrieb: „Ihr Lieben, die im Netz kursierenden Anzeigen, in denen es heißt, ich werbe für Bitcoins oder andere Investitionen sind ein Fake! Ich habe nie und werde auch in Zukunft keine Investitionstipps geben! Ich bitte Euch, nicht auf diese Betrugsmasche reinzufallen.“

Tatsächlich tauch derzeit im Internet immer wieder Werbung für schnelle Geldvermehrung mit dem Gesicht von Horst Lichter auf. Der geht nun auch rechtlich gegen diesen Missbrauch vor. „Die Anwälte sind eingeschaltet“, schrieb er. Doch der Kampf wird wohl noch ein bisschen dauern, denn wie der „Bares für Rares“-Moderator weiter berichtet, sitzen die Urheber im Ausland und sind daher schwer zu greifen.

Vor Horst Lichter wurden auch schon Judith Rakers oder Jan Hofer als Werbegesichter missbraucht

Horst Lichter ist nicht der erste TV-Star, der von Kriminellen als Werbefigur missbraucht wird. Auch die „Tagesschau“-Sprecherin Judith Rakers und ihr ehemaliger inzwischen zu RTL abgewanderter Kollege Jan Hofer wurden bereits Opfer dieser Masche, die mit der Glaubwürdigkeit dieser Personen spielt. Bei Rakers ging es einmal ebenfalls um Bitcoins, ein anderes Mal um Diätpillen.

Bitcoins scheinen aber die Haupt-Abzock-Methode der Kriminellen zu sein. Ähnliche Anzeigen wie bei Lichter, Hofer oder Rakers fanden sich in den vergangenen Jahren auch mit den Gesichtern von Herbert Grönemeyer, Thomas Gottschalk, Lena Meyer-Landrut, Günther Jauch, Yvonne Catterfeld oder Dieter Bohlen. Einen richtigen Weg diese Machenschaften zu stoppen, haben Justiz und Politik bislang noch nicht gefunden.

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Die Fans von „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter sind jedenfalls froh, dass ihr Horst nicht tatsächlich mit den dubiosen Hintermännern der Werbeanzeige zusammenarbeitet. „Danke für die Info, hätte mich auch sehr gewundert“, kommentierte einer unter Horst Lichters Warnung. Ein andere nahm es mit Humor und fragte: „Ich habe ein Bitcoin aus dem 16. Jhd., kann ich in die Sendung kommen?“ Das wäre wohl eine Rarität, bei der es bei „Bares für Rares“ kein Geld gäbe.