Dieser Klunker brachte bei „Bares für Rares“ erstaunlich wenig Geld. Screenshot/ZDF

Häufig sind Besuche bei „Bares für Rares“ für die Kandidaten ein echter Erfolg. Doch abgesehen von einem netten Schwätzchen mit Moderator Horst Lichter lief der Besuch bei der beliebten ZDF-Trödelshow für Thomas Luedecke aus Biebergemünd eher mäßig. Sein Besuch wurde zum Verlustgeschäft!

Kandidat bringt Goldring mit zu „Bares für Rares“

Doch von Anfang an. Frohen Mutes stellte sich der Werkzeugwart bei „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter und Expertin Wendela Horz vor. Sein Exponat: Ein goldener Ring mit drei kleinen Steinchen an der Front, die die Expertin sogleich als zwei echte Saphire und einen kleinen Diamanten klassifizierte. Zudem wusste sie zu berichten, dass das Schmuckstück im Jahr 1909 im englischen Chester gefertigt wurde und aus 750er Rotgold besteht.

Während die Expertin sich um die Fakten kümmerte, widmete sich Horst Lichter dem, worum es bei „Bares für Rares“ ja auch geht: dem Zwischenmenschlichen. So erfuhr der berühmte Bartträger, dass sein Gegenüber in seiner Freizeit mit einem Metalldetektor auf Schatzsuche geht. Den Ring habe er jedoch nicht daher, verriet er, sondern aus dem Internet. Er habe ihn einst für seine Frau erstanden, doch der sei er zu klein. 250 Euro habe er damals bezahlt und Wendela Horz schaute schon ein wenig besorgt, als sie das hörte.

Horst Lichter, Wendela Horz und Kandidat Thomas Luedecke sprechen bei „Bares für Rares“ über den Goldring. Screenshot/ZDF

„Bares für Rares“: Der Goldwert des Rings war nicht vielversprechend

Denn die „Bares für Rares“-Expertin taxierte den Goldwert des kleinen Rings zunächst auf lediglich 65 Euro! Immerhin ganz die Hoffnung fahren lassen musste Thomas Luedecke hier nicht. Denn die Expertin für Edelmetalle und Edelsteine wusste durchaus zu würdigen, dass es sich hier um eine schön gemachte Handarbeit handelte und taxierte den Wert auf 200 bis 250 Euro. Also gab es von Horst Lichter die bei „Bares für Rares“ stets begehrte Händlerkarte.

Im Händlerraum fing es für Thomas Luedecke zunächst auch recht locker an. Zunächst konnte er den österreichischen Auktionator Wolfgang Pauritsch das ein oder andere Mal berichtigen, was die Zeit oder den Ort der Herstellung der Ringe anging, doch dann ging es langsam ans eingemachte. Wolfgang Pauritsch war auch der erste der ein Gebot abgab und das ließ Thomas Luedecke schon die Gesichtszüge gefrieren, denn das Startgebot von 100 Euro ließ auf zähe Verhandlungen schließen.

Im „Bares für Rares“-Händerraum nimmt Elisabeth Nüdling den Ring genau unter die Lupe. Screenshot/ZDF

Zähe Verhandlungen bei „Bares für Rares“

Und die wurden es dann auch! Zwar erhöhte Händlerin Lisa, die eigentlich Elisabeth Nüdling heißt, direkt auf 120 Euro, doch  dann stiegen erst einmal Fabian Kahl und Christian Vechtel aus. Waldi Lehnertz bot dann 130 Euro, aber auch nur, „damit Lisa 150 sagen kann“, wie der „Bares für Rares“-Händler aus der Eifel betonte. Die Kunsthistorikerin folgte ihm und bot 150 Euro - doch dann war eigentlich der Ofen aus. Alle Konkurrenten waren ausgestiegen und es ging nur noch um die Zusage.

Doch für 150 Euro war Thomas Luedecke eigentlich nicht zu „Bares für Rares“ gekommen. Er nannte die Expertise und handelte Elisabeth Nüdling immer weiter hoch. 160, 180, bei 190 Euro war dann Schluss und die Hessin bekam den Zuschlag.

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Mit ein paar Scheinen in der Hand verließ Kandidat Thomas Luedecke den Händlerraum von „Bares für Rares“ ein bisschen bedröppelt. 60 Euro Verlust hatte er gemacht, dazu blieb er zehn Euro unter seiner persönlichen Schmerzgrenze von 200 Euro. „War okay“, resümiert er. „Man kann nicht alles haben.“

„Bares für Rares“ läuft werktags um 15 Uhr beim ZDF. Die Trödelshow mit Horst Lichter ist eine der beliebtesten Nachmittagssendungen in Deutschland.