Wie wertvoll ihr Collier ist, damit hatte „Bares für Rares“-Kandidatin Rosemarie Weinzlerl nicht gerechnet.  ZDF

Mit einem schmucken Erbstück wollen Rosemarie Weinzlerl und ihr Sohn Johannes ein bisschen Geld bei „Bares für Rares“ machen. Das Collier hat lange genug zu Hause im Schrank rumgelegen, jetzt soll es in gute Hände kommen. „Das Perlen-Collier ist ein sehr filigranes Gebilde. Man sieht auf den ersten Blick, dass es etwas Antikes ist. Und darum ist es für mich auch nicht tragbar“, erklärt die Kandidatin. Doch bei der Expertise kommen ihr dann doch die Tränen. Aber nicht, weil sie sich nicht trennen kann. Der Preis der Expertin übersteigt ihre kühnsten Wunschvorstellungen. Wahnsinn!

„Ich habe ihn von einer Patentante, an die ich mich überhaupt nicht erinnern kann, geerbt. 1970 ist sie gestorben. Sie hatte damals adelig eingeheiratet. Deshalb denke ich, ist der Schmuck etwas wirklich Besonderes“, erzählt die Kandidatin, betont dann aber schnell, sich ansonsten mit dem Thema überhaupt nicht auszukennen.

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Viele Perlen hat das Collier zu bieten, das bei „Bares für Rares“ zum Verkauf steht. ZDF

Da kann  „Bares für Rares“-Schmuckfachfrau Wendela Horz sicher weiterhelfen. „Aus einem begüterten Haushalt kommt dieser Schmuck auf jeden Fall. Das ist sicher“, errät sie. „Es handelt sich bei diesem Collier um eine wunderschöne Handarbeit aus England in 625er Gold, 15 Karat.“ Einen Hinweis auf Hersteller kann die Expertin aber nicht ausmachen.

Nur lobende Worte von der „Bares für Rares“-Expertin

Dafür das: Es gibt einen Anhänger für eine Brosche. Diese konnte man für die große Garderobe unten anhängen, sodass das Schmuckstück noch opulenter und schöner war. Die Brosche sei leider verloren gegangen, erklärt Rosemarie Weinzlerl.

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„Immerhin ist das Collier noch da“, meint Wendela Horz. „Es ist in einem altersmäßig sehr guten Zustand. Es fehlen nur zwei kleine Perlen.“ Die Gestaltung mit dem zarten Gitter sei sehr schön, das ließe Rückschlüsse auf die Jahrhundertwende ziehen. „Ich denke, dieses Collier ist zwischen 1890 und 1900 entstanden. Es ist sehr reich besetzt mit Perlen – fast alles sind Halbperlen, es gibt drei kleine Vollperlen. Das ist die Mode, die in England zu der Zeit sehr angesagt war“, erklärt die „Bares für Rares“-Expertin.

Bei „Bares für Rares“ wollen Mutter und Sohn ein Collier verkaufen. ZDF

Die Kette sei original, der Verschluss sei später ausgetauscht worden. Das Original-Etui mache das Set zu etwas wirklich besonderem. „Ein Etui ist eine Schatulle, die in ihrer Form ihrem Inhalt angepasst ist. Und das sieht man hier ganz hervorragend. Es ist von Hand geschaffen. Die Aussparungen passen ganz genau. Es gibt eine Goldprägung, es ist in Ziegenleder ganz fein gearbeitet. Das war etwas ganz Besonderes“, mein Wendela Horz. Das passe zu der Geschichte mit der adligen Herkunft.

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Bleibt die Frage nach dem Wert. Die Kandidatin zuckt verlegen mit den Schultern. „Wünschen tu ich mir 1000 Euro“, sagt sie und schüttelt den Kopf. „Naja, wünschen kann man sich ja alles“, schiebt sie hinterher. An so einen hohen Wert scheint sie nicht wirklich zu glauben. Doch wie sieht die Expertin den Preis?

„Beginnen wir mal mit dem Material. Es ist 625er Gold, das mit einer Schicht Feingold überzogen wurde. Allein das Gold ist über 500 Euro wert. Insgesamt, auch mit dem Original-Etui, schätze ich ihr Collier auf 1500 Euro“, sagt Wendela Horz. Das kann Rosemarie Weinzlerl gar nicht fassen. Sie kriegt Schnappatmung, dann hat sie Tränen in den Augen.

Laut „Bares für Rares“-Expertin ist das Collier filigrane Handarbeit aus England. ZDF

„Oh Gott, nicht weinen“, sagt Horst Lichter und drückt ihr die Händler-Karte in die Hand. „Das ist das schöne daran, dass man Menschen so überraschen kann, Wendela. Hast du einen schönen Job“, sagt der Moderator zu seiner Kollegin. „Ja, ich will auch keinen anderen haben“, bestätigt die, während die Kandidatin immer noch ganz aus dem Häuschen ist.

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„Bares für Rares“-Händler sind begeistert

Hoffentlich können die „Bares für Rares“-Händler das teure Schmuckstück wertschätzen! Immerhin: Mit Susanne Steiger sitzt die Schmuck-Liebhaberin Nummer eins mit im Händlerraum. „Ein sehr schönes Collier aus dem viktorianischen England haben Sie mitgebracht. Das verkaufen wir heute sehr gut als Brautschmuck“, begrüßt sie die Kandidaten freudestrahlend.

Mit 800 Euro startet Susanne Steiger in das Bietergefecht. Daniel Meyer ist mit 850 Euro dabei, Fabian Kahl mit 900 Euro. Steve Mandel bietet 1000 Euro an. Nur Christian Vechtel hat kein Interesse. Das geht doch schon mal gut los.

„Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger zahlt 1350 Euro für das Collier.  ZDF

Susanne Stieger bietet 1100 Euro an, überbietet sich dann selbst und wirft 1200 Euro in den Raum. „Weil ich denke, dass das doch sehr gut verkäuflich ist“, sagt sie. „Eben! Und darum bin ich noch nicht ganz zufrieden“, wirft  Rosemarie Weinzlerl ein. Sie will die 1500 Euro der Expertise haben.

Auf 1350 Euro kommt Susanne Steiger ihr noch entgegen, mehr zu bezahlen ist sie aber nicht bereit. Darauf lässt sich die Verkäuferin ein. Immerhin ist das deutlich mehr als ihr Wunschpreis, den sie schon nicht für möglich gehalten hatte.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.