Dieser Ring steht bei „Bares für Rares“ zum Verkauf. ZDF

Es ist fast zu schön, um wahr zu sein! Da kommt eine ältere Dame, ihres Zeichens stolze Oma, in die ZDF-Trödelsendung „Bares für Rares“. Sie hat einen Ring dabei, ein Erbstück der längst verstorbenen Mutter. Der soll verkauft werden, damit Oma eine Runde Eis spendieren kann. Vielleicht hundert Euro, das wäre schön. Doch alles kommt ganz anders. Nach einer Hammer-Expertise bekommt die Kandidatin einen Wahnsinns-Preis. Von dem Erlös könnte sie wohl jahrelang Eis essen gehen.

„Bares für Rares“-Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel nimmt den Ring unter die Lupe. ZDF

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„Ich habe den Ring von meiner Mutter geerbt. Die ist vor 17 Jahren verstorben. Seitdem habe ich ihn in der Schublade zu liegen. Er ist nicht mein Geschmack“, gesteht Hildegard Kreuer aus Köln. Da der Ring auch schon bei ihrer Mutter hauptsächlich in der Schublade lag, fällt die Trennung nicht ganz so schwer. Immerhin hat die Verkäuferin ja auch einen großen Wunsch: Von dem Erlös will sie mit all ihren vier Enkelsöhnen eine große Portion Eis essen gehen. Das sollte doch wohl drin sein, oder?

Keine guten Nachrichten von „Bares für Rares“-Expertin

„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter ist vor allem von dem großen, blauen Stein in der Mitte des Ringes fasziniert. „Das möchtest du zuerst wissen?“, fragt Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel ungläubig nach. Denn in dieser Hinsicht trügt der schöne Schein schon einmal. „Ich gehe hier von einem Saphir aus, allerdings hat der schon eine fast grelle Farbe und weist überhaupt keine Einschlüsse auf. Deshalb gehe ich von einer Synthese aus.“ Leider!

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Bei „Bares für Rares“ soll ein wenig Geld für eine Runde Eis mit den Enkeln zusammenkommen. ZDF

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Der Ring ist aufgebaut wie ein Blüte mit zwei Reihen Blütenblättern und eben dem Saphir als Blütenköpfchen in der Mitte. Die Blattkränze sind aufgebaut aus Diamanten im Altschliff. „Es sind alles Diamanten im Vollschliff, aber in den Proportionen, in denen wir es von vor 1920 kennen“, erklärt die Fachfrau. Die 0.10-Karäter im Außenkranz und 3-Punkt-Steine im Innenring. Ungefähr. 1,5 Karat kommen da zusammen.

Leider sei der Außenkranz unschön angeschlossen worden. Möglich und sogar wahrscheinlich ist, dass der Ring vor einiger Zeit umgearbeitet wurde. Außerdem ist einer der Steine in der Qualität stark abfallend. Er wurde vermutlich im Nachhinein ersetzt. Die Ringschiene ist aus Gold.

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Das klingt schon mal nach mehr als einer Kugel Eis pro Kind. Mit ihrem Wunschpreis von 100 Euro für den Ring könnte die Kandidatin wohl auch die dazugehörigen Eltern ihrer Enkel mit einladen. Aber sind 100 Euro nicht viel zu wenig?

„Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger ist schockverliebt in den schönen Ring. ZDF

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Definitiv: 110 Euro ist allein das Gold wert, noch mal 300 Euro die Diamanten. Dazu kommt der Schmuckwert. „Der Ring macht ordentlich was her“, findet die „Bares für Rares“-Expertin und liegt mit ihrer Einschätzung bei 500 bis 700 Euro.

„Bares für Rares“-Händler treiben Gebote in die Höhe

„Ich würde dir jetzt einen Vorschlag machen: Nicht für 500 bis 700 Euro Eis für vier Jungs an einem Tag. Das gibt ganz fies Ärger“, freut sich Horst Lichter mit der geplätteten Kandidatin. Die nimmt strahlend die Händlerkarte in Empfang.

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Im Verkaufsraum ist Susanne Steiger mal wieder schockverliebt. „Der Ring trifft mich mitten ins Herz“, gesteht sie und startet mit 800 Euro. Auch Wolfgang Pauritsch und Elke Velten bieten mit. Vierstellig sind die drei ziemlich schnell. Wahnsinn!

„Bares für Rares“-Händlerin Elke Velten bezahlt für den Ring 1500 Euro. ZDF

Als Elke Velten sogar 1500 Euro anbietet, kann die Kandidatin nicht anders als einzuschlagen. Der Deal ist perfekt. Mehr als das zehnfache des Wunschpreises bekommt Hildegard Kreuer, mehr als das doppelte der Expertise. Da kann sie einige Jahre lang Eis essen gehen.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.