„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter verrät, wie aufwändig die Show produziert wird. ZDF

Wie viel der Show ist echt? Wie viel ist erfunden? Wo fängt Abzocke an und zahlen die Händler die teils astronomischen Preise für die begehrten Objekte auch wirklich? Über die ZDF-Trödelsendung „Bares für Rares“ gibt es viele Spekulationen. Kein Wunder, dass der eine oder andere Fan sich da einfach mal selbst als Kandidat versuchen will. Und das nutzen eiskalte Diebe jetzt aus! Achtung, mit dieser miesen Masche werden „Bares für Rares“-Fans gerade abgezockt! Aber wir verraten auch, wie und wo man sich wirklich bewerben kann.

Auf seiner Facebook-Seite warnt das Team der Show aktuell vor folgendem Szenario: „Aktuell versuchen Trickbetrüger Einlass in Wohnungen zu bekommen, in dem sie sich als Bares für Rares Mitarbeiter ausgeben.“

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Unter der Maßgabe, mal schauen zu wollen, was sich als Verkaufsschlager in der Show eignen würde, bitten diese Personen die ahnungslosen Opfer offenbar, ihr wertvollstes Hab und Gut zu präsentieren. Doch das wird dann nicht in der Show gewinnbringend verkauft, sondern eiskalt mitgenommen.

„Bares für Rares“-Team warnt vor Betrügern

Das „Bares für Rares“-Team schreibt weiter: „Zur Klarstellung: Unsere Mitarbeiter kommen unter keinen Umständen zu euch nach Hause. Bitte lasst diese Personen nicht in eure Wohnung und passt auf euch auf.“

Denn so funktioniert das Prinzip auch nicht. Wer bei „Bares für Rares“ Kandidat werden will, muss sich dafür selbst bewerben. Und zwar über ein Online-Formular. Dort heißt es: „Sie haben Keller, Dachböden und Flohmärkte durchforstet und glauben, auf einen wahren Schatz gestoßen zu sein? Die ‚Bares für Rares‘-Experten schätzen den Wert Ihrer Rarität und mit etwas Glück haben Sie anschließend die Gelegenheit, Ihr Schätzchen bei den Händlern gegen Bargeld zu tauschen.“

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So wird man Kandidat bei „Bares für Rares“

27 Fragen gilt es dann zu beantworten. Von Name und Adresse bis „Welche Informationen haben Sie über den Wert der Rarität?“ oder „Haben Sie bereits an Fernsehsendungen teilgenommen? Wenn ja, wann und bei welchen Sendungen?“ gibt es einen bunten Mix an Feldern, die es auszufüllen gilt. Zum Schluss muss man Fotos seiner Rarität anhängen – maximal fünf Stück. Je besser deren Qualität ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, in die engere Auswahl zu kommen.

Denn eben diese Fotos sind die Grundlage für die Experten, die sich dann einen Überblick verschaffen. Laut Angaben des ZDF bekommt die Trödel-Show 500 bis 1000 Bewerbungen jede Woche. Im Fernsehen sehen die Zuschauer aber nur rund 25. Klar, dass da ordentlich aussortiert werden muss. Und das passiert eben nicht live und vor Ort, sondern durch eine Vorauswahl.

„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter (2. v. l.) und die Experten lernt man nur kennen, wenn man einen aufwändigen Bewerbungsprozess für die Show durchlaufen hat. ZDF

Zur Expertise werden nur potentiell interessante und/oder antike Schätze zugelassen. Nur selten flimmern im Fernsehen Bilder, bei denen Kandidaten keine Händlerkarte bekommen – meist, weil das gute Stück sich in der näheren Betrachtung als Fälschung herausstellt oder der Schätzpreis mit der persönlichen Schmerzgrenze nicht übereinstimmt.

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Was viele nicht wissen: Die Produktion der Sendungen ist viel aufwändiger, als es im Fernsehen aussieht. „Wir produzieren zwei Sendungen am Tag, dafür sind wir dann 10 bis 12 Stunden vor Ort. Es ist alles viel aufwändiger, als das, was man im Fernsehen sieht“, verrät „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter im KURIER-Interview.

Sie wollen viele spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.