„Bares für Rares“-Experte Detlev Kümmel ist Fachmann für Kunst und Antiquitäten. ZDF/ Frank W. Hempel

Er ist die Ruhe selbst. Immer freundlich. Immer eloquent. Wenn Detlev Kümmel bei „Bares für Rares“ am Expertentisch steht, kommen Geschichten über große und kleine Schätzchen zutage, die ohne seine Expertise wohl für immer im Dunkel geblieben wären. Dabei hat der Fachmann für Kunst und Antiquitäten nicht den typischen Karriereweg bestritten. Studium? Fehlanzeige! Was er macht und weiß, weiß und macht er aus Neugier und innerer Überzeugung. Er verrät: Für ihn ist Trödel ein bisschen wir Fast Food.

Seit 2016 ist Detlev Kümmel aus dem „Bares für Rares“-Universum um Moderator Horst Lichter nicht mehr wegzudenken. Schon vorher hatte er in Fernsehsendungen wie „Der Trödeltrupp“ oder „Die Versicherungsdetektive“ erste Erfahrungen vor der Kamera gemacht. Wie das kam? Durch seine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker eher nicht. Weil er zwei Fitnessstudios hatte, an internationalen Wettkämpfen im Kampfsport teilgenommen hat, wohl eher auch nicht.

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„Bares für Rares“-Experte Detlev Kümmel ist ein Tausendsasser

Detlev Kümmel sei schon immer besonders neugierig gewesen, sagt er über sich selbst. Was ihn an alten Sachen fasziniert? Er wolle das Leben besser verstehen. 1997 baute er sich deshalb eine Galerie in Lüdenscheid auf. Statt Sportanzug trug er fortan einen mit Manschettenknöpfen. Statt Turnhalle waren nun Trödelmärkte, aber auch die großen Kunstschauen und -messen sein Zuhause.

ZDF/Sascha Baumann
„Bares für Rares“-Experte Detlev Kümmel

Ausbildung: Werkzeugmechaniker

Job: betreibt seit 1997 eine Galerie für Kunst und Antiquitäten

Geburtstag: 19. März 1968

Bei „Bares für Rares“ seit: Februar 2016

Facebook: https://www.facebook.com/detlevkuemmel

Website: https://kuemmel.gallery/

Was ihn am Trödel fasziniert? Das erklärt Detlev Kümmel im Gespräch mit dem Iserlohner Kreisanzeiger so: Trödel sei so etwas wie Fast Food, wie ein Besuch bei McDonald’s. Das Edel-Antiquariat sei schon eher ein Besuch in einem Feinschmecker-Tempel. „Aber am Ende stehen doch die meisten auf Mutters Braten zu Hause“, meint Detlev Kümmel und fühlt sich in eben dieser Mitte auch am wohlsten.

Detlev Kümmel lässt bei „Bares für Rares“ niemanden schlecht dastehen

Und genau da ist er auch bei „Bares für Rares“ zu Hause. Da kommt die Mutti mit ihrem Bild und bricht in Tränen aus, wenn Detlev Kümmel ihr sagt, dass es 30.000 bis 35.000 Euro wert ist. Oder der Herr mit der ersten Uhr, die auf dem Mond war, der ihren Wert sehr wohl zu schätzen weiß. Und manchmal kommen auch Kandidaten mit einem echten Picasso, der zuvor auf dem Dachboden eingestaubt ist.

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Es sind Menschen von nebenan, die in die Sendung kommen. Meist nicht, um das große Geld zu machen. Sondern um Geschichten zu erfahren, die Detlev Kümmel ihnen dann über ihr Objekt erzählen kann. Mal ist das am Ende sehr wertvoll, mal absolut wertlos. Aber: „Ich lasse niemand schlecht aussehen. Egal, was für einen Schrott er mir bringt“, sagt der Experte. Denn er weiß auch: „Es gibt keinen schwierigen Markt. Es muss nur der richtige Kunde kommen.“