Bei „Bares für Rares“ steht dieser schöne und unfassbar wertvolle Ring zum Verkauf. ZDF

Intensiv gelbe Diamanten sind selten. Unglaublich selten! Das war der Verkäuferin wohl nicht ganz klar, als sie mit ihrem Erbstück zu „Bares für Rares“ marschierte. Ihr bescheidener Wunsch: 2500 Euro. Lächerlich im Vergleich zur wirklich exorbitanten Expertise. Doch was dann passiert, ist wirklich unfassbar.

Lesen Sie auch: Schock-Anruf für „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter: Dieser Moment ändert alles! >>

„Ich weiß nicht, wie alt er ist. Das ist ein Erbstück meiner Mutter von ihrer Großtante. Die ist in den 80ern verstorben. Seitdem liegt der Ring bei uns in einer Schatulle und Plastiktüte wohlverstaut im Keller“, erzählt die Kandidatin.

„Das ist ein gutes Versteck. Da sucht der Einbrecher eher nicht“, muss „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter schmunzeln.

Lesen Sie jetzt auch: „Bares für Rares“-Star Horst Lichter: Hier stellt er Expertin Wendela Horz ein Logik-Rätsel! Hätten SIE die Aufgabe lösen können? >>

„Bares für Rares“-Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel erklärt den Wahnsinns-Stein im Ring. ZDF

Lesen Sie auch: Myroslav Slavov bei „Bachelor in Paradise“: DIESER TV-Schönling ging mal als Fußballer in Berlin auf Torejagd >>

„Das ist ein mächtiger Militär-Ring mit einer Entourage. Es ist ein gelber Diamant. Aber nicht nur das – es ist sogar ein Fancy Diamant. Das heißt, die Farbe befindet sich außerhalb der sogenannten Weißreihe. Weiße Diamanten sind hellweiß, können aber auch leicht gelblich sein. Und alles was sich außerhalb dessen befindet, sind sogenannte Fantasie-Farben.

„Bares für Rares“-Expertin erklärt super-seltenen Stein

Diese hier lässt sich als intensive Variante von Gelb bezeichnen. Hier sieht man mit bloßem Auge, dass er ganz gelb ist. Und es ist sogar ein Diamant im Altschliff“, kommt „Bares für Rares“-Expertin Dr. Heide Rezepa-Zabel nicht aus dem Staunen heraus.

Aufgrund des besonderen Schliffs käme die Farbe extrem gut zur Geltung, freut sie sich. Ist das also vielleicht sogar ein Fake? Kann man Diamanten vielleicht auch farblich bearbeiten? „Man kann Diamanten farbverbessern und synthetisieren“, erklärt die Fachfrau. Ob das hier der Fall sei, sei nicht ganz sicher. Das könne man nur mit einem Infrarot-Spektroskop wirklich sicher sehen.

Lesen Sie auch: Sind Annika und David nach „Hochzeit auf den ersten Blick“ noch ein Paar? Ein Detail verrät den Bräutigam >>

„Aber dieser Stein steckt in einem Ring, der mit Sicherheit in den 20er- oder 30er-Jahren gefertigt wurde. Die Fassung ist eine sogenannte kamoisierte Fassung. Das heißt, in Chatons gefasst. Die Steine rundherum sind also eingebohrt und befestigt. Der Aufbau mit Rosen-Diamanten spricht eindeutig für die 20er- oder 30er-Jahre. Deswegen kann ich ausschließen, dass dieser Stein behandelt wurde. Denn diese Verfahren tauchten erst viel später auf“, ist sich Dr. Heide Rezepa-Zabel ihrer Sache ziemlich sicher. Ja, dieser Stein ist definitiv etwas ganz besonderes.

In intensivem Gelb funkelt der Ring bei „Bares für Rares“. ZDF

Die Ringschiene sei mit einer Platin-Legierung versehen. Also sind die Eigenschaften des Steins das ausschlaggebende Kriterium für den Preis. Die Größe spielt eine wichtige Rolle: 2,6 Karat hat die die Expertin rechnerisch ermittelt. Die Reinheit liegt im VS-Bereich – von außen sieht man keine Einschlüsse.

In einer Schatulle liegt ein kleiner zusätzlicher Stein, der wohl in eine Lücke im Ring gehört. „Das ist ganz wunderbar, dass sie den mitgebracht haben. Damit ist der Ring vollständig. Es ist überhaupt kein Problem, den da wieder hineinzusetzen“, freut sich Dr. Heide Rezepa-Zabel.

Lesen Sie auch: Echter Picasso bei „Bares für Rares“: Diesen unfassbaren Preis ruft der Experte auf – Verkäuferin bekommt Mega-Summe >>

„Bares für Rares“-Kandidatin mit bescheidenem Wunsch

Das klingt doch alles ziemlich gut. Fehlt nur noch der Preis für das gute Stück. „Ich habe eigentlich überhaupt keine Ahnung. Ich habe aber einen Wunsch. Da ich einen Versicherungsschein aus den Sechzigerjahren mitgebracht habe und da eine Summe drauf steht – die Versicherungssumme war 15.000 D-Mark – hätte ich gern 2500 Euro“, erklärt die „Bares für Rares“-Kandidatin.

Lesen Sie auch: Größte Diamanten der Welt bei „Bares für Rares“: Rentner-Paar verkauft ganz besondere Sammlung – für schwerkranke Enkelin >>

„Ich bin erstaunt, dass er mit 15.000 Euro bewertet wurde. Aber die Kaufkraft war damals natürlich eine andere. Es ist sicherlich auch der zugenommenen Attraktivität geschuldet, dass die Preise für Fancy-Diamanten wirklich extrem in die Höhe geklettert sind. Dieser Stein ist auch schon gefasst worden. Wenn der zurück in den Handel geführt wird, liegen die Preis pro Karat bei 12.000 bis 13.000 Euro. Mit der Ringschiene und der Karat-Größe von 2,6 liegen wir bei 32.000 bis 34.000 Euro“, schockt die Expertin ihr Gegenüber.

„Bares für Rares“-Händlerin Susanne Steiger guckt sich den Ring genau an. ZDF

Sandra muss sich erst mal schütteln, lacht ungläubig und zuckt dann mit den Schultern. Sie kann gar nicht fassen, was sie da eben gehört hat. Sie wirkt benommen, muss sich am Tisch abstützen. Wahnsinn! Nie im Leben hätte sie damit gerechnet.

Aber sind die „Bares für Rares“-Händler genauso begeistert? Als sie den wertvollen Ring übergibt, wissen die potenziellen Käufer gleich Bescheid. „Ich glaube, da machst du Susanne glücklich“, meint Walter „Waldi“ Lehnertz zu seiner Kollegen Susanne Steiger. Die ist bekannt dafür, dass sie fast jede Summe bezahlt, wenn ihr ein Schmuckstück wirklich gut gefällt.

Lesen Sie auch: Abzocke bei „Bares für Rares“? Expertise bis 60.000 Euro – aber DIESER kaiserlicher Schatz wechselt für Schock-Preis den Besitzer >>

Drama im „Bares für Rares“-Händlerraum

Fabian Kahl ist ehrlich. Schon vor dem ersten Gebot sagt er: „Ich bin da raus, ich habe nicht so viel Geld dabei.“ Das wäre wohl nicht das Problem, es kam schon öfter vor, dass Beträge angezahlt und der Rest überwiesen wurde. Aber er weiß wohl, welche Summen da im Raum stehen und will das nicht ausgeben.

Kein Deal! Keiner der „Bares für Rares“-Händler ist bereit, mindestens 20.000 Euro für den Ring zu zahlen. ZDF

Doch auch die Begeisterung von Susanne Steiger hält sich in Grenzen. Sie weiß, wie selten so ein Stein ist. Aber ihre Jubelstürme bleiben aus. Im Gegenteil, sie ist skeptisch, was die Farbe angeht, weiß auf die fehlende Labor-Analyse hin.

Dann sagt die Kandidatin den Schätzpreis an. „Nach einer Laboranalyse wäre dieser Preis auch realistisch. Aber wo können wir uns denn vielleicht einigen?“, fragt Susanne Steiger nach. „Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen überrumpelt gewesen von dem Preis“, gibt die Verkäuferin in spe zu. „20.000 bis 25.000 hätte ich gern“, sagt sie.

Lesen Sie auch: Frau findet 4-Karat-Diamanten – und darf ihn behalten: HIER er lag das Mega-Juwel und DAS ist es wert >>

„Ich würde Ihnen unter Vorbehalt, dass der Stein echt ist, 15.000 Euro geben“, erwidert die potenzielle Käuferin. Das ist der Kandidatin zu wenig. Auf 18.000 Euro geht Susanne Steiger noch hoch, aber 20.000 Euro sind die Schmerzgrenze und so nimmt Sandra ihren wertvollen Ring lieber wieder mit.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.