Diese DDR-Lampen stehen bei „Bares für Rares“ zum Verkauf. ZDF

Dieses Hobby ist wirklich kultig. Und ihr Mitbringsel ebenso. „Unsere ganze Wohnung ist im 70er-Jahre-Stil eingerichtet. Aber ab und zu muss auch mal was gehen. Deshalb geben wir diese beiden Lampen weg“, erklärt Christian Walter aus Möhnsee, der zusammen mit seiner Freundin Viktoria Plinke zu „Bares für Rares“ gekommen ist. Im Gepäck: Zwei knallrote Tischlampen, die Moderator Horst Lichter mit „Das sieht doch lustig aus“ beschreibt. Was viele nicht wissen: Weil die meisten Leute dieses Teile in den Müll schmeißen, hat das junge Paar jetzt die Chance, damit richtig Geld zu machen. Und das passiert dann auch...

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„Die eine Leuchte habe ich schon länger. Als wir damals in der ehemaligen DDR Urlaub gemacht haben, ist mir die auf dem Trödelmarkt aufgefallen“, erzählt Christian Walter. „Bares für Rares“-Experte Detlef Kümmel weiß mehr darüber.

„Bares für Rares“-Experte Detlef Kümmel findet, dass solche Lampen in einen Wohnraum, der wie in der DDR gestaltet ist, unbedingt hineingehören.  ZDF

„Das sind tatsächlich zwei nahezu identische Tischleuchten. Aber: Man kann sie auch umdrehen, das Kabel verlegen und an die Decke hängen“, verrät der Fachmann. Der einzige Unterschied der beiden Lampen: Bei einer sind die Leuchte aus verspiegeltem Rauchglas, bei der anderen ist das Glas etwas klarer.

„Bares für Rares“-Experte: „Typisch DDR“!

Die Lampen sind von der Firma EGEM, kommen aus der ehemaligen DDR. „Damals gab es den Begriff Space Age“, sagt  Detlef Kümmel, „das kann man hier auch benutzen und über Sputnik-motivgegebene Leuchten sprechen. Aber ich will noch etwas anderes in den Raum werfen: Das ist Ostalgie-Design. Da kauf man für die Wohnungseinrichtung ganz typische Dinge aus der damaligen DDR. Und da gehört so eine Leuchte auf jeden Fall in den Raum hinein.“

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„Bares für Rares“-Händler Roman Runkel nimmt die DDR-Lampen unter die Lupe, hat aber beim Bietergefecht kein Interesse an den alten Teilen. ZDF

Bei einer Lampe hat der Standfuß einen helleren Rot-Farbton, als der Rest der Lampe. Ansonsten haben beide Stücke keinen Makel. Entsprechend schweben den Kandidaten 100 bis 150 Euro pro Lampe vor. Die beiden kennen sich eben aus. Der „Bares für Rares“-Experte bestätigt den Wunschpreis beinah exakt, 120 Euro pro Stück sind in seinen Augen drin.

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Aber zahlen das auch die Händler? Roman Runkel begutachtet die Mitbringsel als erster von allen Seiten. Er schätzt auf die 70er-Jahre und liegt damit goldrichtig. „Meine Mama hatte sowas“, sagt Wolfang Pauritsch. „Ich hatte sowas auch“, wirft Elke Velten ein.

„Bares für Rares“-Händlerin hatte DDR-Lampen selber

Beide bieten daraufhin munter mit. Wolfang Pauritsch macht mit 100 Euro den Anfang. „Der Antrieb ist auf jeden Fall DDR. Es gibt Leute, die sammeln sowas“, meint Elke Velten und bietet 200 Euro an. „Es wird langsam lauwarm“, sagt Verkäufer Christian Walter, als er gefragt wird, ob er für diesen Preis verkaufen würde.

„Bares für Rares“-Händlerin Elke Velten zahlt 250 Euro für die DDR-Lampen. ZDF

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Dann überbietet sich Elke Velten selber, legt auch 250 Euro auf den Tisch. Damit ist das junge Paar einverstanden. „Die meisten dieser Stücke sind in den letzten Jahren weggeworfen worden. Deshalb sind die heute so rar und so beliebt“, gratuliert Wolfang Pauritsch seiner Kollegin zum ostalgischen Kauf.

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags, um 15.05 Uhr, im ZDF.