Diese Prunkvase wechselt bei „Bares für Rares“ für einen Wahnsinns-Preis den Besitzer. ZDF

„Sehr schöne Vase. Die wirkt auch ohne Blume, da muss gar keine rein“, findet „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter. Mitgebracht hat das gute Stück Theresia Friedrichs, 60, ehemalige Lehrerin aus Köln, die außer der Familiengeschichte nicht viel über die Vase weiß – „und bin deshalb gespannt, was ich heute an neuen Informationen darüber erfahren werde“, erklärt Kandidatin Theresia Friedrichs. Die gibt es natürlich – von „Bares für Rares“-Kunsthistoriker Colmar Schulte-Goltz. Was der zu sagen hat, ist wirklich fantastisch. Denn so bringt das kleine Kunstwerk einen wirklichen Hammer-Preis.

Lesen Sie auch: Schock-Anruf für „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter: Dieser Moment ändert alles! >>

„Meine Urgroßeltern hatten einen Lebensmittelladen, in dem auch regelmäßig Vertreter vorbeikamen. Und die Geschichte, die ich zu der Vase gehört habe, ist, dass dort eben auch der Sohn eines holländischen Schokoladen-Fabrikaten vorbeikam und auf meine Großmutter, die damals ein Teenager war, ein Auge geworfen hatte. Als Zeichen seiner Bewunderung hat er ihr damals um 1915 herum diese Vase geschenkt“, erzählt Kandidatin Theresia Friedrichs die Familiengeschichte zu der Vase.

Lesen Sie auch: „Bares für Rares“-Star Walter „Waldi“ Lehnertz packt über besonderes Fundstück aus: DAS geschah nach der Sendung wirklich! >>

„Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter findet die Vase auch ohne Blumen schön. ZDF

Lesen Sie dazu auch: Olympia-Teilnehmer aus der DDR verkauft sein Lebenswerk bei „Bares für Rares“ – für diese astronomisch hohe Summe >>

„Was Sie mitgebracht haben, ist eine sehr schöne Vase“, findet Colmar Schulte-Goltz und erklärt den Aufbau. Sie ist eiförmig, hat unten einen vergoldeten Standring und eine ornamentale Malerei. Es folgt ein großer Aufbau mit einer Wandung, die wiederum ein großes Medaillon freigibt. Das ist wiederum von Girlanden gerahmt. Darüber folgt wieder ornamentaler Bildteil und schließlich ein goldener Abschluss an der Mündung. Die Frau auf dem Bild ist Marie-Antoinette.

Jetzt auch lesen: Gemacht für ein Schloss: „Bares für Rares“-Kunstwerk haut alle um – und bringt einen Wahnsinns-Preis >>

Mega-Expertise vom „Bares für Rares“-Experten

Die Unterseite gibt preis, dass es sich um ein deutsches Produkt aus einer Dresdner Manufaktur von Richard Klemm handelt. „Die Vase nimmt in den Dekorationen Anklänge an den Jugendstil, obwohl sie so historisch erscheinen möchte. Ich denke, dass wir nach 1900 sind. Der Zustand ist sehr schön. Einige Partien sind von der Oberfläche her nicht mehr ganz frisch. Allein die Malerei ist sehr langwierig, weil sie sehr detailreich ist“, erklärt der „Bares für Rares“-Fachmann.

Lesen Sie dazu auch: Sensation bei „Bares für Rares XXL“: Dieses Trinkgefäß vom Flohmarkt bringt fünfstellige Mega-Summe – gekostet hatte es 5 Euro >>

Von „Bares für Rares“-Fachmann Colmar Schulte-Goltz wird die Prunkvase genau unter die Lupe genommen. ZDF

Lesen Sie auch: „Bares für Rares“: Exorbitante Expertise schockt die Verkäuferin – und dann passiert das Unfassbare >>

Und was soll es bringen, das gute Stück? „Ich hatte eine Vorstellung von um die 300 Euro“, erklärt die ehemalige Lehrerin. Ist das ein realistischer Preis? „Die Vase ist sehr gut erhalten. Sie ist luxuriös und sie ist ein richtiges Vitrinen-Stück. In ihrer Vitrine haben unsere Händler immer noch ein Plätzchen frei und so bewerte ich diese Vase mit 350 bis 400 Euro“, sagt Colmar Schulte-Goltz.

Aber stimmt das auch? Sind die „Bares für Rares“-Händler wirklich gleich verliebt? „Das ist die berühmte Marie-Antoinette. Eine total feine Handmalerei, echt vergoldet“, staunt David Suppes schon bei der ersten Inaugenscheinnahme.

Lesen Sie auch: „Bares für Rares“-Expertin eskaliert bei Expertise: Dieser Ring ist fast doppelt so viel wert wie der viel zu hoch geglaubte Wunschpreis >>

Diese prunkvolle Vase sucht einen neuen Besitzer bei „Bares für Rares“. ZDF

„Da ich Österreicher bin, werde ich wahrscheinlich versuchen, dieses Stück Ihnen abzukaufen“, gibt Wolfgang Pauritsch fast verschämt zu, als die Kandidatin den Händlerraum betritt. Er startet mit 100 Euro.

„Bares für Rares“-Händler liefern sich ein wildes Bietergefecht

„Ich habe viele Jahre in Leipzig gewohnt, da ist Dresden nicht weit – 200 Euro“, kontert Fabian Kahl. Zwischen den beiden geht es ein paar Mal hin und her, bis Steve Mandel 330 Euro anbietet. Auch die Maximalschätzung ist schnell erreicht. Aber geht da noch mehr?

Ja! Bei 420 Euro steigt auch noch David Suppes in die Verhandlungen ein. Aber Wolfang Pauritsch will nicht lockerlassen. „Das sind aber sehr hohe Gebote für diese Vase“, sagt er und ist schon bei 460 Euro. „Schöne Gebote“, freut sich Theresia Friedrichs.

Lesen Sie auch: Größte Diamanten der Welt bei „Bares für Rares“: Rentner-Paar verkauft einen ganz besonderen Schatz – für schwerkranke Enkelin >>

„Bares für Rares“-Händler Fabian Kahl zahlt 500 Euro für die Prunkvase aus Dresden. ZDF

Fabian Kahl bietet sogar noch 490 Euro an. Klar, dass die Kandidatin da einschlägt. „Ich glaube, ich habe gar keine 90, ich mach dann einfach 500 Euro“, stellt der Käufer beim Blick ins Portemonnaie fest. Noch besser! „Das ist sehr erfreulich“, findet die Verkäuferin. „Der kleine Abschiedsschmerz, den ich vorher gespürt habe, ist jetzt nur noch ganz, ganz klein da.“

Sie wollen mehr spektakuläre Antiquitäten und deren Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.