Seit Jahren moderiert Horst Lichter die Trödel-Sendung „Bares für Rares“.
Seit Jahren moderiert Horst Lichter die Trödel-Sendung „Bares für Rares“. dpa

Er wurde als TV-Koch bekannt, moderiert inzwischen seit Jahren die Trödel-Show „Bares für Rares“ – und wird nun 60 Jahre alt: Fernseh-Star Horst Lichter. Am 15. Januar feiert er sein rundes Jubiläum – und  gab in einem Interview nun Einblicke in seine Gedanken zum Älterwerden. Mit einer Ansage schockt er seine Fans: Lichter äußert sich zum Thema Aufhören – und verrät, wie lange er „Bares für Rares“ noch moderieren will.

Horst Lichter: So lange will er „Bares für Rares“ noch moderieren

Auf die Frage, was für ihn Glück bedeutet, antwortet Lichter mit einer klaren Ansage. „Darauf gebe ich eine Antwort, die auf den ersten Blick heftig klingt. Wenn ich heute sterben müsste, wäre das in Ordnung“, sagt er. „Das heißt nicht, dass ich lebensmüde bin. Ich würde schon noch gerne viel machen. Aber ich habe schon so viel erleben dürfen und so viel mehr bekommen, als ich mir je erträumt hätte“

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Er habe im Laufe seines Lebens viel gelacht, gelitten, geweint und geliebt. „Ich habe tolle Kinder bekommen, die mir Enkelkinder geschenkt haben. Ich wäre eher dankbar dafür, was ich hatte, als dass ich böse dafür wäre, was ich verpassen würde“, sagt er. „Wenn ich heute Abend im Bett einen Herzinfarkt bekomme und morgen nicht mehr aufstehe, würde ich sagen: ‚Danke für dieses großartige Leben.‘“

Doch bis dahin ist hoffentlich noch etwas Zeit – das hoffen auch seine Fans, die er mehrmals pro Woche mit seinen Moderationen bei „Bares für Rares“ verzückt. Wie lange will Lichter DAS eigentlich noch machen? „Wenn ich keine Lust mehr habe, höre ich auf. Aber eines weiß ich jetzt schon. Ich werde nicht mehr mit 70 Jahren im Fernsehen rumhüpfen“, sagt er. Bleiben nach seinem runden Jubiläum also noch höchstens zehn Jahre auf der TV-Bühne...

„Bares für Rares“-Star Horst Lichter: Diese Träume hat der Moderator noch

Schließlich sei er nicht, wie etwa Thomas Gottschalk, sein Leben lang ein Showmaster gewesen. „Als ich auf dem Bildschirm erschien, hatte ich schon verdammt viele Leben hinter mir. Ich war lange Zeit ganz normaler Arbeiter und Koch und habe von morgens bis abends in meinem Laden gestanden.“

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Und schließlich hat Lichter auch noch Träume, verrät er. „Ich habe meinen Traum von einem Bauernhof, bei dem ich die Dachrinnen sauber machen möchte. Meine Frau Nada und ich hatten auch noch nie eine Putzfrau oder irgendjemanden, der für uns gearbeitet hat. Und das bleibt auch so. Nicht, weil wir es niemand anderem gönnen, bei uns Geld zu verdienen, sondern weil ich da merke, dass ich lebe.“