TV-Koch Horst Lichter moderiert „Bares für Rares“, stand bei „Lafer! Lichter! Lecker!“ mit Johann Lafer am Herd. Auf dem „Riverboat“ war er schon 2015. Foto: Imago/STAR-MEDIA

Viele TV-Zuschauer kennen ihn aus der Trödel-Show „Bares für Rares“ – hier ist Horst Lichter oft vor allem der gut gelaunte Spaßvogel, der den Kandidaten auf charmante Weise das eine oder andere Geheimnis entlockt. Auch bei „Lafer! Lichter! Lecker!“ war er jahrelang der Clown, über den sich jeder amüsierte. Doch die gute Laune hat auch ihre Schattenseiten – das erzählte Lichter (59) jetzt in der Talkshow „Riverboat“.

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Am Freitag war der TV-Star in der Gesprächsrunde zu Gast, Moderatorin Kim Fisher entlockte ihm dabei auch ein privates Geheimnis. Es ging um „Bares für Rares“, um Lichters Zeit im Schweigekloster. Und dann, ganz plötzlich, auch um seine Mutter. „Du hast erzählt, dass es einen entscheidenden Satz von deiner Mutter gab“, sagt Fisher im Gespräch. „Und danach sie nie wieder mit dir gesprochen, bis zu ihrem Tod.“

„Bares für Rares“-Star Horst Lichter über verletzende Worte seiner Mutter

Lichter erzählt die Geschichte: Vor sechs Jahren habe er sich zum ersten Mal Urlaub genommen, zwei Monate lang. Er wollte abschalten, eine schöne Zeit verbringen. Doch dann ereilte ihn die Nachricht, seine Mutter sei an Krebs erkrankt. „Dann war ich bei Mutter, bis sie in meinem Arm gestorben ist“, sagt er. Die letzten Wochen habe sie mit ihm kein Wort gesprochen.

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Horst Lichter moderiert seit Jahren die erfolgreiche Trödel-Show „Bares für Rares“. Foto: Youtube/ZDF

Doch ihr letzter Satz, bevor sie schwieg, nehme ihn noch heute mit. „Das letzte, was sie mir gesagt hat, und das hat mich verletzt: Horst, hör auf, der Clown zu sein“, sagt er. Das sei für ihn sehr schwierig. „Warum? Ich war immer der Clown. Mit dem Clown kann man alles überspielen. Ich bin harmoniesüchtig. Warum war ich der Clown schon in der Schule? Damit konnte ich zwischen den Schönen und Starken, Strebern und Klugen, angeblich Dicken und Hässlichen, ich konnte überall dabei sein und machte die Menschen glücklich. Das war meine Waffe für alles“, sagt Lichter.

„Bares für Rares“-Star Horst Lichter: Wenn ich heute sterben würde, wäre das in Ordnung

Irgendwann habe er die Ärzte gefragt, warum seine Mutter nicht mehr redet. Die Mediziner guckten entgeistert, sagten: Sie redet. „Aber sie hatte alles gesagt, was sie mir noch sagen wollte.“ Sie sei immer unzufrieden gewesen, wenn er sich als Clown verkaufte, wenn er beispielsweise im Studio mit Johann Lafer aus Spaß die Kartoffeln anbrennen ließ. „Sie sagte immer: Junge, zeig doch mal, dass du kochen kannst.“ Doch er lache sehr gern – lieber über sich als über andere.

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Das Gespräch auf dem „Riverboat“ schließt Lichter mit einem besonders emotionalen Statement. Er habe mal ein Gespräch mit einem Freund gehabt, in dem die Frage aufkam: Was würde er sagen, wenn er erfahren würde, dass er heute sterben muss? Lichter: „Es wäre in Ordnung. Ich habe mehr geschafft in meinem Leben als ich mir je vorgestellt habe. Ich habe mehr erleben dürfen wie ich mir je erträumt hätte. Ich habe geliebt, gelitten, ich habe Tränen gelacht.“ Alles, was nun noch komme, nehme er gern. „Aber wenn es so wäre, würde ich sagen: Dann räume ich den Platz für den nächsten.“

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