Screenshot: ZDF

Für Moderator Horst Lichter sieht das nach einer schnellen Nummer aus: Die Plastik, die vor ihm steht, zeigt einen römischen Reiter auf einem Pferd. Sie ist aus Bronze und der Sockel aus Marmor. Fertig. Doch so leicht kommt der „Bares für Rares“-Chef seinen Experten und Händlern nicht davon. Denn was die von dem Teil halten und was sie dafür zahlen, erstaunt den „Möchtegern-Fachmann“ und rührt den Verkäufer sogar zu Tränen.

Sarah Hain begleitet ihren Papa Michael Broch zur ZDF-Sendung „Bares für Rares“. Sie möchte den Reiter nicht erben – viel lieber wollen die zwei sich noch einen großen Wunsch gemeinsam erfüllen. Dafür muss aber ordentlich Kohle her. Die Statue scheint dafür geradezu prädestiniert.

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„Das ist von einem ganz berühmten Künstler hergestellt“, haut Kunsthistorikerin Dr. Friederike Werner gleich zu Beginn mal einen raus. Emmanuel Frémiet hat die Statuette in den 1860er Jahren in Paris hergestellt und sich im Sockel verewigt. „Der Reiter war ein Auftragswerk von Kaiser Napoleon III.“, erklärt die Expertin weiter. Sie war ursprünglich lebensgroß in Auftrag gegeben worden.

„Bares für Rares“-Kandidat hat einen großen Wunsch

Diese Statue war so beliebt und berühmt, dass sie sofort nach ihrer Veröffentlich im Kleinformat auf den Markt kam – das war so gegen 1866. Vermutlich wurde diese Rarität sogar vom Künstler selbst gegossen. Dass es keinen Stempel einer Gießerei gibt, spricht für diese außergewöhnliche Qualität. Der Sockel ist aus gelbem Marmor gemacht, kommt aus Tunesien. Es ist über Jahrhunderte das begehrteste Marmor überhaupt gewesen.

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Soweit die Expertise, die bei den Verkäufern sichtlich Eindruck schindet. Sie hoffen auf 500 bis 1000  Euro. „Ich möchte so gern noch einmal mit meinen Kindern und meinen Enkeln einen Nordsee-Urlaub an der dänischen Küste machen“, sagt Michael Broch hochemotional.

Doch die Expertin sorgt für offene Münder. „Bei diesem außergewöhnlichen Stück bin ich eher bei 1800 bis 2000 Euro“, lautet ihre Einschätzung. „Das wäre es doch, da gibt es ein paar Tage länger Urlaub und Fischbrötchen schon zum Frühstück“, frohlockt „Bares für Rares“-Moderator Horst Lichter.

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„Bares für Rares“-Händler liefern sich eine Bieter-Schlacht

Auch die Händler sind ganz begeistert. 600 Euro sind das Startgebot. Eine Weile schaukeln sich Christian Vechte und Elke Velten-Tönnies mit ihren Preisvorstellungen gegenseitig hoch. Bei 2000 Euro steigt plötzlich Thorsden Schlößner mit ein. „Elke, gehst du da noch drüber“, fragt Julian Schmitz-Avila seine Kollegin. „Nein“, sagt die und bekommt als Antwort von Julian: „Ich gehe aber noch drüber.“ Plötzlich läuft das Bietergefecht wieder an.

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Bei 2250 Euro stehen dem Senior bereits die Tränen der Freude in den Augen. Aber Schluss ist hier noch immer nicht. „Da kann ich mir einen großen Wunsch mit erfüllen“, sagt Michael Broch und erzählt, was er vor hat. Daraufhin bieten die Händler weiter. 2650 Euro tütet Julian Schmitz-Avila am Ende aus.

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Sie wollen mehr spektakuläre Verkäufe sehen? „Bares für Rares“ läuft montags bis freitags um 15.05 Uhr im ZDF.