Salvatore Vassallo, Aurelia Lamprecht, Melina Hoch und Walentina Wünnenberg sind bei "Are you the One - Reality Stars in Love" dabei. TVNOW / Markus Hertrich

In vier Wochen geht es los. Bei „Are you the One - Reality Stars in Love“ suchen ab 8. Juli bereits TV-erprobte Singles ihr „Perfect Match“ - oder das, was RTL ihnen als das verkaufen will. Denn noch mehr als in den Normalo-Staffeln zuvor erscheint das Konzept nicht schlüssig.

Eigentlich macht „Are you the One“ als Promi-Edition gar keinen Sinn

Schon in den ersten beiden Normalo-Staffeln von „Are you the One“ war nie ganz klar, warum nun der eine Kandidat mit der anderen ein „Perfect Match“ sein sollte. Dem Zuschauer wurde nie erklärt, ob es im Vorfeld lange Gespräche mit Psychologen gegeben hatte, oder ob schlicht ein Zettel ausgefüllt wurde, auf dem Dinge wie Kinderwunsch, „Wie wichtig ist dir Treue 1 bis 10“ und Haarfarben-Präferenz abgefragt wurden. Und auch die Kandidaten wussten am Ende nicht so genau, warum sie zusammengematched wurden.

Jill Lange war bei der zweiten Staffel von „Are you the One“ dabei. Jetzt sucht sie in der Promi-Variante ein anderes Perfect Match. TVNow/Markus Hertrich

Nun wurden die „Perfect Matches“ aus einem viel kleineren Pool zusammengesetzt. Denn der Cast besteht aus zehn Frauen und zehn Männern, die in den vergangenen Jahren in Dating-Formaten im Fernsehen unterwegs waren, weiterhin im Fernsehen auftreten wollen, gerade nicht vergeben sind, oder andere Formate drehen. So viel mehr als diese 20 Kandidaten bleiben da gar nicht übrig. Sicher ist, RTL hat die Kandidatinnen und Kandidaten irgendwie zusammengewürfelt, das ganze „Perfect Match“ zu nennen ist anmaßend - vor allem weil mit Jill Lange und Kathleen Glawe zwei Kandidatinnen dabei sind, die vor einem halben Jahr noch ein anderes „Perfect Match“ zugeteilt bekommen haben. Ja was denn nun, RTL? Perfect ist ein Superlativ!

„Are you the One - Reality Stars in Love“: Der Cast tröstet über Logikfehler hinweg

Doch abgesehen davon, dass die Suche nach dem „Perfect Match“ so schwierig bis sinnlos und wohl nur über das Ausschlussverfahren und einen cleveren Einsatz der Matchbox zu lösen sein wird, verspricht die Show dennoch viel Spannung – und das liegt an dem Cast und den Beziehungen der Kandidatinnen und Kandidaten zueinander. Viele kennen sich, einige mögen sich, andere hassen sich. Es sind verschiedene Charaktere dabei, die anecken, aber auch solche, die sich gegenseitig stützen.

So haben die „Love Island“-Kandidatinnen Melina Hoch und Aurelia Lamprecht immer wieder gezeigt, dass sie füreinander da sein können und dass sie sich auch als Frauen verbünden und nicht gegeneinander arbeiten. Mit dieser Einstellung haben sie während und nach der Zeit bei „Love Island“ viele Fans gewonnen. 

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Melina Hoch gewann "Love Island", doch die Beziehung zu Tim Kühnel hielt nicht. Nun sucht sie bei "Are you the One - Reality Stars in Love" nach ihrem Perfect Match. TVNow/Markus Hertrich

Salvatore Vassallo und Walentina Wünnenberg verwöhnen das Publikum hingegen anders. Bei ihnen steht der Zoff-Faktor im Vordergrund. Beide ecken gerne an, provozieren und suchen das Rampenlicht, wo es nur geht. Beide haben damit viele Menschen unterhalten, aber auch verletzt. Walentina machte sich öffentlich über die Trauer einer anderen Frau lustig und Salvatore zeigte immer wieder, dass sein Respekt vor Frauen nicht mit der Größe seines Egos mithalten kann. Es wird spannend sein, wie sich die beiden in diesem Cast geben werden.

Ebenfalls interessant wird zu beobachten sein, wie die „Temptation Island“-Versuchungen Jacky Siemsen, Sarah Milewski und Eugen Lopez sich nun in einer ganz anderen Rolle schlagen. 

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Anders als in vielen anderen Formaten, die dieser Tage angekündigt wurden, scheint dieser Cast ausgewogen. Es gibt laute Charaktere und leise, solidarische und egoistische. Es gibt Geschichten aus der Vergangenheit, die aufgedröselt und neue, die geschrieben werden können. Dieses Format wird Spaß machen – auch, wenn der eigentliche Sinn, das Perfect Match zu finden, komplett ad absurdum geführt wurde.