Oscar-Preisträgerin Anne Hathaway wurde 2001 durch die Film „Plötzlich Prinzessin“ weltweit bekannt.  Foto: imago images/ZUMA Press

Bereits in der Vergangenheit nutzte Anne Hathaway ihre Berühmtheit für politische Zwecke. Die Schauspielerin sammelte Spenden für den Wahlkampf und unterstützte den ehemaligen demokratischen US-Präsidenten Barack Obama. Kurz vor der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten am 3. November nennt die 37-Jährige zwar keine Namen, lässt aber keinen Zweifel daran, welchen Präsidenten sie mit welcher Vizepräsidentin nach der Wahl im Weißen Haus sehen will.

Anne Hathaway: Ich hoffe sehr auf ein bestimmtes Ergebnis, mit dem die Welt sich in einer liberaleren, mehr liebvollen Weise weiterentwickelt kann. In der alle Rassen und Geschlechter an allen Schalthebeln der Macht vertreten sind.

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Berliner KURIER: Zu den Wahlthemen gehörte auch Corona. Wie kommen Sie in Ihrem Leben mit der Seuche zurecht?

Mein Mann Adam und ich haben beschlossen, dass Humor die beste Art und Weise ist, mit der aktuellen Lage umzugehen.

Klingt sehr harmonisch …

… obwohl wir mehr Zeit denn je miteinander verbringen. Und wissen Sie was: Ich schätze meinen Mann auf eine ganz neue Weise. Ich sehe ihn jeden Tag, und ich könnte mir keinen anderen Menschen vorstellen, mit dem ich lieber zusammen sein würde.

Adam Shulman und Anne Hathaway sind seit 2012 verheiratet und haben zwei Söhne. 
Foto: Richard Shotwell/Invision/AP, File

Vermissen Sie nicht das Filmen?

Ich hatte das Glück, dass ich in den letzten Monaten Arbeit hatte. Ich habe gerade einen kleinen Film mit dem sehr passenden Titel „Lockdown“ abgedreht.

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Wie geht ein Dreh während einer Pandemie?

Das geht nur, wenn man einen kleinen Film mit kleinem Budget und einer sehr kleinen Crew dreht. Alle am Set mussten regelmassig auf COVID getestet werden und zwischen den Szenen Gesichtsmasken tragen.

Waren Ihre Söhne (Jonathan ist 4, Jack 1) mit dabei?

Nur ab und zu. Natürlich würde ich sie gerne jede Sekunde bei mir haben, doch weder Sets noch ein Garderobenwagen sind wirklich Fun für kleine Kinder. Sie wollen lieber im Park spielen. Deshalb gehe ich danach, was besser für sie ist und nicht für mich.

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Anne Hathaway als Hexe in einer Szene des Films „Hexen hexen“.
Foto: Daniel Smith/Warner Bros./dpa

Und was ist besser?

Ihnen Bücher vorzulesen. Das liebe ich über alles. Jonathan ist ganz begeistert, wenn ich für die verschiedenen Figuren in den Büchern meine Stimme verstelle. Das hat mein Vater auch für mich gemacht, als ich ein kleines Mädchen war. Und es ist für mich ein Riesenglück, dass ich mit dieser Familientradition bei meinen eigenen Kindern fortfahren darf. Nur eins darf ich bei ihnen nicht. Singen. Sie hassen meine Singstimme.

Wie gehen Ihre Kinder mit den Auswirkungen der Pandemie um?

Der Kleine kriegt das nicht wirklich mit, aber es ist sehr hart, einem Vierjährigen zu erklären, dass er seine Freunde nicht sehen darf. Ich habe versucht, ihm zu erklären warum seine Schule geschlossen hat – ohne ihm Angst einzujagen.

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Sie feiern am 12. November Geburtstag (sie wird 38). Was wünschen Sie sich?

Möglichst viele weitere Tage (lacht).

Wenn Sie zurückblicken als Sie jung waren, welche wichtige Lektion haben Sie mit zunehmendem Alter gelernt?

Glücklich mit meinem Leben zu sein! Ich bin unglaublich dankbar für das, was ich habe. Ist alles perfekt? Natürlich nicht! Es gibt noch eine Menge Dinge, an denen ich arbeiten muss. Aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg.

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Was ist Ihnen besonders wichtig im Leben?

Menschen mit Respekt zu behandeln und das Leben und die Liebe zu genießen. Mein Ziel ist es, auf dem wirklich bemerkenswerten Pfad, auf dem ich mich befinde, weitergehen zu können. Ich bin dankbar, dass ich Dinge erleben darf, die nur wenig andere erleben dürfen. Ich versuche deshalb, mein Leben möglichst wenig zu komplizieren und voller Dankbarkeit und Demut zu leben.