Angelina Jolie enthüllt, dass ihre neue Filmrolle eine Form von Selbsttherapie war. Foto: Imago Images/Matteo Nardone

„Ich habe mich selbst schon in meinem Leben ein wenig zerbrochen und überwältigt gefühlt.“ In einem Interview zu ihrem neuen Film „Those Who Wish Me Dead“ enthüllt Angelina Jolie, dass ihre Rolle eine Form von Selbsttherapie war.

Sie spielt in dem Thriller die Ex-Feuerwehrfrau Hannah Faber, die schwer traumatisiert ist, weil sie einem Kind nicht aus einem Feuer retten konnte. Dann bekommt sie die Chance auf eine Wiedergutmachung. Sie ist die Einzige, die einem von einem Killer-Duo gejagten und einem Feuerinferno bedrohten Jungen  das Leben retten kann.

Lesen Sie auch: Angelina Jolie und Brad Pitt: Heikle Zeugenliste im Sorgerechtsstreit

In der TV-Show „Access Hollywood“ verrät die Oscargewinnerin, dass „ich den Part unbedingt spielen musste.“ Weil sie sich in Faber selbst erkannte: „Von Zeit zu Zeit gab es Momente in meinem Leben, an denen ich auch am Boden war. In denen ich Probleme hatte, mich zusammenzureißen. Es war ein guter Gedanke, einfach durchs Feuer gehen und alles bewältigen zu können, was sich dir entgegenstellt. Da einfach durchzukommen.“

Die „Filmtherapie“ war wirkungsvoll. Die 45-Jährige schätzt sich „sehr sehr glücklich“, dass sie die Gelegenheit hatte, „mich neu zusammensetzen zu können“. Und sie rät allen, die in ähnlicher Tiefpunktlage sind wie sie es war, es auch mal zu versuchen: „Du musst nicht in einem Film mitspielen. Es reicht, wenn du etwas probierst, was du noch nie gewagt hast. Weil du dich dadurch wiederentdeckst und neue Kraft findest.“

Obwohl sie nicht ins Detail über ihre „harten Zeiten geht“ – der Film wurde während des seit drei Jahren anhaltenden Sorgerechtskrieg gegen Ex-Ehemann Brad Pitt um die Kinder Maddox (19), Pax (17), Zahara (16), Shiloh (14) sowie die Zwillinge Knox und Vivienne, (12) gedreht.

Die größte schauspielerische Herausforderung für Jolie war es, ihre Mutterinstinkte für die Rolle zu unterdrücken: „Hannah hat keine Kinder und mag sie auch nicht besonders. Der Regisseur hat mir deshalb nach dem ersten Drehtag gesagt, dass ich viel zu nett und empathisch zu meinem Filmschützling bin. Das musste ich mir dann unterdrücken.“