Sternekoch Alfons Schuhbeck bei Dreharbeiten: Der Starkoch serviert den Hummer.
Sternekoch Alfons Schuhbeck bei Dreharbeiten: Der Starkoch serviert den Hummer. dpa/Ursula Düren

Er ist einer von Deutschlands Küchen-Superstars: Zahlreiche Auftritte in den ZDF-Kohshows „Küchenschlacht“, „Kerner kocht“ und „Lanz kocht!“, daneben Michelinstern-ausgezeichneter Gastronom, Kochbuchautor und Unternehmer: Starkoch Alfons Schuhbeck galt lange als einer der erfolgreichsten Küchenmeister der Nation, doch dann häuften sich die Negativ-Schlagzeilen. Nun kommt es ganz bitter für Schuhbeck: wegen Steuerhinterziehung muss er sich vor Gericht verantworten. Kommt es ganz dicke, droht eine Gefängnisstrafe.

Seinen Ruhm hat er sich durch zahlreiche Fernsehauftritte und Kochbücher erarbeitet – doch nun muss der deutschlandweit bekannte Koch Alfons Schuhbeck wegen Steuerhinterziehung vor Gericht. Das Landgericht München I habe die Anklage gegen Schuhbeck im Wesentlichen unverändert zur Hauptverhandlung zugelassen, sagte ein Sprecher des Oberlandesgerichts München am Donnerstag und bestätigte entsprechende Medienberichte. Termine sind bislang noch nicht bestimmt. Aber bereits im Herbst könnte Schuhbeck womöglich der Prozess gemacht werden.

Schuhbeck soll bis 14 Millionen Euro Verluste angehäuft haben

Die Staatsanwaltschaft ermittelt bereits seit 2019 gegen den in München mit verschiedenen Betrieben tätigen 73-Jährigen. Berichten zufolge soll es um eine Steuerhinterziehung in Millionenhöhe gehen. Sollte sich dies bestätigen, könnte Schuhbeck eine Gefängnisstrafe drohen.

Im Juli 2021 soll Schuhbeck für seine Unternehmungen bei Amtsgericht München Insolvenz angemeldet haben. Unter anderem betrieb Schuhbeck mehrere Restaurants. Das ‚Schuhbecks Fine dining im Boettners‘ übernahm er 2016, schaffte es 2018 mit Küchenchef Maurice Kriegs zu einem Michelinstern, musste das Lokal aber 2020 wieder schließen.

Durch die lange Schließung von Lokalen während der Corona-Zeit sollen sich Millionenverluste aufgehäuft haben - die Rede ist von bis zu 14 Millionen Euro. Ermittelt wurde allerdings bereits für das Jahr 2017. Damals soll Schuhbeck keine Geschäftsberichte veröffentlicht haben.