TV-Koch Alexander Herrmann im Jahr 2019 in Berlin. Foto: dpa/Britta Pedersen

Viele kennen Alexander Herrmann als lustigen, bisweilen auch mal etwas albernen TV-Koch, der eine unerklärliche Abneigung gegen Käse hat. Doch nun zeigt sich der 49-Jährige von seiner ernsten Seite. In seiner Autobiografie „… und eine Prise Wahnsinn“, die am Donnerstag erschien, schreibt er über den frühen Tod seiner Eltern und über eine Hautkrebserkrankung vor knapp zehn Jahren, die er bisher geheim gehalten hatte.

Kurz vor seinem 40. Geburtstag habe der fränkische Fernsehkoch eine Wölbung am Oberarm entdeckt, die sich als bösartiger Tumor herausstellte, schreibt er in seiner Biografie. „Wäre der Tumor nur zwei Millimeter größer gewesen, hätte er gestreut. Ich hatte riesiges Glück, musste zur Bestrahlung, aber nicht zur Chemotherapie“, sagte Herrmann der „Bild“ in einem Interview zu seinem Buch. 

Dabei habe Herrmann den Tumor anfangs nur für eine Fetteinlagerung gehalten. Erst als sein Arzt den Knubbel herausschnitt und das Gewebe untersuchen lies, kam heraus, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelte: ein Merkelzellkarzinom, einen seltenen, aber sehr aggressiven Hautkrebs. Er habe die Krankheit damals verschwiegen, aus Angst, dann an einer Fernsehsendung nicht mehr teilnehmen zu können. „Die Krebserkrankung hat mich zu einem besseren Chef gemacht“, so Herrmann. „Meine Mitarbeiter sollen eigenverantwortlich arbeiten. Mein Laden funktioniert, auch wenn ich nicht da bin.“

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Nach der Krebs-Operation habe Herrmann heute noch eine Fehlhaltung der rechten Schulter. „Ich ziehe sie etwas nach hinten. Früher war es extremer. Heute fällt es kaum mehr auf.“ Dafür gehören regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen nun zu seinem Leben dazu, wie er sagte. „Vor zwei Jahren gab es noch mal eine große Untersuchung mit MRT und Ultraschall. Da wurde jeder Millimeter meines Körpers durchgecheckt. Da war ich noch etwas nervös.“ Sein nächster Termin steht im Herbst an. Doch darüber will sich der Sternekoch vorerst keine Gedanken machen: „Über ungelegte Eier zerbreche ich mir nicht den Kopf.“