Der Sportartikelhersteller Adidas stellt die Zusammenarbeit mit Kanye West ein. (Archivbild)
Der Sportartikelhersteller Adidas stellt die Zusammenarbeit mit Kanye West ein. (Archivbild) dpa/Ashley Landis

Der Sportartikelhersteller Adidas hat genug! Ab sofort ist die Zusammenarbeit mit dem Rapper und Musiker Kanye West, auch bekannt als Ye, beendet. Der Grund: wiederholte antisemitische Ausfälle und Hassbotschaften.

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Man habe diese Entscheidung „nach eingehender Prüfung“ gefällt, teilte Adidas am Dienstag im mittelfränkischen Herzogenaurach mit. Adidas stoppe die Produktion von Artikeln der Marke Yeezy sowie alle Zahlungen an Ye und seine Firmen. Man beende damit das Yeezy-Geschäft. 

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hatte zuvor von Adidas verlangt, die Geschäftsbeziehung mit Kanye West wegen wiederholter antisemitischer Äußerungen des Musikers sofort zu beenden. 

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Adidas teilte mit, das Unternehmen dulde „keinen Antisemitismus und keine andere Art von Hassrede“. Die jüngsten Äußerungen und Handlungen von Ye seien „inakzeptabel, hasserfüllt und gefährlich“. Sie verstießen gegen die Werte von Adidas wie Vielfalt und Inklusion, gegenseitigen Respekt und Fairness.

Trennung bedeutet für Adidas hohe Verluste

Für den Sportartikelhersteller wird die Trennung finanzielle Auswirkungen haben, wie das Unternehmen mitteilte. Der Stopp des Yeezy-Geschäfts dürfte sich „kurzfristig mit bis zu 250 Millionen Euro negativ auf den Nettogewinn“ von Adidas im Jahr 2022 auswirken.

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Zentralratspräsident Schuster hatte vom Adidas-Management „eine klare Haltung“ gefordert, wenn es um Antisemitismus geht, und dabei auf andere Unternehmen verwiesen, die sich bereits von Kanye West getrennt hätten. Der Rapper selbst werde mit den Worten zitiert: „Ich kann antisemitische Dinge sagen, und Adidas kann mich nicht fallen lassen.“ In einem Video habe der Rapper „wiederholt über die vermeintliche Macht der ‚jüdischen Medien‘ gesprochen“, hieß es.