Erdogan Atalay und seine Frau Katja. Foto: dpa

25 Jahre lang war Erdogan Atalay Actionheld in der erfolgreichen RTL-Serie „Alarm für Cobra 11“. Jetzt hat er sich von den Dreharbeiten in Köln verabschiedet, ist mit seiner Familie nach Hamburg gezogen und kümmert sich seiner Frau zuliebe Vollzeit um die Kinder und den Haushalt.

Zur „Bunten“ sagt Atalay: „Meine Frau hat zehn Jahre mein Leben in Köln gelebt, jetzt ist sie dran und wir leben ihr Leben. Ich halte ihr gerne als Hausmann den Rücken frei.“ Katja Atalay, die unter anderem eine Kleidungsfirma managt, zur „Bunten“: „Mein Mann gibt Gas im Haushalt. Ich liebe ihn dafür, dass er sich voller Elan in unser neues Leben schmeißt.“

Mehr aktuelle Nachrichten aus dem Ressort Panorama finden Sie hier >>

Erdogan Atalays Berufsleben hätte deutlich weniger laut verlaufen können. Es wäre nicht voller umherfliegender Autos, irrwitziger Explosionen und verrückter Stunts gewesen – aber Erdogan Atalay bekam die Rolle als türkischer Gemüsehändler in der ARD-Soap „Marienhof“ nicht. Dafür meldeten sich die Caster, als es plötzlich eine ganz neue Serie bei RTL zu besetzen galt: „Alarm für Cobra 11“. Seitdem war Erdogan Atalay der Autobahn-Cop Semir Gerkhan.

Die Schauspieler Daniel Roesner als Polizist Paul Renner (l.) und Erdogan Atalay als Polizist Semir Gerkhan stehen mit gezückten Pistolen in den Händen bei einer Schießszene der RTL-Action-Serie „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“ für die Folge „Most Wanted“ auf einer Straße. Foto: Jens Kalaene/ZB/dpa

Atalay gehört damit zu den dienstältesten TV-Kommissaren, die die deutsche Fernseh-Geschichte hervorgebracht hat, auch wenn das manchen nicht bewusst sein mag. Den Semir spielte er seit 1996. Dass es mal seine Paraderolle sein würde, war kaum zu ahnen. „Am Anfang wusste niemand so wirklich, was es mit dieser ‚Cobra‘ auf sich hat. Wir mussten uns alle reinfinden. Anfangs wurde über uns auch hergezogen wie nix“, berichtete er im Sommer in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Das hat uns aber nicht gestört, weil wir gesagt haben: Ihr könnt ja umschalten!“

Atalay, der zwei Kinder hat, hat ein recht lockeres Verhältnis zu seinem Job. Wenn er von seinem Werdegang erzählt, wirkt er manchmal selbst ein wenig amüsiert. Er wird in Hannover geboren, der Vater stammt aus der Türkei und drehte in jungen Jahren selbst Filme. Der Sohn schafft es früh zu einem winzigen Engagement am Theater: In Hannover bewegt er bei „Aladin“ eine Geist-Puppe, das bringt 25 Mark pro Vorstellung.

Lesen Sie auch: Geständnis auf Instagram:Sarah Lombardi hat sich verlobt >>

Danach folgen ein Schauspielstudium, kleinere und größere Theaterrollen, unter anderem in Hamburg – und schließlich der Umweg über das Gemüsehändler-Casting zur Autobahn-Serie.