Wolfgang Lippert bei einem seiner Auftritte. Mit dem Song „Erna kommt“ schaffte „Lippi“ seinen Durchbruch. Imago/Future Image

Wer in der DDR aufgewachsen ist, mag sie noch heute: Die Musik, die die damalige Zeit einfach legendär machte. Zahlreiche Künstler, die im Osten vor der Wende große Erfolge feierten, sind noch heute erfolgreich – und manchmal erleben sogar ihre großen Hits ein Comeback! So passiert es jetzt beim Klassiker „Erna kommt“, gesungen von Wolfgang Lippert. Das Lied, das es sogar über die Mauer in den Westen schaffte, wurde jetzt neu aufgelegt.

Wolfgang Lippert bei einem Auftritt im Jahr 1983.

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Allerdings nicht von Lippi – der sang es 1983 zum ersten Mal, landete damit einen echten Hit. Die Musik wurde komponiert von Arndt Bause, Vater von Moderatorin Inka Bause und einer der bekanntesten Komponisten der DDR. Angelehnt war der Song an Lippis Großmutter, bei der der Sänger aufgewachsen war – sie hieß so wie die Hauptfigur des Hits.

Für Wolfgang Lippert ebnete der Hit den Weg zum großen Durchbruch

Der Song war so erfolgreich, dass der Westen sogar abkupferte! Zwei Jahre nach der Veröffentlichung erschien eine Coverversion jenseits der Mauer, gesungen von Hugo Egon Balder. Wolfgang Lippert war damals noch ein Newcomer, schaffte mit dem Schlager aber seinen Durchbruch. Schon ein Jahr später hatte er seine erste eigenen Show im DDR-Fernsehen.

Und nun, fast 40 Jahre später, kehrt der Hit von damals zurück! „Hardy und Heroes“, eine Band aus Dessau-Roßlau, hat den Klassiker neu aufgelegt. Dafür gab es sogar ein Lob von Inka Bause. „Super Version, gerne gebe ich mein OK“, sagte sie laut einem Bericht von schlager.de zum neuen Lied. Eine große Hilfe für die Band sei dabei auch der ehemalige der Chef des DDR-Plattenlabels „AMIGA“, Jörg Stempel gewesen, denn er stellte den Kontakt zu Bause her.

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Der neue Song soll auch Platz auf einer Platte der Band aus Dessau-Roßlau finden. Das Debütalbum der Ostmusiker soll voraussichtlich in zwei Monaten erscheinen, kündigte Chef Frank Wedler an. Es sei eigentlich schon länger geplant gewesen, doch Corona habe den Musikern wie so vielen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wedler: „Keine Auftritte, kein Geld und trotzdem: Jetzt muss es raus!“