Loona (r.) und Jenefer Riili gerieten bei „Kampf der Reality Stars“ aneinander. Bei der Stunde der Wahrheit war davon jedoch nichts zu spüren. RTL2

Sechs Folgen lang kämpften bereits zahlreiche Promis bei „Kampf der Reality Stars“ um Sendezeit und das Preisgeld von 50.000 Euro. Sie feiern zusammen, sie treten in maximal albernen Spielen gegeneinander an - und sie dürfen sich am Ende jeder Folge gegenseitig rauswählen. Doch immer wieder wirft die sogenannte „Stunde der Wahrheit“ Fragen auf: Warum entscheiden einige Kandidaten, wie sie es tun? Häufig ist es nicht nachvollziehbar, und manchmal riecht es verdammt nach Absprachen!

„Kampf der Reality Stars“: Grundsätzlich sind Absprachen nichts Verwerfliches

Zunächst einmal: Gegen Absprachen ist bei einem Spiel, bei dem es eben darum geht, sich gegenseitig rauszuwählen, nichts verwerfliches, zumindest so lange das ganze auf der spielerischen Ebene bleibt und nicht derart persönliche Züge annimmt, wie das in zahlreichen „Sommerhaus der Stars“-Staffeln zu sehen war. Doch in diesem „Kampf der Reality Stars“-Cast scheinen Absprachen etwa so beliebt wie der Teufel persönlich.

Wer nur in den Verdacht gerät, sich mit jemandem abzustimmen, wird gnadenlos rausgewählt - witzigerweise nachdem sich eine Reihe enttäuschter „Kampf der Reality Stars“-Promis abgesprochen haben, die Absprache zu bestrafen. Ja allein, die Möglichkeit, dass Absprachen getroffen werden könnten, wird als so große Gefahr gesehen, dass der Cast unbedingt das Liebespaar Mike Heiter und Laura Morante trennen wollte – und das nach einer kleinen Absprache auch tat. 

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Laura Morante und Mike Heiter zogen als Paar bei Kampf der Reality Stars ein. RTL2

„Kampf der Reality Stars“: Natürlich gibt es Absprachen

Und doch scheint es sie zu geben, die Absprachen beim „Kampf der Reality Stars“. Anders sind einige Entscheidungen bei der „Stunde der Wahrheit“ nicht zu erklären. Da wäre beispielsweise Cosimo, der sich in den beiden Folgen, die er bei „Kampf der Reality Stars“ benommen hat wie die viel bemühte Axt im Wald. Er brach Streits vom Zaun, verstand Spiele und Regeln nicht, furzte Jennefer Riili ins Gesicht und machte auch sonst selten eine gute Figur. Doch rausgewählt wurde er nicht. Das traf Julia Jasmin Rühle, die zugegebenermaßen zuvor gestreut hatte, dass sie Heimweh hat – und später auch noch Laura Morante, um das Paar zu trennen.

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So richtig nachvollziehbar war das nicht, zumal sich zuvor auch 90er-Sängerin Loona mit einer lancierten Intrige ins Abseits manövriert hatte. Abgestraft wurde sie bei der „Stunde der Wahrheit“ allerdings nicht. 

Diskussionen beim „Kampf der Reality Stars“: Die Kandidaten haben Probleme miteinander, doch bei der Rauswahl scheint das keine Rolle zu spielen. RTL2

„Kampf der Reality Stars“: Die Promis reden bei der Rauswahl um den heißen Brei herum

Auffällig ist auch, dass die „Kampf der Reality Stars“-Promis bei der Rauswahl immer ganz schön um dein heißen Brei herumreden. Selten werden klare Aussagen getroffen, warum jemand gewählt wird. Und wenn klare Aussagen getroffen werden, wird manchmal dann eben doch jemand anderes gewählt. Und dann gibt es auch noch die Kandidaten, die jemandem ihre Stimme geben, von dem sie glauben, dass diese Person ohnehin nicht rausgewählt wird, nur um sich nicht unbeliebt zu machen. Ja! Es ist so unlogisch wie verwirrend.

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Am Ende ist es bezeichnend, dass ein ganzer Haufen Reality Stars, die immer wieder lautstark betonen wie ehrlich sie sind, bei der „Stunde der Wahrheit“ zu Duckmäuschen werden, die nicht hinter ihrer Entscheidung stehen können - oder dahinter, Absprachen zu treffen. Denn der aufmerksame Zuschauer weiß längst, dass es diese gibt. Die wohl breiteste Zustimmung hat übrigens wohl die, den ehemaligen Bachelor Andrej Mangold rauszuwerfen, wenn der sich mal nicht durch ein Spiel absichert. Und das ist durchaus legitim. Man sollte aber dazu stehen.