Die Ost-Berliner Sängerin Nina Hagen.
Die Ost-Berliner Sängerin Nina Hagen. Imago/Eibner

Es war durchaus ein kleines Stück Fernsehgeschichte. Im Jahr 1992 waren unter anderem Nina Hagen und die damalige CDU-Frauenministerin Angela Merkel zu Gast bei der Sat.1-Talk-Show „Talk im Turm“ mit Moderator Erich Böhme. Das Thema der Sendung war die Drogenpolitik in Deutschland, mögliche Legalisierungen weicher Drogen und die Therapiemöglichkeiten von Heroinabhängigen. Vor allem beim letzten Punkt gerieten die Rock-Sängerin und die spätere Bundeskanzlerin so heftig aneinander, dass Nina Hagen wutentbrannt das Studio verließ. Ein Fehler wie sie heute findet.

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Nina Hagen tut ihr Ausraster gegenüber Angela Merkel leid

„Heute tut es mir leid, dass ich geschrien habe und nicht sachlich geblieben bin“, sagte Nina Hagen im Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“. In dieser Situation sei sie aber mit der Geduld schlicht am Ende gewesen. „Ich bekam von ihr auf meine Fragen keine Antworten, sondern nur so einen teilnahmslosen Blick. Dann bin ich ausgeflippt und nach Hause gegangen.“

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Nina Hagen: Ich bin im Alter ruhiger geworden

In dem Interview berichtete Nina Hagen, die kürzlich zum ersten Mal Großmutter geworden ist, dass sie mit ihren inzwischen 68 Jahren ruhiger als früher geworden ist. „Es gibt Leute in meinem Alter, die machen andere immer noch lautstark und cholerisch nieder, sie maßregeln und demütigen, und es ist furchtbar, mit anzusehen, wie Menschen anderen Menschen Angst einjagen“, führte Nina Hagen aus. Dass sie selbst nicht mehr so sei, verdanke sie der Bibel. „Ich habe gelernt, Böses nicht mit Bösem, sondern immer nur mit Gutem zu beantworten.“

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Anlass des Interviews war Nina Hagens neues Album „Unity“, das am 9. Dezember erscheinen soll. Ihre letzte Platte „Personal Jesus“ kam 2010 heraus.