Richtig lecker nur vom Grill: Thüringer Rostbrätel IMAGO/Karina Hessland

Es ist Sommerzeit, es ist Grillzeit. Die beste Gelegenheit für eine wahrhaft köstliche Spezialität aus Thüringen. Das „Rostbrätel“ ist dort neben der Bratwurst eine echtes Nationalgericht. Serviert wird es mit reichlich geschmorten Zwiebeln und – natürlich – eingelegt in Bier.

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Und woher stammt der Name „Rostbrätel“?  Das können auch nur Auswärtige fragen, denn die Antwort liegt für Einheimische auf der Hand: Umgangssprachlich wird in Thüringen „Rost“ für „Grill“ und „bräteln“ für „grillen“ verwendet. In einigen Regionen – zum Beispiel in Jena – hat sich übrigens die alte Bezeichnung „Rostbrätchen“ erhalten. Sehr umstritten ist bis heute, ob es Brätel (mit e) oder Brätl (ohne e) heißt.

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Aber Namen zählen ja ohnehin nicht, auf den Geschmack kommt es an. Wir haben das alte DDR-Rezept für Sie. So schmeckt es wirklich wie damals. Probieren Sie es einfach mal aus. Es lohnt sich.

Thüringer Rostbrätel nach Original-DDR-Rezept

Das brauchen Sie

10 Schweinekammscheiben ohne Knochen (sie sollten etwa 1,5 bis 2 Zentimeter dick sein. Notfalls ein bisschen plätten), 6 mittelgroße Zwiebeln (in Ringe geschnitten), 2 Knoblauchzehen (fein gehackt), 500 Milliliter Senf (am besten nach DDR-Rezeptur, zum Beispiel Bautzener oder Altenburger Senf),  eine Flasche Köstritzer Schwarzbier (oder Apoldaer), 2 Esslöffel Worcestersauce, Butter, Salz, Pfeffer

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Rostbrätel sind in Thüringen ein echtes Nationalgericht. IMAGO/imagebroker

So wird es gemacht

Vermengen Sie zunächst etwa 0,2 Liter Bier, Senf, Salz, Pfeffer und Worcestersauce. Es soll eine Marinade entstehen, die salzig sein darf, ruhig scharf und die deutlich nach Bier schmecken soll. Achtung, der Marinade-Brei soll nicht zu dünn sein, sonst haftet er nicht gut genug am Fleisch. Verwenden Sie deshalb nicht zu viel Bier. Besser erst nach und nach zugeben.

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Schütten Sie die fertige Marinade in eine Schüssel. Dort legen Sie anschließend eine Schicht Fleisch hinein. Bestreichen Sie die Brätel mit der Marinade und geben dann eine Schicht Zwiebelringe und etwas von dem sehr fein geschnittenen Knoblauch darauf.

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Anschließend streichen Sie alles erneut und dick mit Marinade ein. Geben Sie wieder eine Schicht Fleisch darauf, bestreichen alles wieder mit Marinade, legen Zwiebeln und Knoblauch darauf und abwechselnd so weiter...

Schmeckt auch pur oder mit Brötchen - Thüringer Rostbrätel IMAGO/Panthermedia

Am besten zwei Tage marinieren

Die letzte Schicht obenauf sollte Marinade sein. Decken Sie die Schüssel anschließend ab und lassen alles im Kühlschrank durchziehen. Das sollte mindestens einen Tag brauchen, besser ist, Sie geben dem Marinieren sogar 48 Stunden.

Dann ist es so weit: Nehmen Sie die Brätel aus der Marinade, entfernen Sie nur Zwiebel und Knoblauch und geben sie das Fleisch feucht wie es ist direkt auf den heißen Holzkohlegrill. Den Biersud können Sie zum Ablöschen der glühenden Kohle benutzen.

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Zwiebeln und Knoblauch braten Sie am besten in der Pfanne mit etwas Butter, bis sie goldbraun sind und reichen Sie zu den fertig gegrillten Thüringer Rostbräteln. Als Beilage schmeckt ein einfaches Brötchen, aber am allerbesten ist dazu ein selbst gemachter Kartoffelsalat. Guten Appetit!