Die dezent süßlichen Topinambur-Knollen und der leicht bittere Rosenkohl ergänzen sich perfekt. imago

Rosenkohl ist von jeher eines der beliebtesten Wintergemüse der Deutschen. Weit weniger bekannt ist hierzulande hingegen noch Topinambur. Dabei ist die Wurzelknolle mit ihrem nussigen Geschmack der perfekte Partner für die leicht herbe Kohlsorte.

Genießen Sie diesen sahnigen Rosenkohl-Topinambur-Topf einfach mit einer Scheibe Vollkornbrot, mit Serviettenknödeln oder als Gemüsebeilage zu Fleisch- oder Wildgerichten. Mit wenigen Veränderungen (in Klammern) lässt er sich ganz leicht auch in einer veganen Variante zubereiten.

Sahniger Rosenkohl-Topinambur-Topf: vegetarisch oder ganz einfach auch vegan

Sie brauchen für etwa vier Beilagen-Portionen oder für drei Personen als Hauptgericht: 500 Gramm Rosenkohl, 300 Gramm Topinambur, zwei Mohrrüben, zwei Zwiebeln, 20 Gramm getrocknete Maronen oder gemischte Waldpilze, 200 Gramm Schlagsahne (oder pflanzliche Kochcreme), Butter (und/oder Pflanzenöl), Honig (oder braunen Zucker) Salz, Pfeffer, Kümmel, Muskat.

Topinambur braucht weniger Garzeit als Rosenkohl

So geht’s: Die Pilze einweichen, die Kohlröschen putzen und halbieren. Zwiebeln und Möhren würfeln und in etwas Öl andünsten. Ein wenig Honig (oder braunen Zucker) dazugeben und unter Rühren karamellisieren lassen. Dann ein Stück Butter hinzugeben (für die vegane Variante ggf. etwas Öl ergänzen), den Kohl hinzugeben und Röstaromen entwickeln lassen, ihn dabei aber immer wieder bewegen. Hitze reduzieren und die Sahne (oder Kochcreme) sowie die Pilze dazugeben. Salzen und mit Pfeffer und Kümmel – am besten frisch gemörsert – sowie Muskat würzen.

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Nun den Topinambur putzen, in mundgerechte Stücke schneiden und hinzufügen, wenn der Kohl schon gut 10 Minuten köchelt. Ggf. etwas Flüssigkeit, z. B. Milch (oder Hafer-/Sojamilch) ergänzen. Das Gericht ist fertig, wenn der Rosenkohl so weich oder noch bissfest ist, wie Sie ihn am liebsten mögen. Tipp: Wenn Sie die Flüssigkeit etwas andicken wollen, probieren Sie es einmal mit Haferkleie statt mit Soßenbinder.

Topinambur: Ein amerikanischer Verwandter unserer Sonnenblume

Topinambur ist ein Verwandter unserer Sonnenblume, der ursprünglich in Nord- und Mittelamerika beheimatet ist. Die bis zu drei Meter hohen Pflanzen blühen spät, und frühestens im Herbst werden auch die meist runden oder birnenförmigen, bei einigen Sorten auch an Ingwer- oder Kurkumawurzeln erinnernden Knollen geerntet.

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Mittlerweile wird Topinambur recht häufig in Bioläden und auf Wochenmärkten angeboten. Wer das Gemüse im eigenen Garten anbauen möchte, sollte das Beet mit einer Wurzelsperre ausstatten, da sich der Topinambur sonst stark ausbreiten kann. Die Knollen sind nicht lange lagerfähig; am besten kauft oder erntet man daher immer nur so viel, wie man auch bald verbrauchen will, und bewahrt sie, in ein feuchtes Tuch eingeschlagen, im Gemüsefach des Kühlschranks auf.