Omas Rouladen - ganz einfach nachzukochen! IMAGO/Shotshop

Es war und ist vielerorts das Essen für besondere Gelegenheiten. Das galt auch und gerade zu DDR-Zeiten. Denn: Es gab damals nicht immer und überall Rindfleisch. Deshalb verbinden viele dieses Gericht mit besonderen Anlässen und Feiertagen. Zu den Rouladen wurden traditionell Kartoffelklöße oder Knödel und als Beilage Rotkohl, Mischgemüse oder Rosenkohl serviert.

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Besonders wichtig für den Geschmack der Rouladen ist zum einen die Füllung, für die sicher jede DDR-Hausfrau und jeder -Hausmann ein eigenes Rezept hatte. Nicht überall waren beispielsweise Zwiebeln beliebt, dafür wurde oft auch Ei mit eingerollt. Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

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Zum anderen beeinflusst die Soße ganz stark den Genuss. Viele verfeinern Sie am Schluss zumindest noch mit einem guten Schuss lieblichem Rotwein. Andere benutzten den Wein schon zum Ablöschen.

Sicher ist: Wer bisher geglaubt hat, die Zubereitung der Rouladen sei schrecklich kompliziert, darf sich hier eines Besseren belehren lassen. Probieren Sie unser einfaches Rezept aus Omas DDR-Kochbuch doch einfach aus. Sie werden  merken: Es ist gar nicht schwer – und schmeckt köstlich!

Omas Rouladen aus dem DDR-Kochbuch – hier das Rezept

Das brauchen Sie

4 Rinderrouladen, 180 Gramm Zwiebelwürfel, 180 Gramm Speckwürfel, 2 Gewürzgurken, 4 Teelöffel Senf, Salz, Pfeffer, etwas Margarine zum Braten, etwas Sahne, Bratenschnur/Küchengarn zum Binden (z. B. Sternzwirn, alternativ Holzspieße oder Rouladennadeln), etwas Honig

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So wird es gemacht

Klopfen sie das Fleisch mit einem Klopfer flach und mürbe. Dann bestreichen Sie jedes Stück mit je einem Teelöffel Senf. Anschließend das Fleisch salzen und pfeffern.

Die Rouladen gründlich mit Senf einstreichen. IMAGO/Müller-Stauffenberg

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Jetzt geben Sie in jede Roulade ein Viertel der Speckwürfel und der Zwiebelwürfel. Dazu kommt eine halbe Gewürzgurke, die zuvor in zwei bis drei längliche Streifen schneiden können. Nach dem Belegen rollen Sie alles ein und umwickeln die Roulade mit dem Küchengarn - oder fixieren sie mit den Spießen.

Erhitzen Sie die Margarine in einem breiten Topf und braten die Rouladen bei starker Hitze von allen Seiten kräftig an. Dann füllen Sie so mit Wasser auf, dass die Rouladen ca. zu einem Viertel bedeckt sind (Zum Ablöschen können Sie auch ganz oder teilweise Rotwein benutzen. Regional wird sogar auf lieblichen Wein gesetzt. Probieren Sie einfach aus, was Ihnen am besten schmeckt.).

Die Rouladen mit Küchengarn fixieren. IMAGO/Müller-Stauffenberg

Jetzt reduzieren Sie die Temperatur und lassen die Rouladen zugedeckt für ca. 60 bis 90 Minuten langsam schmoren. Kontrollieren Sie  zwischendurch die Flüssigkeit und füllen Sie großzügig auf.

Anschließend entnehmen Sie die Rouladen und binden den Bratfond mit Soßenbinder und Sahne (oder kalter Butter). Die Soße unbedingt noch einmal mit Gewürzen und zum Beispiel etwas Honig abschmecken.

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