Ein Brett voller Schlesischer Klöße. Imago/Agefotostock

Zwar bäumt sich der Sommer gerade noch einmal auf, doch er wird nicht verhindern können, dass nun bald der Herbst vor der Tür steht. Und mit ihm werden die leichten Sommersalate vom Speiseplan gewischt und die deftigen Gerichte mit Kartoffeln, Kohl und brauner Sauce erfreuen sich neuer Beliebtheit. Mit das beste, was man aus Kartoffeln machen kann, sind Schlesische Klöße – und hier ist das Rezept dafür!

Warum Schlesische Klöße die besten sind

Es gibt dutzende Kloßrezepte im mittel-osteuropäischen Raum. Und jede Region wird wohl von sich behaupten, dass sie das beste Rezept hervorgebracht hat. Doch es gibt auch ganz rationale Maßstäbe, um zu bestimmen, welches der beste Kl0ß unter der Sonne ist. Ganz wichtig ist natürlich der Geschmack. Hier sind nahezu alle Varianten gleich auf. Doch auch die Konsistenz, die Soßen-Aufsaug-Kapazität und auch die Einfachheit der Herstellung sind durchaus wichtige Punkte. Und hier kann es dann nur einen Sieger geben: Die Schlesischen Klöße.

Die Schlesischen Klöße, oder Kluski śląskie, wie sie auf polnisch heißen, werden auch Gummiklöße genannt und stammen, wie der Name schon verrät, aus Schlesien. Ihr Teig besteht dabei fast ausschließlich aus gekochten Kartoffeln und Kartoffelmehl. Das gibt ihnen ihre einzigartige Konsistenz. 

Die Zutaten für Schlesische Klöße für etwa 4 Personen

  • 1 Kilo Kartoffeln
  • Reichlich Kartoffelmehl (haben Sie ruhig ein Kilo da)
  • 1 Ei
  • Salz

Und so werden die Schlesischen Klöße perfekt:

Als erstes müssen die Kartoffeln geschält und in wenig Salz gekocht werden. Dann werden sie abgeschreckt und müssen abkühlen. Das ist wichtig, denn wenn sie zu warm weiterverarbeitet werden, kann es sein, dass die Klöße später auseinanderfallen.

Wenn die Kartoffeln dann abgekühlt sind, werden sie mit einem Stampfer, besser aber einer Presse, zu einem feinen Püree zerkleinert. Das kommt dann in eine große Schüssel oder einen Topf – und zwar so, dass die eine Hälfte voll mit dem Kartoffelpüree ist – und die andere leer. Diese wird dann nahezu komplett mit Kartoffelmehl aufgefüllt. Achten Sie hier nicht auf Gewichtsangaben. Hier ist Augenmaß gefragt!

Nachdem auch Salz und ein Ei für die Bindung hinzugefügt wurden, kann das Kneten der Kloßmasse beginnen. Wenn Sie einen glatten Teig haben, können Sie anfangen die Klöße zu formen. Schlesische Klöße bestechen abgesehen von ihrer Konsistenz und ihrer Einfachheit auch durch eine besondere Form: Denn nachdem Sie eine kleine Kugel geformt haben, drücken Sie diese ein bisschen flach und drücken mit dem Daumen eine kleine Kule hinein, damit sich darin die Soße sammeln kann.

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Dann kommen die Klöße in einen Topf mit Salzwasser. Nach zwei Minuten dürften die ersten Klöße an die Wasseroberfläche Schwimmen - und nach einer weiteren Minute sind sie dann fertig.

Zu den Schlesischen Klößen passen ganz hervorragend Rinderroulladen. Doch auch ganz ohne Fleisch, einfach nur mit einer leckeren braunen Sauce sind die Kluski śląskie ganz hervorragend.

Probieren Sie es aus! Guten Appetit!