Klar kann man Rotkohl auch roh essen. Es gibt viele Rezepte. Imago/Panthermedia

Die Weihnachtszeit ist längst eingeläutet. In den Supermarktregalen stehen längst zahlreiche Lebkuchen, die ersten Weihnachtsmärkte haben eröffnet und bei dem einen oder der anderen regt sich die Lust, ein paar schöne Weihnachtsfilme zu gucken. Kulinarisch gelüstet es uns nach Stollen, Keksen, Rotwein, Glühwein - und natürlich Rotkohl.

Das schmeckt ganz hervorragend zu Rouladen oder Gänsebraten. Dazu wird er meistens gekocht. Entweder wird er dafür frisch zubereitet oder aus dem Glas verfeinert. Doch man kann den Rotkohl auch problemlos roh essen. Es ist genaugenommen sogar die beste Variante, das er dann noch am meisten Vitamine und Nährstoffe beinhaltet.

Dabei muss der rohe Rotkohl übrigens nicht so langweilig schmecken, wie das Wort Rohkostsalat klingt. Glauben Sie nicht? Dann probieren Sie doch einmal diese drei Rezepte!

Rotkohl roh essen: Der Klassiker

Für den Klassiker unter den Rotkohl-Salaten brauchen Sie keinen Schnickschnack, aber immerhin ein paar Gewürze, die den Geschmack des Rotkohls herausheben, damit er eben nicht nach dem Rohkost-Salat aus der Kantine schmeckt. Sie benötigen für vier Portionen Salat einen Kopf Rotkohl (etwa 300 Gramm), 30 Milliliter Olivenöl, 3 Esslöffel Weißweinessig, 1 Esslöffel Zucker, Salz und Pfeffer.

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Als erstes schneiden Sie dann den Rotkohl in feine Streifen. Wenn Sie haben, können Sie auch einen Hobel nutzen. Dann geben Sie den Zucker, eine ordentliche Prise Salz und etwas Pfeffer dazu und verkneten das Ganze einige Minuten lang mit den Händen. Massieren Sie alles richtig schön den den Rotkohl ein.

Anschließend geben Sie Essig und Öl hinzu und schmecken das Ganze noch einmal mit Salz und Pfeffer ab - und schon ist der klassische Rotkohl-Salat fertig.

Rotkohl roh essen: Der Hipster-Salat mit Avocado

Rotkohl geht auch mit Schnickschnack. Und welche Zutat steht bitte mehr für Schnickschnack als die Avocado? Für dieses Roh-Rotkohl-Rezept brauchen Sie einen Kopf Rotkohl (etwa 300 Gramm), eine Avocado, eine Chilischote, eine Limette, zwei Esslöffel Sojasoße, einen Esslöffel Agavendicksaft, 50 Gramm Pinienkerne, einen Esslöffel Sesamsamen und drei Stiele frische Minze.

Als erstes schneiden oder hobeln Sie auch hier den Rotkohl in feine Streifen und geben ihn in eine Schüssel. Dann hacken Sie die Chili und die Minzblätter klein und geben sie zusammen mit dem Saft der Limette, der Sojasoße und dem Agavendicksaft in ein Gefäß und verrühren das ganze zu einem Dressing.

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Rotkohl, Rotkraut und Blaukraut: Im Norden sagt man eher Kohl im Süden eher Kraut. Und auch die Farbe hat ein Nord-Süd-Gefälle. Imago/Westend61

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Das Dressing massieren Sie dann gründlich mit den Händen in den Rotkohl ein und lassen das Ganze dann 20 Minuten ruhen. 

Währenddessen rösten Sie schon einmal die Pinienkerne in der Pfanne an, häuten die Avocado und schneiden sie in Streifen oder mundgerechte Würfel.

Wenn der Rotkohl fertig gezogen hat, können Sie den Salat anrichten. Geben sie den Rotkohl auf einen Teller, streuen Sie etwas Sesam und die angerösteten Cashew-Kerne über den Salat und verteilen Sie die Avocado-Scheiben darauf. Fertig!

Rotkohl roh essen: Lecker mit Schafskäse

Für diesen Rotkohl-Salat brauchen sie einen Kopf Rotkohl (etwa 300 Gramm), eine Knolle Fenchel, 100 Gramm Schafskäse (nehmen Sie bulgarischen, wenn es ihn gibt), 80 Milliliter Olivenöl, drei Orangen, drei Esslöffel Weißweinessig, einen Teelöffel Zucker, Salz und Pfeffer.

Auch hier müssen Sie zuerst den Rotkohl scheiden oder hobeln. Dann vierteln Sie den Fenchel und schneiden auch ihn in feine Scheiben. Beides kommt zusammen in eine Schüssel.

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Rotkohl schmeckt in rohem Zustand ganz hervorragend mit Orangen. Imago/Westend61

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Für das Dressing pressen Sie eine der drei Orangen aus, mischen den Saft mit dem Olivenöl, dem Essig, dem Zucker, sowie einer ordentlichen Prise Salz und etwas Pfeffer. Verrühren Sie die Zutaten, geben Sie sie zum Rotkohl und massieren alles ein paar Minuten ordentlich ein. Dann sollte der Rotkohlsalat eine Stunde lang ruhen.

Währenddessen können Sie Orangen-Filet aus der Orange schneiden, indem Sie die Frucht mit einem Messer dick schälen und anschließend die einzelnen Fruchtsegmente aus dem Fruchtfleisch schneiden. Machen Sie das ganze ruhig über dem ruhenden Salat, denn dabei wird Saft austreten. Pressen Sie auch das weggeschnittene Fruchtfleisch über dem Salat aus.

Wenn der Salat fertig gezogen hat, können Sie die Orangen-Filets untermischen und den Feta über dem Salat zerbröseln und noch einmal alles gründlich durchrühren. Dann ist er bereit zu zum Servieren.

Egal für welchen Salat mit rohem Rotkohl Sie sich entscheiden: Guten Appetet!