Rosenkohl wächst an einem Strunk. Imago/Imagebroker

Rosenkohl ist wirklich nicht jedermanns Sache. Vielen schmecken die kleinen Röschen viel zu kohlig, anderen gehen sie einfach auf die Verdauung. Doch es gibt sie, die absoluten Rosenkohl-Liebhaber. Und die wollen im Winter, wenn es den Rosenkohl vermehrt im Supermarkt gibt, durchaus auch verschiedene Rezepte ausprobieren, anstatt den Rosenkohl immer nur zur Beilage zu degradieren. Mit diesen beiden Rezepten aus der DDR-Küche liegen Sie auf jeden Fall goldrichtig!

Rosenkohl-Rezept aus der DDR #1: Warschauer Art

Dieses Rezept ist super einfach und eine cremige Angelegenheit. Der Vorteil: Fleisch kommt hier traditionell nicht vor, also ist der DDR-Rosenkohl nach Warschauer Art auch etwas für Vegetarier.

Sie brauchen für vier Portionen Rosenkohl Warschauer Art 750 Gramm Rosenkohl, 3 Esslöffel Mehl, 2 Esslöffel Butter, 125 Milliliter Kaffeesahne (auch Schlagsahne geht), Saft von einer halben Zitrone, 50 bis 100 Gramm Reibekäse, Salz, Pfeffer, Muskatnuss.

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Rosenkohl ist ein beliebtes Wintergemüse. Imago/Imagebroker

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So geht's: Zunächst müssen Sie den Rosenkohl putzen: Schneiden Sie den Strunk ab, entfernen Sie die dunklen äußeren Blätter und schneiden Sie den Strunk in Kreuzform ein.

Dann kochen Sie die Butter in einer Tasse Salzwasser in einem großen Topf  auf und geben den Rosenkohl hinzu. An dieser Stelle können Sie ruhig schon einmal mit Muskat würzen. Dünsten Sie den Kohl einige Minuten bei geschlossenem Deckel.

Währenddessen verquirlen Sie das Mehl in der Sahne und rühren das Gemisch langsam in den Rosenkohl. Wenn der Rosenkohl gut von der Sahne umschlossen ist, geben Sie noch den Zitronensaft (etwa von einer halben Zitrone) hinzu. Obacht: Wenn Sie Schlagsahne statt der Kaffeesahne aus dem Originalrezept nehmen, brauchen Sie etwas weniger Zitronensaft.

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Dann bestreuen Sie das Gericht mit Reibekäse. Wenn Sie ihn gut unterrühren, zieht er leckere Fäden. Dann schmecken Sie das Gericht noch einmal mit Salz und Muskatnuss ab und schon ist es fertig. 

Rosenkohl-Rezept aus der DDR #2: Überbackener Rosenkohl mit Ei

Der überbackene Rosenkohl kommt hingegen ohne Sahne daher, ist aber nicht weniger deftig. Hier sorgen Ei, Zwiebeln und Speck für die kräftige Note.

Sie brauchen für vier Portionen überbackenen Rosenkohl mit Ei 750 Gramm Rosenkohl, 50 Gramm Speck (in kleinen Würfeln), 1 große Zwiebel, 6 Eier, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Paprika edelsüß.

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Gerösteter Rosenkohl aus dem Ofen mit Parmesan und Knoblauch schmeckt hervorragend. Imago/Shotshop

So geht's: Auch hier muss erst der Rosenkohl – wie oben beschrieben – vorbereitet werden: Strunk kürzen, äußere Blätter ab Strunk einschneiden. Dann wird er in gut gesalzenem Wasser fast gar gekocht.

Währenddessen lassen Sie in einer Pfanne den Speck aus und rösten die klein gewürfelte Zwiebel an. Zudem können Sie den Ofen auf rund 100 Grad vorheizen. Wenn die Zwiebel leicht Farbe gezogen hat, werden auch die Röschen einige Minuten angebraten und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss gewürzt.

Dann kommt die Rosenkohl-Zwiebel-Speck-Mischung in eine Auflaufform. Schlagen Sie dann die Eier einzeln auf und lassen sie nebeneinander auf den Rosenkohl gleiten. Das Eigelb bleibt obenauf liegen. Bestäuben Sie das Eigelb mit Paprikapulver und geben Sie die Auflaufform in den Backofen, wo die Eier stocken können.

Nach wenigen Minuten ist der überbackene Rosenkohl fertig zum Servieren. Das Rezept taugt als ganzes Gericht. Allerdings schmecken auch Bratkartoffeln dazu.

Probieren Sie die Rezept ruhig einmal aus – und lassen Sie es sich schmecken. Guten Appetit!